Mission Europa Netzwerk Karl Martell

Identitätskrise: Kann die europäische Zivilisation überleben?

Posted by paulipoldie on May 5, 2008

13. – 14. März 2008

Europäische Universität von Rom, Italien.

 

 

 

 

Die European Freedom Alliance (Europäische Freiheitsallianz) wurde während der Konferenz “Identitätskrise: Kann die europäische Zivilisation überleben?”, die in Rom abgehalten worden ist, gegründet. Das Hauptquartier der Allianz befindet sich in Lausanne, Schweiz, und wird neue Programme und Aktivitäten entwickeln, um Anliegen der Freiheit in Europa voranzubringen und zu verteidigen. Sie wird ebenso ein juristisches Netzwerkprojekt und ein Schul- und Forschungsinstitut ins Leben rufen, welches akademische Untersuchungen an EU-Politik und -Handlungen durchführen wird.

 

Die European Freedom Alliance ist eine Organisation, die Individuen und Gemeinschaften in der ganzen Welt vereint, die die Sorge um die Bedrohung von Freiheit in Europa – den Mittelpunkt der westlichen Zivilisation –  teilen. Die Programme, Publikationen, Konferenzen und Websites der Allanz entwickeln Werkzeuge und Strategien, um den wachsenden Einfluß von Ideologien und Bewegungen entgegenzuwirken, die die Freiheit bedrohen und die Unverletzlichkeit des persönlichen Gewissens leugnen.

 

Avi Davis, dem senior fellow und Vorstandsmitglied der Allianz: “Seit dem 11. September sind wir Zeuge von beispiellosen Forderungen für Minderheitenrechte und Autonomie in Europa und Nordamerika. Das Ergebnis ist praktisch ein Schweigekodex für Europa, Punkte wie weibliche Genitalverstümmelung, Ehrenmorde und die Unterdrückung von Frauen innerhalb moslemischer Enklaven anzusprechen, ist praktisch nicht mehr möglich, aus Angst, moslemische Gefühle zu verletzen. Jedoch wird die Fehlen von echter Entrüstung katastrophale Konsequenzen für die Zukunft der westlichen Zivilisation und von westlichen Werten haben. Dieser nichthinterfragter moralischer Relativismus (war) einer der Hauptpunkte, die im Rahmen der Konferenz untersucht wurden”.

 

Die Konferenz bot bekannte Vortragende wie Bat Ye’or, David Littman, Melanie Phillips und Douglas Murray.

 

In seiner Einführungsrede sagte Avi Davis: “Europa ist ein Kontinent, der sich mit internen Widersprüchen quält. Überzeugt von ihrem Status als Inkarnation von echter liberaler Demokratie, sind die europäischen politischen Leitfiguren noch nicht willens, dem erfolgreichen Aufstieg einer Überlegenheitsideologie innerhalb ihrer eigenen Grenzen mutig zu begegnen oder diese sogar zu erkennen. Indem sie die organisierte Religion desavouieren, ermutigen die Europäer nichtsdestotrotz – sowohl wissentlich als auch unwissentlich – die Verbreitung eines religiösen Dogmas, das einige der Grundfreiheiten, auf der ihre eigene Zivilisation gegründet ist, herausfordert.

 

Indem jeden Wertbegriff der amerikanischen Kultur gemieden wird, bleibt der Kontinent der unerschütterlichste Handelspartner im kulturellen Austausch mit den Vereinigten Staaten; er verschlingt amerikanische Filme, Fernsehen und Musik mit einer Unersättlichkeit, die kaum Zeichen von Abflauen zeigt. Indem er Wohlfahrt, Gesundheitsvorsorge und Arbeitsplatzbesitz als universales Recht einzementiert hat, muß er doch er begreifen, daß die institutionelle Lähmung, die durch diese Programme verhängt worden ist, es für Europa fast unmöglich macht, mit der aufsteigenden Wirtschaft von China und Indien in den nächsten fünfzig Jahren zu konkurrieren.

 

Er fuhr fort: “Man fragt sich dann, ob Europas post-moderne Intellektuelle jetzt die Aufklärung als wenig mehr als ein Satz von kulturellen Vorurteilen sieht, der nicht besser oder schlechter als anderes ist und keine besondere moralische Vorzug erweckt. Kann es sein, daß dreitausend Jahre moralischer und intellektueller Entwicklung sich in einer Mischung von Zweifel, intellektueller Trägheit und Selbstabscheu selbst erschöpft?

 

Der Zusammenbruch einer Zivilisation beginnt, wenn seine Bewohner den Glauben an ihre eigene Zukunft verlieren. Ist das mit Europa bereits geschehen? Wenn ja, warum ist es geschehen und wo bleibt da seine Schwesterzivilisation in den Vereinigten Staaten? Europas Lampen sind noch nicht ausgelöscht, aber sie riskieren die Dunkelheit. Um sie am Leuchten zu halten, benötigen wir den Mut und die Entschlossenheit, unbequeme Fragen über uns und die Gesellschaft, in der wir leben, zu stellen. So eine Verpflichtung beginnt in der abendländischen, aufklärerischen Tradition mit Dialog und Diskussion”.

 

Erster Morgenausschuss: Europäische Konflikte und die Bedrohung der westlichen Zivilisation.

 

Marcello Pera, ein italienischer Politiker, Philosoph und früherer Präsident des italienischen Senats, ist ein führender Gegner des Postmodernismus und des kulturellen Relativismus geworden und bei diesem Thema ist er einer Meinung mit religiösen Denkern, obwohl er selbst ein Atheist ist. Er sieht europäische Konflikte als eine Bedrohung der westlichen Zivilisation. Es gibt zwei Risiken und Bedrohungen in Europa heute:

 

1)     Extern: islamischere Fundamentalismus und Terrorismus

2)  Intern: Einwanderung und Fehlen an Integration

 

All dies führt zu einer Schwächung unserer Tradition. Wir können nicht kämpfen, ohne unsere Identität zu verlautbaren. Prinzipien und Werte sind die Basis unserer Tradition. Das politische und intellektuelle Europa versteht das Risiko nicht richtig. Als Folge antwortet Europa wie folgt

 

a)     mit Passivität und Appeasement

b)    mit Multikulturalismus

c)     durch Verschleiern, Opposition und Leugnen von Traditionen,

d) durch Schuldkomplexe, daß Europa für jede Aggression verantwortlich ist und wir es verdienen, daß wir gegenwärtig untergehen.

 

Der Liberalismus, gemäß Pera, bedeutet, daß Individuen mit grundsätzlichen Freiheitsrechten, selbstverständlicher Wahrheit und persönlichen Rechten ausgestattet sind. Aufgrund der Demokratie stimmen wir über Dinge ab, die nicht verhandelbar sind und ziehen diese Dinge in Zweifel. Die Demokratie, die Gleichwertigkeit aller Menschen, ist ebenso geschwächt, da sie durch die Regierung und aggressive Minderheiten (wie Feministinnen, Homosexuelle, Lesben usw.) bei nichtverhandelbaren Werten in Zweifel gezogen werden.

 

Interessensgruppen sind stärker geworden. Das Ergebnis sind dann die Gerichte, die Entscheidung treffen, dann entscheidet das Parlament und erst dann kommt der Bräuche, wo es umgekehrt sein soll. Heutzutage sind alle Werte gleich und verhandelbar. Nichts ist mehr heilig. Wir können alles entscheiden.

 

Bezugnehmend auf die Unabhängigkeitserklärung, die Erklärung der Menschenrechte, die UNO Charta über Menschenrechte, die garantieren, daß “Die Republik die fundamentalen Menschenrechte anerkennt”, fügt Pera hinzu, daß heute diese fundamentalen Rechte auf dem Spiel stehen.

 

Als er über Tradition sprach, verteidigte er die jüdisch-christliche Tradition: Bevor sie einem Staat angehören, müssen als Menschen respektiert werden. Niemand kann die Werte der christlichen-jüdisch Zivilisation leugnen [Hintergrundinformation: christlich-jüdisch beschreibt die Begriffe und Werte, die im Judentum üblich und vom Christentum übernommen worden sind und üblicherweise von einigen (manchmal zusammen mit der klassischen griechisch-römischen Zivilisation) als fundamentale Basis für westliche Gesetzescodices und moralische Werte angesehen werden.

 

Es impliziert eine gemeinsame Reihe von Werten, die in der modernen westlichen Welt vorhanden sind. Der Begriff wird von einigen wegen Hinweisen auf mehr Gemeinsamkeit als gegenwärtig existent kritisiert. Adaptiert von Wikipedia]

 

Bat Ye’or antwortete, daß Europa die Welt des Dschihad betreten hat. Wir haben jedoch das richtige Werkzeug, um dies zu bekämpfen:

 

a)     wir müssen die Schuld zurückweisen

b)     wir müssen unsere Identität wiederentdecken

c) wir müssen begreifen, daß es Verbrechen gegeben hat, aber wir sind nicht die einzigen, die Verbrechen begangen haben.

 

Bat Ye’or sieht das Problem nicht nur im Mangel an Glauben, sondern auch in der Pflicht, der Jugend zu helfen. Es braucht Generationen, um dieses Problem zu bekämpfen, aber das ist ihnen noch nicht klar. Wir müssen begreifen, daß dies ihre Zukunft ist und es ist unsere Pflicht, ihnen Waffen zu geben, um dieses Problem zu bekämpfen.

 

Als Antwort auf Marcello Pera beschreibt Baroness Caroline Cox drei Hauptkonflikte in Großbritannien heute (obwohl dies für den Rest von Europa anwendbar ist):

 

1)     Ideologischer Konflikt

a)     Es gibt keine nationale Identität

b)    Moslems haben keine Notwendigkeit, sich zu assimilieren

c)     Wenn wir haben keine Vision, gehen wir unter

d)    Junge Konvertiten suchen eine verständliche Ideologie = Islam

f)      Es gibt ein spirituelles und moralisches Vakuum

 

2)     Politischer Konflikt:

a)     Die Schariagesetzgebung ist schon vorhanden, in ihrer eigenen Form

b)    Schariagerichte sind präsent, um für Eheschließung zu sorgen

c) Steigerung von Gewalt im Zusammenhang mit Ehre; die Polizei ist gefügig, Mädchen, die weggelaufen sind, an ihre Eltern zurückzusenden, manchmal bis zu zehn Mal.

 

3)     Wirtschaftlicher Konflikt

a)     Staatliche Finanzierung von militärischen Konflikten

b) Schariah-konforme Finanzierungen

 

Zweiter Morgenausschuss: Geostrategien der moslemischen Welt.

 

Bat Ye’or beschreibt, was sie sanften Dschihad nennt.

Dieser besteht aus Propaganda, Korruption und den Missbrauch von Petrodollars. Der sanfte Dschihad operiert durch den Informationsmangel von den Medien und verursacht Schuldgefühle. Während er sich in den letzten dreißig Jahren entwickelt hat, steht er im Bezug zu starker Einwanderung mit der Drohung von Terroranschlägen, wenn es Widerstand gibt. Die OIC (Organisation der islamischen Konferenz) anerkennt keine Länder und daher nicht Europas Recht auf seine eigenen Gesetzen. Unsere Regierungen folgen allen Forderungen von OIC.

 

Baroness Caroline Cox fügte in ihrer Antwort hinzu, daß europäische Politiker nicht strategisch denken.

 

Moslems haben ein ideologisches Programm. Sie unterminieren das Vertrauen an unser Erbe. Sogar die BBC ist jetzt pro-Islam und antichristlich.

 

Sie haben auch eine wirtschaftliche Agenda. Es gibt Investitionen im großen Ausmaß in Entwicklungsländern, was bedeutet, daß der Islam wirtschaftlich denkt: Arbeitsplätze werden geschaffen, Minikredite werden zur Verfügung gestellt, wenn man konvertiert. Es gibt Investitionen bei Schulen und der Gesundheitsfürsorge, wenn man konvertiert. Waisenhäuser werden im Sudan finanziert, wenn christliche Kinder konvertieren.

 

Auch die politische Agenda geschieht durch Konversion. Politiker konvertieren und ziehen so die Stimmen der Moslems an sich.

 

Die militärische Agenda findet im Sudan mit der militärischen Übernahme statt; in Nigeria brennen die Kirchen und in Ambon, Indonesien (religiös motivierte Gewalt gegen Christen im Jahre 1999).

 

Was können wir tun? fragt Baroness Cox.

 

1)  Wir sollten dort Brücken bauen, wo es die Mühe wert ist (zB Indonesien)

2)     Wir sollten strategisch denken

3)     Wir sollten kulturell denken: Schulen bauen, ausbilden, westliche Lehrpläne studieren

4)     Wir sollten wirtschaftlich denken: westliches Kapital für Investitionen nutzen

5)     Wir sollten politisch denken: wir müssen Politiker stärken.

Und ganz besonders: wir müssen das Bewußtsein steigern!

 

Erster Nachmittagsausschuss: Innere Gefährdung des europäischen Überlebens: Multikulturalismus und die Auswirkung von kulturellem und moralischem Relativismus auf die europäische Identität.

 

Multikulturalismus: eine mächtige Kraft, das Gegenteil von Liberalismus, bedeutet, Scheuklappen anzulegen. Der Multikulturalist sieht sich als Feind von Rassismus. Multikulturalismus ist das Leitdogma von Lehrern in der Schuld und Journalisten und er verbietet ehrliches Denken, weil er predigt, daß wir kein Recht haben, irgendjemanden oder irgendetwas zu beurteilen.

 

Douglas Murray ist ein britischer, neo-konservativer freischaffender Journalist und politischer Schriftsteller aus Lewis, Schottland. Er ist gegenwärtig der Direktor des Centre for Social Cohesion, ein rechter think-tank, der sich ausschließlich mit dem islamischen Extremismus in Großbritannien beschäftigt. Er spricht über den Multikulturalismus als eine anti-westliche Ideologie. Der Multikulturalismus ist den europäischen Menschen entgegengesetzt. Die Abendländer werden in Schuld hineingeboren, aber alle anderen sind schuldfrei. Er glaubt, daß der Schlüssel dazu Redefreiheit ist.

 

Melanie Phillips, eine britische Journalistin, schreibt für die Daily Mail und den London Jewish Chronicle und veröffentlichte “Londonistan”, eine Analyse des britischen Versagens, sich mit dem radikalen Islam zu konfrontieren.

 

Großbritannien ist das Schlachtfeld der Religionen. Islamisten sind an Stärke und Schwäche interessiert, und wir zeigen Schwäche. Großbritannien war das erste Land in der Aufklärung und wird das erste Land sein, das sie verläßt.

 

Nach ihrer Meinung sind im Multikulturalismus alle Werte relativ. Das ist der Grund der Verachtung der Islamisten. Multikulturalismus ist eine der wichtigsten Waffen der Islamisten. Er ist illiberal und intolerant. Die Mehrheit der Menschen wird als intolerant angesehen.

 

Die Auswirklungen sind:

1)     Kinder stranden in einer Wüste ohne Landkarte. Es gibt keine Kultur des nationalen Selbstrespekts. Kinder von Einwanderern stranden zwischen zwei Welten: dem britischen Lebensstil und bildungsfernen Eltern und Familien.

2)     Der Multikulturalismus verbietet jede Diskussion über Zwangsheirat und das Heiraten von Cousin und Cousine.

3)     Propaganda: die Selbstverteidigung der Mehrheit ist Rassismus. Opfer und Verursacher haben umgekehrte Rollenbilder.

 

Unser Standpunkt sollte wie folgt sein: Minderheiten sind willkommen, aber diese Minderheiten müssen unsere Gesetze verstehen. Die Mehrheit macht die Gesetze!

 

Melanie Phillips fügt hinzu, daß die mainstream Medien Israel dämonisieren und delegitimisieren. Sie besprach ebenso die Darstellung von Israel in den britischen Medien.

 

Flemming Rose, Herausgeber der dänischen Tageszeitung Jyllands Posten, sagte in seiner Rede, daß Toleranz ursprünglich als das Recht auf Redefreiheit gesehen worden ist. Heute wird es dazu benutzt, Redefreiheit zu unterdrücken, indem man sagt: “Wir sind intolerant, wenn wir Karikaturen publizieren”. Toleranz ist nicht notwendig für den, der übergibt, sondern für den, der empfängt.

Von: ESW

 

Originalsprache: Englisch

Übersetzung: michaelcollins

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