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Gibt es moderate Muslime? Gibt es einen moderaten Islam? Für die, die es immer noch nicht wissen

Posted by paulipoldie on November 1, 2011

Gibt es moderate Muslime? Gibt es einen moderaten Islam?

Michael Mannheimer Blog 1 November 2011
Von Michael Mannheimer

Die These eines angeblich “moderaten” bzw. “friedlichen” Islam ist so alt wie der Islam selbst und hat bislang nur den Muslimen gedient, indem sie die Abwehrbereitschaft der

“Ungläubigen” entscheidend schwächte. Alle nichtislamischen Völker, die sich beim Zusammentreffen mit dem Islam auf die These eines “moderaten” Islam stützten, wurden am Ende von diesem gefressen. So wird es auch Europa gehen, wenn es seine Augen dieser größten Bedrohung seiner Geschichte gegenüber nicht endlich öffnet und aufhört, von einem “Euro-Islam” zu faseln. Den wird es nicht geben.

In Zeiten andauernden weltweiten Terrors, verübt im Namen Allahs, fragt sich die nicht-islamische Welt, ob der Islam tendenziell eher friedfertig ist oder eine Ausnahme bildet innerhalb der übrigen, weitestgehend friedlichen Großreligionen.

In der Hoffnung, dieses doppelgesichtige Phänomen Islam verstehen und in den Griff zu bekommen zu können, greifen die intellektuellen Eliten auf eine Hilfskonstruktion zurück, in der sie den Islam in einen friedlichen Zweig “gemäßigter” Muslime und einen “fundamentalistischen” bzw. “terroristischen” Zweig einteilen.

Den ersten Zweig nennen sie “Islam”, den zweiten “Islamismus”. Doch diese Unterscheidung ist künstlich geschaffen und verkennt die Tatsache, dass Islam und Islamismus nichts anderes sind als die verschiedenen Seiten ein und derselben Medaille.

Das Dilemma

Unsere Welt hat ein echtes Dilemma: da gibt es eine Religion mit dem Namen Islam,  die sich selbst als die „Religion des Friedens“ bezeichnet. Doch seit weit über einem Jahrzehnt werden die überwiegende Mehrzahl aller weltweiten Terroranschläge im Namen jenes Islam, jener „Friedensreligion“ verübt. Die Zahl dieser Terroranschläge übertrifft an Quantität und Qualität bei weitem alles, was man aus dem 20. Jahrhundert von linken und rechten Terrorgruppen her gewöhnt war und ist mittlerweile kaum noch überschaubar: sie geht in die Zehntausende – und ein Ende ist nicht abzusehen.

Wie kann aber eine Friedensreligion all diesen Terror begehen, fragt sich die Welt? Mit Verwunderung nimmt sie wahr, dass sich jene Terroristen anziehen wie Muslime, dass sie sich benehmen wie Muslime, dass sie sich selbst als Muslime bezeichnen, und dass sie ihre Morde meist mit einem Allah Akhbar! – Gott ist groß! –  auf den Lippen und den Koran in den Händen begehen. Unsere Welt stellt ebenso verwundert fest, dass alle Terroristen aus dem Herzen der islamischen Völker selbst entstammen und nicht etwa aus Ländern, die sich „islamistische“ Länder oder dergleichen bezeichnen – und die auch keinesfalls  darauf insistieren, von den friedlichen Ländern des Islam ideologisch strikt  unterschieden zu werden.

Man kann also jene terroristischen Muslime weder an ihrem Aussehen noch an ihren Alltagshandlungen als solche erkennen, und offensichtlich gelingt dies auch den „moderaten“ Muslimen nicht. Wie sonst wären deren Reaktionen nach einem Terroranschlag zu erklären, in denen die „moderaten“ Muslime regelmäßig mit Erstaunen feststellen, dass sie den Terroristen bestens gekannt und mit ihm regelmäßig in der gleichen Moschee gebetet haben? Und doch: Mit Terroristen habe man nichts zu tun, vernimmt die Welt unentwegt aus dem Munde moderater Muslime. Und damit hat die Welt ein weiteres Dilemma: Wenn es tatsächlich so wäre, fragt sie sich: wo bleiben dann die weltweiten Massenproteste der Mehrheit der Muslime, die sich selbst als friedlich bezeichnen?

Die Eliten der westlichen Welt scheinen das Problem erkannt und irgendwie auch eingekreist zu haben: in ihrer scheinbaren Klugheit unterscheiden sie die friedfertigen Muslim von den friedlosen. Die ersteren zählen sie zum Islam. Die letzten rechnen sie dem Islamismus zu. Islamisten, so betont die Elite, seien Fanatiker, die ihre eigene Religion falsch verstanden haben.

Doch wo genau  die Trennlinie zwischen beiden Zweigen des Islam liegt, wo genau sich also der gute Islam vom bösen Islamismus unterscheidet, das können auch sie nicht so recht sagen. Ebenso wenig wie die moderaten Muslime,  die vorgeben, dass die Islamisten mit ihnen nichts zu tun hätten.

Es gibt nur einen Koran. Und der ist die Quelle für Islam und Islamismus

Wer Islamisten und Terroristen verstehen will, muss den Islam und seine beiden wichtigsten Säulen Koran und Mohammed verstehen. Der wird verstehen, warum der Islamismus die andere Seite der Medaille namens Islam ist. Islam und Islamismus sind keine verschiedenartigen Strömungen einer Religion, wobei die eine friedlich, die andere terroristisch ist, wie die Mehrzahl der Westler glaubt. Der Islamwissenschaftler und Herausgeber der „Internationalen Enzyklopädie des Islam“, Hans-Peter Raddatz, schreibt dazu:

“Die islamistische Sichtweise stellt keinen Missbrauch des Islam dar, wie oft fälschlicherweise behauptet wird, sondern sie entstammt einer langen Tradition extremer (religiöser) Intoleranz.”[i]

Auch der Islamwissenschaftler Tilman Nagel betont, dass eine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus „ohne Erkenntniswert“ sei.[ii] Dies heißt im Klartext: selbst wenn es eine Unterscheidung gäbe, wäre sie derart marginal, dass sich daraus keine Erkenntnisse ziehen ließen, die anders lauten würden, als wenn man Islam und Islamismus von vornherein miteinander gleichsetzt. Islam und Islamismus sind daher auch in den Augen von Tilman Nagel identisch.

Moderate Muslime und „Islamisten“ gehen in dieselben Moscheen. Sie lesen denselben Koran, und sie verehren auch denselben Mohammed. Es gibt keine guten Suren für „friedliche“ Muslime auf der einen – und böse Suren für „islamistische“ Muslime auf der anderen Seite. Genauso wenig wie es einen guten Mohammed für „friedliche“ und einen bösen Mohammed für „islamistische“ Muslime gibt. Es gibt nur einen Mohammed, dessen Worte und Taten bis auf das Komma genau im Hadith – der Überlieferungen der Worte, Taten, Billigungen, Missbilligungen, Empfehlungen des Propheten – beschrieben ist. Dieser Hadith ist im identischen Wortlaut sowohl den „moderaten“ als auch den „fundamentalistischen“ Muslimen zugänglich – und es gibt nur diesen einen Hadith. Denn so wenig es einen Geheim-Koran gibt, so wenig existiert ein Geheim-Hadith.

Zur Annahme, dass es all das geben könnte, könnte man nämlich kommen, hört man westlichen Wohlmeinenden und Gutmenschen zu, die nicht müde werden, den Islam in zwei Teile zu spalten: Islam versus Islamismus. Guter Islam versus böser Islam. All jene Gutmenschen vermochten bislang jedoch keine Trennlinie anzugeben, an der sich die eine von der anderen Islamversion klar und unzweideutig scheidet. Versuche, dies zu tun, gibt es zuhauf. Man könne, glauben sie, den guten Muslim vom bösen an ihrem Verhalten und Aussehen unterscheiden: wer brav in die Moscheen geht und betet, wer über einen guten Charakter verfügt, auch gegenüber „Ungläubigen“ friedlich ist, wer nicht insgeheim an Bomben bastelt und in die westliche Gesellschaft integriert ist, der gilt als moderater, guter Moslem. Wer jedoch mit wallendem Bart herumläuft, den Koran stets griffbereit hat und heimlich an Bomben bastelt, wer gar Terrorakte plant oder sie selbst durchgeführt hat, wer sich von „Ungläubigen“ absondert und ein finsteres Wesen hat, den zählt man eher zu den bösen Muslimen – den „Islamisten“.

Doch eine nähere Betrachtung zeigt schnell, dass dies ein Vorurteil ist, was mit der Realität wenig gemein hat. Mohammed Atta etwa, der Anführer der Attentate vom 11. September 2001, war westlich angezogen und trug keinen Bart. Er war ein eher schüchterner, unauffälliger, in jedem Fall aber ein höflicher junger Mann. So wird er von allen beschrieben, die ihn kannten, auch von seinen deutschen Professoren und seinen deutschen Vermietern. Und doch plante er kaltblütig einen beispiellosen Massenmord an 3000 unschuldigen Zivilisten, die er und seine Mitstreiter als Feinde des Islam ausgemacht hatten. Umgekehrt gibt es eine Menge finster dreinschauender bärtiger Muslime, denen man alles zutrauen würde – und die dennoch eine freundliche und harmlose Natur haben.

Woran erkennt man “Islamisten”?

Am Äußeren erkennt man also Islamisten nicht. Und wie wir bei Mohammed Atta sehen, auch nicht an deren Charakter. Also erkennt man sie an ihren Taten? Ist also, wer Bomben wirft, ein „Islamist“ – und einer, die dies nicht tut, „moderat“?

Auch diese Annahme erweist sich als Irrweg. Die bedeutendsten Islamisten haben selbst nie eine Bombe gebaut. Das lassen sie das Fußvolk tun. Auch Hitler hat ja nie selbst getötet – er hat töten lassen. In Wahrheit bekleiden „Islamisten“ häufig hohe Ämter, sind Vorsitzende von Islamvereinen oder Berater westlicher Regierungen in Sachen Islam und stehen also in der Mitte jener islamischen Welt, die als „moderat“ bezeichnet wird. Sie tragen Gewänder von Imamen oder Ayathollas, haben bürgerliche Berufe wie Richter, Wissenschaftler, Autoren oder Politiker. In aller Regel haben sie einen ausgesucht höflichen und zivilisierten Umgangston, schlagen ihre Frauen nicht oder nur selten und gehen keinesfalls so oft in die Moscheen, wie sie es eigentlich müssten. Und doch handelt es sich um absolut gewaltbereite „Islamisten“, die in ihrem geschickten Vortäuschen von Friedfertigkeit, Dialog- und Kompromissbereitschaft beträchtliche Erfolge erzielen – und denen die Multikulti-Anhänger in Scharen auf den Leim gehen. Jene angepassten, moderat daherkommenden geistigen Führer des Islamismus sind jedoch wesentlich gefährlicher, als es Bomben je sein können. Sie alle vertreten den wahren, den ungefilterten Islam. Und tatsächlich kennen sie die Suren bis ins Detail, so wie sie auch Mohammeds Leben und Aussagen bis ins Detail studiert haben. Und daher tun sie alles, die Ziele des Propheten und die Inhalte der Suren unverfälscht und detailgetreu umzusetzen. Und wenn es sein muss auch mit Terror, wie von Allah an zahlreichen Stellen im Koran befohlen:

Sure 2, Vers 216:

„Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.“ (Gemeint ist der Kampf mit Waffen)

Sure 8, Vers 59, 60:

„So rüstet wider sie (die Ungläubigen), was ihr vermögt an Kräften und Rossehaufen, damit in Schrecken zu setzen Allahs Feind und euern Feind und andre außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah aber kennt. …“

Sure 9, Vers 5:

„Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist erzeihend und barmherzig.“ (Für westliche Medien zitieren islamische Geistliche nur den letzen Satz dieses Koran-Verses. )

Sure 9.123

“O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind, und lasst sie in euch Härte finden; und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“

Sure 47, 4-5

“Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande”

Sure 8, Vers 12:

„ … Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“

Sure 8, Vers 39:

„Und kämpfet wider sie (Anm.: die Ungläubigen), bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt..“

Sure 8, Vers 55:

Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.“

Sure 5, Vers 17

„Ungläubig sind gewiss diejenigen, die sagen: Christus, der Sohn Marias, ist Gott!“

Sure 9, Vers 123

“Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt. Ihr müßt wissen, dass Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.

Sure 5, Vers 51:

O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg“

Das ist nur ein Bruchteil von Zitaten aus dem Koran – jenem heiligen Buch, der in den Augen der Muslime Allahs gesprochenes Wort selbst enthält (Verbalinspiration) – wo er seine Gläubigen unmissverständlich dazu aufruft, gegen die „Ungläubigen“ dieser Welt bis zu deren letztendlichen Vernichtung zu kämpfen.

„Islamisten“ und „moderate“ Muslime gehen also täglich miteinander um, sie kennen sich, pflegen Freundschaften untereinander, tauschen sich aus, auch in religiösen Fragen. Oft entstammen sie derselben Familie, hatten dieselbe Erziehung. Entgegen landläufiger Meinung sind „Islamisten“ selten arm, noch seltener ungebildet. Doch es wird noch diffuser: Selbst bei ein und derselben Person kann sich der Zustand „Islamist“ bzw. „moderater“ Muslim ändern – und dies sogar mehrfach in seinem Leben. Aus einem „islamistischen“ Ibrahim kann ein „moderater“ Ibrahim werden – und umgekehrt – und in Ausnahmefällen sogar mehrfach während seines Lebens.

Notwendige Fragen an die “moderaten” Muslime

Wenn sich der „moderate“ Islam vom „Islamismus“ tatsächlich so fundamental unterscheidet, wie Westler meinen, dann stellen sich automatisch folgende Fragen:

  • warum protestieren dann nicht Millionen der als gemäßigt und moderat geltende Muslime tagein tagaus in ihren Ländern und in den Städten der übrigen Welt gegen jene „Islamisten“, die doch offenbar die Lehre des Islam so gründlich missverstehen und so das Ansehen ihrer angeblich doch friedlichen Religion beschmutzen?

  • Warum organisieren moderate Muslime nicht ähnlich gewaltige Großdemonstrationen, wie man sie es im Zusammenhang mit den Veröffentlichungen der Mohammed-Karikaturen kennengelernt hat, auf denen sie sich in Plakaten klar und deutlich von den Islamisten distanzieren?

  • Warum werden seitens der islamischen Intellektuellen nicht Buch um Buch herausgegeben, in der sie den angeblichen Unterschied von gutem und bösem Islam für jedermann verständlich darstellen?

  • Warum senden islamische Fernsehsender nicht Tag und Nacht Reportagen über den Islam und Talk-Shows mit Islamexperten, in denen sie den Islam vom Islamismus so deutlich unterscheiden, dass es jeder nachvollziehen kann?

  • Warum ergehen so gut wie niemals Todes-Fathwas gegen „Islamisten“ – wenn sie, wie behauptet, tatsächlich Feinde des Islam seien?

  • Warum wenden sich die Prediger in den Moscheen der Welt nicht mit aller Härte gegen jene „Islamisten“, die doch offenbar den Koran vollkommen falsch interpretieren?

  • Warum beweisen sie in ihren Predigten und Interviews, in ihren Artikeln und Büchern nicht, dass der Koran und Mohammed Terror und Mord verbieten – und zwar grundsätzlich verbieten?

  • Warum werden „Islamisten“ nicht aus der umma des Islam verbannt?

Die Antwort: die Führer des „moderaten“ Islam tun all das nicht, weil sie es nicht tun können. Wissen sie doch, dass die „Islamisten“ den Koran weitaus besser kennen als der Rest der Muslime – und dass „Islamisten“ letztendlich genau das umsetzen wollen, was der Koran ihnen vorschreibt und was Mohammed ihnen einst selbst vorgelebt hat. Dass sie – um es auf den Punkt zu bringen – im Prinzip die Gläubigsten und Frömmsten innerhalb der islamischen umma, der Gemeinschaft aller Gläubigen sind.

Die einzig real existierende Trennlinie zwischen Islam und Islamismus ist die in den Köpfen friedens- und harmoniesüchtiger Westler, die nicht glauben und fassen können, dass es unter den etablierten Weltreligionen eine Religion gibt, die aus dem Rahmen fällt und damit die so gefürchtete Ausnahme bildet. Sie haben einen derartigen Horror vor den Konsequenzen eines solchen Gedankens, dass sie ihre Augen vor der Realität krampfhaft verschlossen halten.

Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam

Denn der Islam ist in Wirklichkeit ein theokratischer Totalitarismus mit schriftlich verfasstem Weltherrschaftsanspruch. Erst wenn  die Welt – so der einhellige Glaube des Islam – vollkommen islamisch geworden ist, kann und wird ewiger Friede herrschen (dar a-Islam). Und wenn für das Erreichen dieses Endzustands blutiger Terror gegen die Ungläubigen dieser Welt nötig sein sollte, dann muss dieser Terror eben erfolgen – geschieht er doch zum Ziele eines ewigen Weltfriedens unter dem Banner des Islam. So steht es im Koran, so will es Mohammed, so will es der Islam: das oberste Ziel dieser „Friedensreligion“ ist die Herrschaft über die Welt.

So furchtbar es für einen normalen Menschen ist, sich an diesen Gedanken zu gewöhnen – noch furchtbarer werden die Konsequenzen sein, es nicht zu tun. Doch der Befehl zur Erringung der Weltherrschaft stammt von Allah selbst und ist im Koran von jedermann nachzulesen:

Sure 48, Vers 28

“Er ist es, Der Seinen Gesandten geschickt hat mit der Führung und der Religion der Wahrheit, dass Er sie siegreich mache über jede andere Religion. Und Allah genügt als Bezeuger.”

Unzählige Muslime haben diesen Welteroberungsauftrag in öffentlichen Reden in Vergangenheit und Gegenwart betont. In zahllosen Schriften des Islam und Büchern über den Islam kann man darüber nachlesen. Muslime wissen, dass dieser Weltherrschafts-Auftrag existiert und dass ihre Religion ihnen gebietet, ihn auch einzulösen. „Unmissverständlich und in jeder Hinsicht zwingend“ sei der Auftrag zum Dschihad, zum Krieg also gegen die „Ungläubigen“ dieser Welt, führte unlängst etwa Scheich Omar al-Bakri in seiner Reaktion auf die berühmt gewordene Regensburger Papstpredigt an, und attestierte dem  „ungläubigen“ Papst, unwissentlich etwas Richtiges geäußert zu haben:

“Jawohl, es gibt den Zwang, den Islam als politische Ordnung durchzusetzen – so wie die Heere des Islam Teile des Römischen und des Persischen Reiches erobert haben.” Dieser Auftrag sei selbstverständlich offensiv, beharrt Scheich Bakri: “Lasst euch da nichts vormachen.” Das Dar al-Harb, das Haus des Krieges, erobert der Islam “mit dem Schwert und nicht mit dem Gedanken”.[iii] (Scheich Omar al-Bakri, in einer Predigt in Tripolis)

Keine Einzelmeinung, wie westliche Gutmeinende meist vermuten. Al-Bakri gibt unverstellt, ohne die übliche Tayiya-Taktik, den Blick frei auf das Hauptziel seiner Religion. Auch weltliche Muslime denken nicht anders. Hören wir uns ein paar Stimmen dazu an:

Der deutsch-türkische Vural Öger (Öger-Tours), der für die deutsche SPD im Europaparlament sitzt, bei einem Essen mit seinen türkischen Freunden der größten türkischen Zeitung “Hürriyet”:

  • Das, was Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1683 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen”. [iv]

Necmettin Erbakan,ehemaliger türkischer Premierminister, Vorgänger von Erdogan:

  • “Unser Ziel ist es, auf dem europäischen Kontinent Wurzeln zu schlagen und dort in Ruhe und gemäß den Gesetzen zu leben, so dass eines Tages vielleicht ganz Europa muslimisch ist.”[v]

Der türkischstämmige  “Kalif von Köln”:

  • “Unser Ziel ist die Weltherrschaft des Islam!”[vi]

Der bosnische Präsident A.Izetbegovic:

  • “Die islamische Bewegung muss die Macht im Staate ergreifen, sobald sie moralisch und zahlenmäßig so stark ist, dass sie die bestehende nichtislamische Macht stürzen und eine islamische Macht errichten kann.”[vii]

Hassan al-Banna, der Gründer der Muslimbruderschaft:

  • Es liegt in der Natur des Islam, zu herrschen und nicht beherrscht zu werden, seine Gesetze allen Nationen aufzuzwingen und seine Macht über den gesamten Planeten auszuweiten.”[viii]

Derlei Äußerungen sind so zahlreich, dass man ganze Bücher damit füllen Könnte. Für das Hauptziel Weltherrschaft hat der Islam jedes Mittel geheiligt, auch das Töten Unschuldiger. Der Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz schreibt dazu:

„Jeder Muslim hat das Recht, Nichtmuslime zu töten, wenn sie Schuld auf sich laden, indem sie den Islam ablehnen und sich sogar dessen Ausbreitung entgegenstellen.“ [ix]

Wer den Islam und seine Ziele kennen will, der kann es auch. Er muss sich nur mit den Quelltexten dieser Religion befassen, so mühsam das auch sein mag. Bereits vor mehr als 200 Jahren war Frankreichs größter Aufklärer, Voltaire, trotz der im Vergleich zur heutigen Zeit sehr dürftigen Informationslage über den wahren Charakter des Islam weitaus besser informiert als die meisten westlichen Intellektuellen, Publizisten und Journalisten der Gegenwart. In bezug auf den Islam fragte er sich schon damals:

„Was soll man einem Menschen antworten, der einem sagt, er gehorche lieber Gott als den Menschen, und der glaubt, in den Himmel zu kommen, wenn er einen erdrosselt?“[x]

„Islamisten“ unterscheiden sich von „moderaten“ Muslimen also vor allem darin, dass sie Koran und Hadith wortwörtlich nehmen und sich Satz für Satz an die Anweisungen Allahs und Mohammeds halten. Sie sind damit die gläubigere Variante des islamisch eher ungebildeten „moderaten“ Muslims und diesem im Handeln und der Begründung ihres Tuns stets voraus. Denn im Gegensatz zum nicht ganz koran- und mohammedfesten Durchschnittsgläubigen können „Islamisten“ ihre Position stets exakt auf die heiligen Texte ihrer Religion begründen und konnten sich daher unter Berufung auf die Originalquellen des Islam gegenüber allen reformistischen Kräften letztendlich immer durchsetzen.  Aufgrund dieser Koranfestigkeit hatten die radikal-islamischen Kräfte daher stets das Sagen, betrachtet man die 1400-jährige Geschichte des Islam in ihrer Gesamtheit und nicht nur kurze „liberalere“ Epochen, die es auch gegeben hat. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist un-islamisch und kann vor der Realität nicht bestehen. Der Islamkenner Eberhard Troeger schreibt dazu:

„Es ist eine verkürzte Sichtweise, nur die „radikalen“ Muslime Islamisten zu nennen. Radikale Islamisten sind daran erkennbar, dass sie ihre Ziele so rasch wie möglich erreichen wollen, während moderate Islamisten einen langen Atem haben und vielfältige Strategien zur Durchsetzung des Islam nutzen, die mit ihren ideologischen Gedanken und Zielen oft nicht sofort erkennbar sind.“[xi]

Islam und Islamismus sind identisch. „Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“ [xii], betont auch der türkische Schriftsteller Zafer Senocak, der sich zeitlebens mit seiner Religion befasst hat. Wer dies nicht begreift, hat keine Chance, sich diesem weltbedrohenden Totalitarismus auch nur in Ansätzen wirkungsvoll entgegenzustemmen. Wer dies nicht begreift, wird auch Sätze wie die folgenden niemals wirklich verstehen:

  • Reda Seyam, 45, Ägypter, der Mitwisserschaft der Bali-Attentate verdächtigter Muslim mit deutschem Pass:

    „Laut Koran ist es in Ordnung, Terrorist zu sein! Laut Koran ist es eine Pflicht, Ungläubige umzubringen!“[xiii]

  • Al-Badr Sprecher Mustaq Aksari:

    „Der Islam muss die Welt regieren – und solange er dies nicht tut, werden wir weiterhin unser Leben dafür opfern!“[xiv]

  • Scheich Omar al-Bakri aus dem Libanon:

    “Lasst euch da nichts vormachen. Das Dar al-Harb, das Haus des Krieges, erobert der Islam mit dem Schwert und nicht mit dem Gedanken”.[xvi]

  • Hamas über Juden:

    „Schlachtet sie ab!“[xv]

 Die Liste solcher und ähnlicher Zitate ließe sich beliebig verlängern. Eines ist jedem Islamkenner (und jedem Islamgelehrten) klar: die Aussagen der oben Zitierten sind keine Hirngespinste abnormer islamischer Persönlichkeiten, die den Islam nicht „richtig“ begriffen haben, wie Westler gerne mutmaßen. Jene Aussagen geben den Kern der Botschaft und der Ziele des Islam exakt wieder, weswegen ihnen von keiner islamischen Seite, auch nicht von europäischen Islamverbänden, widersprochen wird oder je widersprochen wurde. Der französische Philosoph Blaise Pascal bringt den Fundamentalunterschied zwischen Islam und anderen Religionen knapp und präzise auf den Punkt:

“Jesus ließ sich ermorden; Mohammed ließ morden.”

Der Islam – eine Religion, die das Töten sanktioniert

Westliche Intellektuelle, sofern sich diese nicht intensiv und professionell mit dem Islam beschäftigt haben, machen in der Regel den Fehler, dass sie ihr persönliches Basiswissen über ihre eigene Religion (etwa Christentum) in einem Analogieschluss auf den Islam übertragen. Dieser Transfer mag in wesentlichen Punkten bei den meisten Großreligionen zutreffen (Friedfertigkeit, Tötungsverbot), ist aber, was den Islam anbelangt, grundsätzlich falsch und letztendlich verhängnisvoll. Denn der Islam ist einzigartig, was seinen universalen politischen Herrschaftsanspruch anbelangt. Mohammed war nicht nur Religionsstifter, sondern zugleich Staatsmann, Eroberer, Richter und Auftraggeber zahlreicher Morde an seinen Kritikern. Mohammed war ein Prophet, der zahlreiche Angriffskriege führte, Karawanen ausrauben ließ, Lustsklavinnen hielt und seine Gegner schon zu Lebzeiten gnadenlos umbringen ließ. Exekutive, Legislative und Judikative lagen allesamt und zeitgleich in seiner Hand – eine Gewaltenteilung wie in den westlichen Ländern ist daher dem Islam bis heute zutiefst fremd.

Im Prinzip handelte Mohammed damals also nicht anders als die Islamisten heutzutage, und dementsprechend verweisen sie bei ihrem Terror stets und unwiderlegbar auf den Propheten und dessen Terrorhandlungen selbst.

In Wahrheit ist der moderate Islam noch gewalttätiger als der radikale

Dennoch sind die seitens der „Islamisten“ begangenen Gewaltakte in der historischen Summe weitaus niedriger als jene, die strukturell im Namen des „gemäßigten“ Islam seit 1400 Jahren tagtäglich begangen werden: Allein die Opfer sogenannter „Ehrenmorde“, die so gut wie ausschließlich in den Ländern des Islam (und auch in den westlichen Ländern fast nur von Muslimen) verübt werden, übertreffen mit der Zahl von 5000 Toten jährlich (UN-Schätzung) bei weitem die jährlichen Opfer seitens „islamistischer“ Terrorakte. Dazu kommen die Opfer der täglichen menschenrechtsfeindlichen Scharia-Praxis (Steinigungen, Hängungen, Auspeitschungen), die zahlreichen Selbstmorde, die auf das Konto von Zwangsheiraten gehen – und dergleichen mehr.

Die im Namen des „moderaten“ Islam strukturell begangenen täglichen Kollateralschäden als Ergebnis einer mittelalterlich-barbarischen Rechtsauffassung (Scharia), einer Frauendiskriminierung historischen Ausmaßes (Geschlechterapartheid), einer bis heute noch praktizierten Sklavenhaltung, die in ihrer Summe diejenige des Westens bei weitem übertrifft [xvii] und einer Verfolgung von „Ungläubigen“ in den meisten Ländern des Islam stellen die Zahl der Toten infolge islamistischer Terrorattacken weit in den Schatten.

Hier zeigt sich die Paradoxie der westlichen Politik gegenüber dem Islam und „Islamismus“. Letzterer wird vor allem unter Bezug auf dessen Terrorakte und die hohe Zahl der auf dessen Konto gehenden Toten bekämpft. Denn ohne diese Toten hätte die Welt wohl kaum Probleme mit einem Islamismus, der sich vom angeblich „friedlichen“ Islam nur ideologisch unterscheidet – wie es etwa bei den Aleviten der Fall ist. Also unterstützt der Westen den „moderaten“ Islam in der Meinung, dass von ihm eine wesentlich geringere Bedrohung für das Leben von Menschen ausginge. Wie man jedoch gesehen hat, ist es genau umgekehrt.

Das einzige was die Toten des „Islam“ von denen des „Islamismus“ unterscheidet ist die Lautstärke, unter der sich das jeweilige Morden vollzieht. „Islamisten“ zielen auf die größtmögliche mediale Wirkung ihrer Terroranschläge und bevorzugen daher publikumswirksam Bomben– und Selbstmordattentate. Im „moderaten“ Islam vollzieht sich das Morden jedoch eher im Stillen. Islamische Medien zeigen ungern die grausamen Szenen einer Steinigung und auch nicht gerade gerne, wie 14-Jährige Mädchen an Baukränen aufgehängt werden, weil sie gegen die Scharia verstoßen haben. Und so ausführlich und gerne westliche Medien von Terroranschlägen seitens „Islamisten“ berichten, bringen sie so gut wie nie Bilder und Fernsehberichte, in denen etwa die freitäglichen Köpfungen oder Gliedmaßen-Amputationen in Riad  und anderen islamischen Staaten gezeigt werden. Jene selektive und „politisch korrekte“ Berichterstattung westlicher Medien hat maßgeblich zur verzerrten Wahrnehmung der westlichen Länder beigetragen, was die wahre Gefährlichkeit von Islam und Islamismus anbelangt – solange man die Künstlichkeit der Trennung dieser beiden Facetten der Großreligion Islam noch nicht durchschaut hat. Wenn es um die bloße Anzahl der jährlichen Toten geht, müsste der Westen also nicht in den Islam, sondern in den Islamismus investieren. Doch paradoxerweise ist genau das Gegenteil der Fall.

Zur Rolle friedfertiger Muslime im System Islam-Islamismus

Die Abgrenzung Islam versus Islamismus ist ein rein westliches Konstrukt und wird von Muslimen im besten Falle belächelt, im schlimmsten Fall vehement kritisiert. Die türkische Zeitung Hürriyet zitiert etwa den türkischen Premierminister Erdogan bei dessen Kritik am Versuch des Westens, die Türkei als einen Repräsentanten eines „moderaten“ Islam darzustellen, folgendermaßen:

“Es ist nicht akzeptabel für uns, einer solchen Definition zuzustimmen. Die Türkei war niemals ein Land, das ein solches Konzept repräsentiert hätte. Darüber hinaus kann Islam nicht als moderat oder nicht moderat eingestuft werden.“[xviii]

Im Klartext heißt dies: Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam. Basta!

Die Muslime sind selbst auch Opfer ihrer Ideologie namens Islam

Man darf jedoch nicht den Fehler begehen, den Islam mit Muslimen gleichzusetzen. Ohne Zweifel gibt es viele friedliche Muslime. Aber es gibt eben keinen friedlichen Islam. Die meisten Muslime sind selbst Opfer der islamischen Terror-Ideologie, insofern auch sie (insbesondere die muslimischen Frauen) ihrer elementarsten Menschenrechte durch die Scharia beraubt werden. Und alle Muslime sind Geiseln einer Religion, die Abtrünnigkeit vom Islam mit dem Tode bestraft.

Täter sind sie jedoch dann, wenn sie die islamischen Normen aktiv umsetzen, sei es als Imame, die von ihrem gottgleichen Status in ihrer Gemeinde profitieren, sei es als Politiker, die die Scharia in aktive Politik umsetzen, sei es als Terroristen, die unschuldige Menschen töten und dies mit der (existierenden) Erlaubnis ihrer Religion begründen. Ähnlich sah es Winston Churchill, der in einem seiner Bücher schrieb:

„Einzelne Muslime mögen großartige Qualitäten aufweisen, aber der Einfluss der Religion lähmt die gesellschaftliche Entwicklung derer, die ihr nachfolgen. Es gibt keine stärker rückschrittliche Kraft auf der Welt. Weit entfernt davon, dem Tod geweiht zu sein, ist der Mohammedanismus ein militanter und bekehrerischer Glaube. Er hat bereits in Zentralafrika gestreut, zieht bei jedem Schritt furchtlose Krieger heran, und wäre nicht das Christentum in den starken Armen der Wissenschaft geborgen, der Wissenschaft, gegen die er (der Islam) vergeblich gekämpft hat, würde die Zivilisation des modernen Europas vielleicht fallen, so wie die Zivilisation des alten Roms gefallen ist.“[xix]

Jene Überlegungen wie bei der Unterscheidung von Islam (als System) und dem einzelnen Muslimen (als Individuum)  gelten in der historischen Rückschau selbstverständlich auch für den einzelnen Deutschen während der Herrschaft des Nationalsozialismus. Ohne Frage gab es auch in jener Zeit zahlreiche friedliche Deutsche. Aber es gab zu keiner Zeit einen friedlichen Nationalsozialismus. Und was den einzelnen Deutschen anbelangt: so friedfertig er persönlich auch gewesen sein mag: wenn der NS-Staat ihn an die Front rief, hatte er diesem Ruf zu folgen – oder er wurde an die Wand gestellt. Der einzelne „friedliche“ Deutsche trug also, auch wenn er sich gegenüber den aktiven Nazis in absoluter Überzahl befunden haben mag, letzten Endes durch seine bloße passive Existenz genauso zur Funktionalität und Stabilität des NS-Systems bei wie der einzelne „friedliche“ Muslim das System Islam (und damit auch den „Islamismus“) seit jeher wissentlich oder unwissentlich gestützt hat. Insofern sie  sich nicht aktiv gegen ihr jeweiliges System wenden, sind beide –  der friedliche Deutsche und der friedliche Muslim – aus funktionaler Sicht gleichermaßen schuld an der Existenz der Unrechtssysteme, der sie angehören – ob sie es nun wahrhaben wollen oder nicht.

Trotz der Tatsache, dass sich die friedlichen Deutschen während der NS-Zeit in deutlicher Überzahl befanden,  unterschied man jedoch damals wie heute den Nationalsozialismus nicht in einen „moderaten“ Zweig (wenn man friedfertige Deutsche vor Augen hatte) und einen „radikal-fundamentalistischen“ Zweig  (wenn man an den Terror von SA, SS und den Eroberungskrieg Hitlers dachte). Doch genau diesem Trugschluss unterliegen im Falle des Islam die meisten Politiker, Intellektuelle und Gutmeinende im Westen und erweisen sich somit als die besten Helfershelfer jenes theokratischen Totalitarismus, der sich bereits seit seinen Anfängen so erfolgreich als Religion tarnt.

Seit jeher tödlich: Kritik am Islam

Seit den Tagen Mohammeds werden Islamkritiker mit dem Tode bedroht. Dies steht im Einklang mit den Geboten des Koran, der seinen Gläubigen an über 200 Stellen den Auftrag zur Ermordung von Nicht-Muslimen erteilt. Mohammed erließ persönlich zahllose Mordbefehle gegenüber unliebsamen Kritikern, darunter auch gegen Frauen wie etwa die Mekkanerin Asma`bint Marwan, die – während sie ihr Kind stillte – von den gedungenen Auftragmördern des „Propheten“ ermordet wurde[xx]. Auf Mohammeds Befehl wurde auch die Sklavin Fartana und deren (namentlich unbekannte) Freundin umgebracht – zusammen mit ihrem Besitzer Ibn Chatal.[xxi] . Sie hatten es gewagt, Spottlieder über den Propheten zu singen.

Auf jene mohammedschen Liquidierungen berufen sich bis heute alle islamischen Gelehrten, wenn sie – wie im Fall Salman Rushdie oder im Fall der Mohammed-Karikaturisten – sog. Todesfatwhas erlassen. Kritik seitens ihrer Religion haben die islamischen Auftragsmörder daher nicht zu fürchten. Im Gegenteil: Wer für Allah und Mohammed mordet, genießt besonderes Ansehen in der umma, der Gemeinschaft der Gläubigen des Islam. Auch hierin unterscheidet sich Mohammed von allen sonstigen Gründern der großen Weltreligionen: Buddha und Jesus waren pazifistisch bis zur Selbstverleugnung. Im Gegensatz zu ihnen war Mohammed ein Massenmörder, der persönlich den Tod Tausender verursacht und in zahlreichen Fällen persönlich angeordnet hat. Erinnert sei hier an das Schicksal der Juden vom Stamme Banu Kureiza: Im Jahre 627 n.Chr. ließ Mohammed alle Männer dieses Stammes enthaupten. Einigen Quellenberichten zufolge soll sich Mohammed an diesem Massaker zeitweise sogar höchstselbst beteiligt haben. Insgesamt 700 Männer (andere Quellen berichten von mehr als 1000 Männern) wurden zu Opfern dieses islamischen Schlachtfestes. Die Frauen und Kinder, die sich dies alles mit ansehen mussten, wurden in  die Sklaverei verschickt. Das Vergehen der Juden vom Stamme der Bani Kureiza: Sie weigerten sich, dem Befehl Mohammeds nachzukommen und zum Islam zu konvertieren. [xxii]

Von solcherlei Informationen jedoch werden die allermeisten Muslime seitens ihrer religiösen Führer sorgfältig abgeschottet und haben daher kaum Ahnung vom wahren Antlitz ihrer Religion und ihres gottgleich verehrten Propheten. Denn die innere Wissensorganisation des Islam ist einer Zwiebel vergleichbar aufgebaut: Die äußeren Zwiebelschalen enthalten überwiegend positive und unverfängliche Informationen, solche, die von jedermann akzeptiert werden können (etwa: „Islam bedeutet Frieden“). Aber je tiefer sich ein Gläubiger mit Koran und Hadith befasst, je weiter er sich ins Gespräch mit Imamen begibt, je mehr er islam-konforme Literatur über seine Religion liest, desto mehr erfährt er, was die eigentlichen Ziele seiner Religion sind: der Dschihad gegen die „Ungläubigen“ und am Ende die Herrschaft über die Welt. Er mag zweifeln, manchmal auch verzweifeln. Aber je öfter er die Zweifel dank der Unterstützung durch Imame, dank deren Hinweise auf die Suren des Koran und auf persönliche Aussagen Mohammeds zu Dschihad und Weltherrschaft überwindet, desto wertvoller wird er für den Islam.

Jene sukzessive, zwiebelschalenartige Bekanntmachung mit den wahren Inhalten und Zielen des Islam erinnert durchaus an die Wissensorganisation mancher Geheimbünde und hat einen großen Vorteil: Loyalitätsprobleme können bereits in einem ungefährlichen Vorstadium erkannt und der Betreffende aussortiert – und wenn es sein muss neutralisiert werden.

Die allermeisten Muslime kennen ihre Religion nur ansatzweise. Der Großteil der weltweiten Muslimgemeinde liest den Koran mantra-artig in einer für sie gänzlich fremden und unverständlichen Sprache, deren Inhalte sie nicht erschließen können und zu dessen Verständnis sie meist vollständig auf die mündliche Interpretation ihres jeweiligen Imams angewiesen sind. Dies hat u.a. damit zu tun, dass die meisten Gläubigen den Koran nur in arabischer Sprache kennen – der Sprache des  Propheten und der Sprache, in der nach islamischem Glauben der Koran durch Mohammed verkündet worden war. Jede Übersetzung würde – so die gängige Überzeugung – den Originalgehalt der arabischen Quelltexte des Koran in unzumutbarer Weise entstellen und käme daher einem Hochverrat an den Originalworten Allahs gleich.

Koranübersetzungen sind daher die Ausnahme und werden überwiegend im Zusammenhang der Bekanntmachung des Islam für Nicht-Muslime akzeptiert – mit dem Ziel derer Konvertierung zur „Religion des Friedens“.

Ergebnis aller Studien: Je gläubiger ein Muslim, umso eher neigt er zum Terror

Muslime, die den Inhalt des Koran nicht verstehen können, neigen denn auch weit weniger zu islamistischen Terrorattacken gegen die „Ungläubigen“ der Welt als jene, die sehr wohl Allahs Botschaft im Original studiert und verinnerlicht haben. Je gläubiger ein Muslim, je besser er sich im Koran und im Hadith (dem Leben und Wirken Mohammeds auskennt und je höher sein Bildungsgrad ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass aus ihm ein Terrorist werden kann. Das ist das ernüchternde Ergebnis nahezu aller internationalen Untersuchungen über das Profil von Terroristen.

Vor diesem Hintergrund sind die Bemühungen der westlichen Länder, den Terror mit Hilfe massiver Bildungsoffensiven innerhalb der muslimischen Diaspora zu bekämpfen, nicht anderes als ein Kampf, der an die Austreibung des Teufels mit Hilfe des Beelzebubs erinnert. Erinnern wir uns: die Attentäter vom 11. September waren hochgebildet, ebenso die Attentäter auf die Busse und U-Bahnen in England vom 7. Juli 2005. Osama bin Laden ist studierter Ingenieur, sein Stellvertreter Aiman az-Zawahiri, die Nummer 2 der Al Kaida, studierter Arzt und aus einem hochgebildeten Haus abstammend: sein Vater war Medizinprofessor in Kairo, sein Großonkel Imam an der bedeutenden al-Azhar-Universität in Kairo. Auch der ehemalige Prediger der Londoner Finsbury-Moschee, Abu Hamza, der in seinen Predigten die Muslime der Welt regelmäßig auffordert:

„Beseitigt die Juden vom Antlitz der Erde“ „Schlachtet die Ungläubigen ab“ „Errichtet das weltweite Kalifat“[xxiii]

ist kein Dummkopf, sondern ebenfalls hochgebildet. Nicht anders ist es bei Tariq Ramadan, muslimischer Professor für Philosophie an der Universität Genf und wohl einer der schillerndsten Figuren innerhalb der islamischen Intellektuellen: Hochgebildet, hochinformiert – und dennoch weicht auch er keinen Deut ab von der „Verbalinspiration“ des Koran und von der Person Mohammed als Vorbildgeber in religiösem, staatlichen und privatem rechten Handeln und Denken..

Bildung allein macht aus ungebildeten Islamisten nur gebildete Islamisten

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Die Beispiele zeigen jedoch eines: Den Islam und Islamismus mit Bildungsoffensiven zu bekämpfen ist ein Weg, der in die Irre führt. Er macht aus ungebildeten Islamisten nur gebildete Islamisten – und eben nicht wie erhofft „gemäßigte“ Muslime – und vergrößert damit das nationale und internationale islamistische Bedrohungsszenario immens. Was nicht heißen soll, dass man Muslime von Bildung fernhalten muss. Das macht der Islam bereits von selbst und dafür benötigt er nicht die „Hilfe“ des Westens. Was ihre Bildungspolitik anbelangt, werden die Länder des Islam wegen ihrer internationalen Rückschrittlichkeit sogar ausdrücklich von der UN getadelt: In deren Schwarzbuch aus dem Jahre 2003 werden sie für Bildungsdefizite und Fortschrittsverweigerung auf allen Gebieten getadelt. Als Ursache wird in diesem Bericht ausdrücklich eine „erstarrte Religion“ genannt. Der Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz merkt in einem Artikel im Rheinischen Merkur zu dieser Studie an:

„Zur nicht-islamischen Welt, so heißt es dort, habe sich eine dramatische Wissenskluft geöffnet, die auf eine glaubensbedingte Einschränkung der Bildungsfreiheit und eine zunehmende Frauenrepression zurückzuführen sei. Dabei zeige man sich zur Selbstkritik chronisch unfähig, deren eine Öffnung des Islam dringend bedürfe.“[xxiv]

Fazit

“Islamismus“ und „Islam“ sind ein und dasselbe, unterschieden nur in ihrer Geschwindigkeit, mit der sie das Hauptziel ihrer Religion – die Weltherrschaft des Islam – anstreben. Der „Islamismus“ ist lediglich der radikalere, ungeduldigere Zwillingsbruder des „gemäßigten“ Islam und existiert bereits seit den mekkanischen Anfängen der Religion, etwa in Form der Auftragsmorde Mohammeds gegen seine Kritiker. Schon damals verstand es Mohammed meisterhaft, seine Umgebung zu täuschen und sich je nach Situation mal in friedlichem, mal in kriegerischem Gewand zu zeigen.

Dieser theokratische Totalitarismus mit koranisch verfasstem Weltherrschaftsanspruch muss in der gleichen Entschiedenheit und dem gleichen unbeugsamen Willen bekämpft werden, mit dem sich Churchill der seinerzeit größten Bedrohung – Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Totalitarismus – entgegengestellt hat.

Aber der Hauptkampf wird ideologischer Art sein müssen: er wird eine Schlacht der Gedanken sein zwischen dem aufgeklärten Westen und den Anhängern einer religiös-totalitären Theokratie, in der der freie Fluss von Gedanken, Rede- und Meinungsfreiheit, die Gleichheit der Geschlechter, die Akzeptanz von sexuell verschiedenen Phänotypen des homo sapiens (heterosexuell, bisexuell, homosexuell, transsexuell etc.) so unvorstellbar ist wie die Freiheit eines jeden Individuums, sich seine Religion selbstständig und unbedrängt zu wählen, was auch die Freiheit von jeglicher Religion mit einschließt. Erst dieser Kampf zwischen dem Islam als dem derzeit mächtigsten Totalitarismus auf der einen und dem aufgeklärten Westen auf der anderen Seite wird mittel- und langfristig darüber entscheiden, in welche Richtung sich unser Planet in Zukunft bewegen wird.

Um es auf den Punkt zu bringen: der clash of civilizations wird sich austragen zwischen Mittelalter und Moderne, zwischen Mohammed und Kant: Es wird ein Kampf sein zwischen Denkverbot und Denkgebot. Dieser Kampf ist bereits voll im Gang. Und sein Ausgang ist offen.

- – -

Michael Mannheimer

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Literatur


[i] Hans-Peter Raddatz: in: New York Sun vom 27.07.2004

[ii] Tilman Nagel: Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung. In: Hans Zehetmair: Der Islam. Im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog. VS, Wiesbaden 2005

[iii] Zitat aus: DER SPIEGEL 38/2006 vom 18.09.2006, Seite 68

[iv] Aus: Hans-Peter Raddatz:  „Von Gott zu Allah?“

[v] Das Middle East Media Research Institute (MEMRI)

[vi] www.welt.de/data/2004/05/27/283388.html

[vii] in “Die Welt” am 09.02.1993

[viii] u.a. in: http://jacquesauvergne.wordpress.com/2008/08/23/084/

[ix] Hans-Peter Raddatz, in: Eine öde Wissenswüste, Rheinischer Merkur Nr. 44, 30.10.2003

[x] Voltaire, zitiert von Thomas Assheuer; in: ZEIT-online: Fanatismus oder Vernunft, 15.02.2007, Nr.8

[xi] Eberard Troeger, in: Islam oder Islamismus? – Argumente zu seiner Beurteilung, Institut für  Islamfragen, Sonderdruck Nr. 5

[xii] Welt online, 29. Dezember 2007

[xiii] SPIEGEL-online,  18.07.2003

[xiv] Al-Badr Sprecher Mustaq Aksari,- CNN September 19,2001

[xv] http://nachrichten.aol.de/hamas-ruft-weltweit-zu-anschlaegen-auf/artikel/20090107025742521886423

[xvi] DER SPIEGEL 38/2006 vom 18.09.2006, Seite 68

[xvii] vgl. B.Etemard: „L’ampleur de la traite nègriere”, Bulletin du Department d’Histoire Economique, Genf 1989

[xviii] Erdogan, zitiert in der englischsprachigen Ausgabe von Hürriyet http://www.hurriyet.com.tr/english/domestic/11360374.asp?scr=1

[xix] Aus: Sir Winston Churchill; “The River War”, 1. Ausgabe, Band II, Seiten 248-250, Longman’s, Green & Company, 1899

[xx] Ali Dashti: 23 Jahre – Die Karriere des Propheten Muhammad, Verlag Alibri, Aschaffenburg 2003, S. 161

[xxi] Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, Tübingen/Basel 1976, S. 218

[xxii] Meir J. Kister: The Massacre of the Ban? Quraiza: A re-examination of a tradition. In: Jerusalem Studies in Arabic and Islam (1986). S. 61–96

[xxiii] http://www.zeit.de/online/2006/04/hamza

[xxiv] Hans-Peter Raddatz: „Eine öde Wissenswüste“, in: Rheinischer Merkur Nr. 44, 30.10.2003

 

2 Responses to “Gibt es moderate Muslime? Gibt es einen moderaten Islam? Für die, die es immer noch nicht wissen”

  1. Dr. Zwara said

    Der Unterschied, oder vielmehr das Gemeinsame wurde von Hrn. Mannheimer sehr eindrucksvoll beschrieben.
    Ich werde mir erlauben, aus hieraus zu zitieren (selbsverständlich mit Quellenangabe)

  2. Roxana said

    Wie lang müssen unsere Aufklärer wie Mannheimer eigentlich noch aufklären über diese Religion des Böse? Wie oft müssen sie sich wiederholen mit immer denselben Fakten über jene Todesreligion, die sich erdreistste, sich die “Religion des Friedens” zu nennen – bis endlich alle oder doch die meisten von uns aufgewacht sind?

    Wer diesen Artikel gelesen hat, damit übereinstimmt und ihn NICHT weiterreicht an seine Feunde und Bekannte, hat nicht begriffen, dass es fünf vor zwölf ist.

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