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FJORDMAN über den “moderaten Islam”

Posted by paulipoldie on June 1, 2009

http://atlasshrugs2000.typepad.com/a…exclusi-2.html
Donnerstag, 21. August, 2008
FJORDMAN über den “moderaten Islam”

ATLAS EXCLUSIV:

Regelmäßige Leser des ‘Atlas’ sind schon sehr vertraut mit diesem Thema. Ich habe das Gerede über den “moderaten Islam” lange als eine Theorie verspottet, die ohne jede Grundlage in der Realität oder der Geschichte ist. Es ist Wunschdenken, gefährlich und selbstmörderisch. Ja, natürlich gibt es auch moderate Muslime – ehemalige, säkulare Muslime, aber fromme Muslime sind Jihadkämpfer. Und während ich auf ein “2. vatikanisches Konzil” im Islam warte, schreibt Fjordman bereits seinen neuesten Essay für ‘Atlas’.

Fjordman, 21. August 2008

Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen moderaten Islam gibt und mir wurde dies ganz klar, seit ich angefangen habe zu schreiben. Ich bin in diesem Punkt nicht einverstanden mit Beobachtern wie Dr. Daniel Pipes. Ich möchte Herrn Pipes sagen, dass ich einen großen Teil seiner Arbeit schätze. Ich habe ihn viele Male verlinkt und beabsichtige dies auch in Zukunft zu tun. Allerdings beunruhigt mich immer mehr, wie viele Menschen immer wieder das Mantra der Annäherung an den “moderaten Islam” wiederholen, während ich noch kein Beweisstück dafür sehe, dass ein moderater Islam tatsächlich existiert.

Auf die Frage, wo denn ein moderater Islam zu finden sei, hat sich Daniel Pipes wiederholt auf den späteren sudanesischen Gelehrten Mahmud Muhammud Taha bezogen, dessen Ideen in Englisch in dem Buch ‘The Second Message of Islam ‘ (Die zweite Botschaft des Islam) nachzulesen sind. Tahas Schüler und Übersetzer Abdullahi Ahmed An-Na’im, Autor des Buches ‘Toward an Islamic Reformation’ (Gegen eine islamische Reformation), sagt folgendes über die Ideen seines Lehrers:

“Die Botschaft aus Medina ist nicht die grundlegende, universelle, ewige Botschaft des Islam. Diese grundlegende Botschaft kommt aus Mekka. Also, die Reformation des Islam muss sich auf eine Rückkehr zur Mekka Botschaft beziehen. Im Hinblick auf die Vereinbarkeit der Botschaften von Mekka und Medina in einem einzigen System haben muslimische Juristen gesagt, dass einige der Medina Verse die entsprechenden früheren Verse aus Mekka aufgehoben haben. Obwohl es diese Aufhebung gab, und es war die logische und gültige Rechtsprechung zu dieser Zeit, war es ein Aufschub, nicht eine dauerhafte Aufhebung. “

Aus diesem Grunde ist An-Na’im der Auffassung, dass “die Mekka Verse nun die Grundlage des Gesetzes sein sollten und die Medina Verse aufgehoben werden sollten. Dieser Gegenvorschlag zur Aufhebung wird zu einer Vereinigung führen zwischen islamischem Recht und der modernen Entwicklung von Menschenrechten und bürgerlichen Freiheiten. In diesem Sinne sind wir Reformer eine Art Superfundamentalisten. ”

Ich habe die Bücher von Taha und An-Na’im gründlich gelesen. Ich finde, dass ihr Geschriebenes beim ersten Mal besser klingt wenn man es liest, als beim zweiten Mal. Zum Beispiel deutet Taha darauf hin, dass der Grund warum Muhammad und die frühen Muslime so viele Menschen ermorden „mussten“ der war, weil diese Personen den Islam nicht friedlich annehmen wollten. Nicht nur, dass Taha nicht andeutet, dass er glaubt, dass dies falsch war, er beschreibt den bewaffneten Jihad als “chirurgisches Instrument”, das benutzt werden könne zur Umsetzung des wahren Islam. Er weist darauf hin, dass dies heute hoffentlich nicht nötig sei, weil die Menschen “ausgereift” genug seien um zuwissen, dass der Islam für sie gut sei und dass sie sich ohne Zwang unterwerfen werden.

Was passiert mit denen, die den Islam nicht mögen und die nicht die Absicht haben sich zu unterwerfen? Taha sagt dazu nichts, aber aus seinen Schriften kann man entnehmen, dass er zu glauben scheint, dass Gewalt gegen solche Leute gerechtfertigt sei. Es ist schwer einzusehen, in welcher Weise dies eine “reformatorische” Art des Denkens sein soll. Nach der orthodoxen islamischen Theologie dürfen Muslime keine physischen Angriffe auf Nicht-Muslime ausführen, es sei denn, diejenigen die zunächst aufgefordert wurden sich dem Islam zuzuwenden, haben dies doch nicht getan, in diesem Fall sei es ein faires Spiel. Mit anderen Worten, die Muslime sollten versuchen die Menschen zunächst friedlich zu bekehren und sollen erst dann damit anfangen sie zu töten, wenn sie sich weigern. Taha befürwortet daher ein traditionelles Konzept des Jihad, qualitativ nicht anders als dasjenige, was Dschihad-Terroristen wie Osama bin Laden versprechen.

Obwohl Taha einem Apologeten dschihadistischer Gewalt ähnelt, so wurde er doch von traditionellen Muslime als so unorthodox angesehen, dass er als Abtrünniger hingerichtet wurde. Nebenbei, seine Ideen basieren auf fragwürdigen “Wahrheiten” über den Koran. Schauen Sie einmal, was der deutsche Professor Christoph Luxenberg in seiner Pionierarbeit behauptet:

“Von seiner Herkunft her ist der Koran ein syro-aramäisches liturgisches Buch, mit Hymnen und Auszügen aus Schriften, die möglicherweise in heiligen christlichen Handlungen verwendet wurden. An zweiter Stelle, kann man im Koran den Beginn einer Predigt sehen, die auf die Übermittlung des Glaubens in der Heiligen Schrift und zwar in arabischer Sprache an die Heiden von Mekka gerichtet ist. Seine sozio-politischen Bereiche, die nicht im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Koran standen, wurden später in Medina hinzugefügt. Am Anfang wurde der Koran nicht als die Gründung einer neuen Religion verstanden. Es setzte den Glauben an die Heilige Schrift voraus, und funktionierte damit nur als Einfallstor in die arabische Gesellschaft. “

Mit anderen Worten, wenn Herr Luxenberg Recht hat, dass das was wir die mekkanischen Kapitel des Korans nennen die friedlichen sind gerade weil sie nicht “islamisch” sind, dann deshalb weil sie auf der Grundlage von christlichen Texten basieren. Die “authentische” Texte die sich auf Mohammed und seine Gefährten beziehen, wer auch immer der historische Mohammed wirklich war, sind die sehr viel gewalttätigeren und aggressiveren Kapitel, die wir als medinensisch klassifizieren. Dies ist genau das Gegenteil von dem, was Taha und Ein-Na’im empfehlen. Aus der säkularen Sicht betrachtet sind ihre Ideen somit äußerst anfällig für historische Kritik, und aus islamischer Sicht ist es schwer einzusehen, wie ihre Ideen umgesetzt werden könnten.

Nachdem ich einen großen Teil der Literatur zu dem Thema gelesen habe, würde ich die “muslimischen Reformer” in drei Kategorien einteilen. Die erste und bei weitem die größte Kategorie besteht aus Lügnern, Opportunisten und Taqiyya Künstlern; Leute, die unsere Gesellschaften infiltrieren wollen und nicht den Islam reformieren wollen. Die zweite Gruppe besteht aus Personen, die es möglicherweise gut meinen, aber die Fragen, die damit zusammenhängen, einfach nicht verstehen. Irshad Manji zum Beispiel, ist kein schlechter Mensch, aber sie weiß nur nicht sehr viel über islamische Geschichte. Die dritte und kleinste Gruppe besteht aus Menschen, die kompetent sind und wirklich den Wunsch haben (den Islam) zu reformieren. Der deutsch-syrische Wissenschaftler Bassam Tibi könnte hier hinein passen. Ich finde einige seiner Arbeiten interessant, aber auch er ist inkohärent und nicht überzeugend in der Darstellung wie ein moderater Islam aussehen soll.

Wohin passt Taha in diesem Bild? Ehrlich gesagt ich vermute es ist unter der Kategorie 1. Er ist theologisch nicht überzeugend und einige der Passagen die er schreibt sind gänzlich verstörend, wenn man sie aufmerksam liest und analysiert, was er eigentlich sagen will. Die folgenden Zitate mit Referenzen-Seiten, sind aus dem Buch ‘The Second Message of Islam’ (Die zweite Botschaft des Islam) von Mahmud Muhammud Taha.

Seite 74:
“Der Grundsatz der Gegenseitigkeit (al-mu’awadah) im Fall des Ehebruchs ist eine festgesetzte Strafe (hadd) und zwar entweder die Steinigung zum Tode oder das Auspeitschen. Da der Wüstling einfach Freude ohne Rücksicht auf die Scharia suchte, muss er nun Schmerzen erleiden, um wieder zu Verstand zu kommen. Ein Individuum tendiert eher zu Freude als zu Schmerzen. Indem man das Bewusstsein auf die Schmerzen lenkt, wenn man der verbotenen Freude zu erliegen droht, stellt man das Gleichgewicht wieder her und vermeidet Rücksichtslosigkeit und Torheit. Die festgesetzte Strafe für das Trinken von Alkohol basiert auf dem gleichen Prinzip. Ein Mensch, der Alkohol trinkt will seinen Geist betäuben und damit versuchen der Realität zu entfliehen. Der Schmerz der Peitsche soll ihn zurück in das Angesicht der bitteren Realität führen, so dass er seinen klaren Kopf zur Verbesserung seiner Realität benutzt. “

Seite 75:
“Der Islam in seinem Wesen ist nicht eine Religion dem üblichen Sinne des Wortes nach, sondern eine Wissenschaft, seine Dogmen sind aber nur übergangsweise in einem wissenschaftlichen Stadium.”

Seite 130:
“Wir haben gesagt, dass der Koran zwischen al-Iman und al-Islam unterschieden wurde und wir haben auch gezeigt, dass er in zwei Teile den mekkanischen und den medinensischen unterschieden wird. Der mekkanische Koran wurde als erster offenbart. Mit anderen Worten: Die Menschen wurden aufgefordert, den Islam [in seinem ultimative Sinne] zuerst anzunehmen und wenn sie dies nicht zu tun, wurde praktisch vorgeführt, dass sie unter dem Standard lagen, sie wurden adressiert entsprechend ihren Fähigkeiten. ”

Mein Kommentar: Was Taha in diesem Zitat meint, er macht es deutlich in anderen Passagen, ist, dass die Muslime in der frühen Mekka Phase die Menschen einluden den Islam anzunehmen. Als einige von ihnen sich weigerten dies zu tun, hatten die Muslime das Recht die Menschen zu töten und sie zu zwingen den Islam zu akzeptieren. Taha weist darauf hin, dass dieser Grundsatz auch heute gelten sollte. Er stellt auch völlig klar, dass seine Definition des Begriffs “Freiheit“ identisch ist mit der Scharia, und dass diejenigen, die durch Missbrauch ihrer Freiheit nicht nach der Scharia leben den bewaffneten Jihad kennenlernen sollten, bis sie es dann tun. Es ist in ihrem eigenen Interesse.

Seite 134:
“Auf diese Weise, wurden alle Verse der Überzeugung, wenn sie auf dem Primär- oder Originalprinzip beruhten, aufgehoben, oder durch die Verse des Zwangs (Jihad) ersetzt. Diese Ausnahme wurde aufgrund der zeitlichen Umstände und der Unzulänglichkeiten der menschlichen Fähigkeiten erforderlich, um so gründlich die Pflicht der Freiheit in dieser Zeit auszulöschen. “

“Einige muslimische Gelehrte glauben, dass islamische Kriege rein defensive Kriege waren – ein Irrtum, hervorgerufen durch ihre Bereitschaft die Behauptungen der Orientalisten zu widerlegen, dass der Islam sich durch das Schwert verbreitet hätte. In der Tat, das Schwert wurde zur Eindämmung des Missbrauchs der Freiheit gebraucht. Der Islam leistete dreizehn Jahre lang Überzeugungsarbeit um die eindeutige Botschaft gültig für den Einzelnen und die Gemeinschaft zu verkünden. Als die Empfänger die Pflichten ihrer Freiheit nicht richtig ausführten, verloren sie diese Freiheit, und der Prophet wurde zu ihrem Vormund ernannt, bis sie alt wurden. Allerdings, sobald sie die neue Religion annahmen und die Heiligkeit des Lebens und des Eigentums befolgten, sowie die sozialen Forderungen von Kind und Kegel wie es ihnen gelehrt wurde, wurde das Schwert abgeschafft, und der Missbrauch der Freiheit wurde nach den Gesetzen bestraft. Daher kommt die Entwicklung des islamischen Scharia-Rechts, und die Schaffung einer neuen Art von Regierung. Indem die Verwendung des Schwertes gerechtfertigt wurde, können wir es so beschreiben, wie ein Chirurg ein Skalpell benutzt und nicht wie ein Fleischermesser. Mit ausreichender Weisheit, Barmherzigkeit und Wissen benutzt, erhebt es den Einzelnen und reinigt die Gesellschaft. “

Seite 135:
“Den Tod durch das Schwert zu erleiden in diesem Leben ist wahrhaftig ein Aspekt des Leidens in der Hölle im nächsten Leben, denn beides sind Strafen für Unglauben. Wer zu seinem eigenen Unglauben beiträgt indem er zu Unglauben anstiftet , oder den Weg Gottes meidet, muss unterdrückt werden, bevor er zu den Waffen greift im Namen des Unglaubens. “

Seite 136:
“Das ursprüngliche Prinzip des Islams ist die Freiheit. Aber die islamische Religion wurde einer Gesellschaft offenbart, in der die Sklaverei ein integraler Bestandteil der sozio-ökonomischen Ordnung war. Es war auch eine Gesellschaft, die in der Praxis nicht dazu in der Lage war, die Freiheit richtig auszuüben, und somit benötigten ihre Mitglieder Orientierung, damit die konsequente Umsetzung des Jihad gewährleistet war. Im islamischen Jihad, mussten die Muslime den Ungläubigen zuerst einmal die neue Religion anbieten. Wenn sie sich weigerten diese zu akzeptieren, hatten sie die zweite Möglichkeit der Zahlung einer jizyah und dem Leben unter einer muslimischen Regierung, während sie ihre eigene Religion weiter praktizieren und persönliche Sicherheit genießen konnten. Wenn sie auch die Möglichkeit der Zahlung einer jizyah verweigerten, wurden sie von den Muslimen bekämpft und wenn sie besiegt wurden, wurden einige von ihnen als Sklaven genommen und zu denjenigen hinzugefügt, die bereits in Sklaverei lebten. “

“Wenn ein Einzelner dazu eingeladen wird ein Sklave Gottes zu werden, sich aber weigert, so ist diese Weigerung symptomatisch für seine Ignoranz und erfordert einen Zeitraum der Ausbildung. Der Einzelne bereitet sich darauf vor, sich freiwillig der Knechtschaft Gottes zu unterwerfen, indem er der Sklaven einer anderen Person wird, damit er Gehorsam und Demut lernt, die das Wesen eines Sklaven sind. Die Gegenseitigkeits Regeln (al-mu’awadah), die hier gelten besagen, dass wenn eine freie Person sich weigert Sklave Gottes zu werden, so kann er unterworfen werden und zum Sklaven eines Sklaven von Gott gemacht werden, in fairer und gerechter Vergeltung: “Und wer eines Stäubchens Gewicht des Bösen ist, der wird es auch.” (99:8)”

Mein Kommentar: Die oben genannten Passage ist eines der verstörendsten Zitate aus dem gesamten Buch. Taha kam aus dem Sudan, einem Land, in dem die Übereignung von Sklaven auch heute noch praktiziert wird. Wenn Taha gesagt hätte, dass es irgendwann einmal in den meisten menschlichen Gesellschaften Sklaverei gegeben hätte, könnte ich das vielleicht akzeptieren. Aber er geht darüber hinaus. Er geht einen Schritt weiter indem er sagt, dass Sklaverei in der Tat moralisch gut sein kann, weil es sich um ein “Praktikum” handele um ein Sklave von Allah zu werden, so wie es alle Menschen sein sollten. Stellen wir uns für einen Moment vor, dass Herr Taha ein weißer Christian sei und kein schwarzer Muslim. Was wäre, wenn, sagen wir Robert Spencer in seinem nächsten Buch feststellen würde, dass Sklaverei in den Vereinigten Staaten gut wäre, weil es den Sklaven Gehorsam und Demut vermitteln würde. Glaubt irgendjemand, er würde dann wurde gefeiert als ein großartiges Beispiel für ein moderates und tolerantes Christentum? Irgendwie habe ich Zweifel daran. Aber es gibt offenbar nichts “extremistisches” wenn man die Sklaverei unterstützt, wenn man ein Muslim ist. Extremisten sind böse Islamophobe so wie Geert Wilders.

Seite 149:
“Da er so überlegen ist, gibt es bis zum heutigen Tag noch keine andere Nation die den Islam erreichen könnte. Die muslimische Nation ist noch nicht entstanden. Es wird erwartet, dass sie kommt, jedoch in der Zukunft der Menschheit.”

Mein Kommentar: Abgesehen von der Scharia mag Taha den Kommunismus, aber er glaubt, dass der Weg zum vollkommenen Kommunismus nur mit Hilfe Scharia zu erreichen ist. Scharia ist der Schlüssel zur globalen Gleichheit, ewiger Frieden und warmer Apfelkuchen. Es sei denn, dass warmer Apfelkuchen dann verboten ist, ich weiß nicht, ob er halal ist oder nicht. Er könnte Teil einer zionistischen Verschwörung sein:

Seite 155-156:
“Der Schlüssel hier ist, dass es niemand gestattet sein sollte, irgendetwas zu besitzen, das es erlaubt die Arbeit eines Bürgers auszubeuten, um das Einkommen eines anderen zu vermehren. Privates Eigentum, auch innerhalb dieser engen Grenzen, sollte kein Eigentum im Sinne von Besitz sein, sondern eher ein Eigentum der Vorteile aus dem Besitz und alle Güter bleiben nach wie vor im Besitz Gottes und der Gemeinschaft als Ganzes. Wenn die Produktion von Ressourcen ansteigt wird die Gleichheit durch die Verteilung perfektioniert und damit werden die Unterschiede verringert und zwar so, dass beides, das minimale und das maximale Einkommen ansteigt. Aber die Kluft zwischen minimalen und maximalen Einkommen wurde nur allmählich verringert, um absolute Gleichheit herzustellen. Wenn diese absolute Gleichheit durch die Gnade Gottes erreicht wird, und zwar als das Ergebnis ergiebiger Produktion, dann werden wir den Kommunismus erreichen oder eine gemeinsame Nutzung der Schätze der Erde von allen Menschen. Kommunismus unterscheidet sich vom Sozialismus graduell und zwar in dem Sinne, dass der Sozialismus eine Etappe in der Entwicklung in Richtung zum Kommunismus ist. Der Prophet hat den ultimativen Kommunismus erfahren “

Seite 156-157:
“… Wie der Prophet sagte:” Gerechtigkeit wird die Erde erfüllen in der gleichen Weise wie sie zuvor voller Ungerechtigkeit war. ‘ Das ist es von dem Marx geträumt hatte, aber er konnte den Weg nicht finden, um es zu erreichen. Es kann nur erreicht werden von den al-muslimin, die noch kommen werden, und dann wird die Erde ein gewisses Maß an Erfüllung genießen gemäß dem Vers: “Diejenigen, die gottesfürchtig sind, sind in den Gärten und an den Quellen. Ihnen wird gesagt: Kommt herein in Frieden und Sicherheit. Wir reinigten, was in ihrer Brust an Hass war, so dass sie nun als Brüder zusammensitzen, ohne das Gefühl der Bedrängnis oder daraus entfernt werden. ” (15:45-48) Dies ist der Grad des Kommunismus der erreicht werden soll durch den Islam mit der Entstehung einer Nation von Muslimen, wo die Erde leuchten wird mit dem Licht des Herrn und Gottes Gnade wird seinen Bewohnern verliehen, dann werden Frieden und Liebe siegen. ”

Wenn man alle Fakten zusammenzählt, dann stimme ich mit Daniel Pipes überein: Muhammud Mahmud Taha ist in der Tat ein interessanter Fall, aber genau aus dem gegenteiligen Grund den Herr Pipes anführt. Taha unterstützt die Idee der Sklaverei auf einer moralischen Grundlage, nicht nur als historische Tatsache.”Freiheit” ist identisch mit der Scharia und einem Leben als Sklave von Allah. Diejenigen, die den Islam nicht wollen oder islamische Regeln ablehnen, werden durch den bewaffneten Jihad bekämpft und das Schwert sollte als “chirurgisches Werkzeug” dienen, um sie aus dem Körper der Gesellschaft herauszuschneiden. Und das soll maßvoll sein … .., wie genau?

Wenn Taha die große Hoffnung für einen gemäßigten Islam ist, dann können wir feststellen, dass ein moderater Islam die Sklaverei unterstützt, Menschen zu Tode steinigt wegen Ehebruchs, diejenigen auspeitscht, die gerne ein Glas Wein oder Bier trinken und diejenigen massakriert, die nicht mit den oben genannten Maßnahmen übereinstimmen. Taha hat offen viele der schrecklichsten Aspekte der Scharia unterstützt, aber war dennoch immer so umstritten, dass er als Abtrünniger hingerichtet wurde.

Die Geschichte von Mahmud Taha Muhammud ist der ultimative, endgültige und letzte Beweis dafür, dass es keinen moderaten Islam gibt. Es war niemals so und es wird niemals so sein. Es ist ein Mythos. Wir sollten unsere in- oder ausländische Politik nicht auf das Bestehen eines gemäßigten Islam gründen, genauso wie wir uns nicht auf die Existenz von anderen Fabelwesen wie dem Yeti oder der Zahnfee verlassen sollten.

Es ist unangenehm zu dem Schluss zu kommen, dass der Islam nicht reformiert werden kann. Ich mag es auch nicht und würde viel lieber eine andere Antwort bevorzugen. Aber ich sehe keine praktischen Hinweise darauf, dass ein toleranter Islam im Entstehen ist und ich habe Schwierigkeiten vorauszusehen, wie eine solche Einrichtung aussehen könnte. Es gibt mehrere Möglichkeiten wie der Islam reformiert werden könnte, aber es wird wahrscheinlich keine von ihnen erfolgreich sein.

Ich habe schon früher Irshad Manjis Arbeit überprüft und kritisiert. Obwohl sie dies nie ausdrücklich sagt in ihrem Buch, habe ich den Eindruck, dass Manji weitgehend mit dem Mantra übereinstimmt, dass “der Islam das ist, was die Muslime aus ihm machen.” Ich teile diese Ansicht nicht. Warum sollen diejenigen, die buddhistische Lehrer in Thailand enthaupten, Kirchen in Nigeria niederbrennen, Hindus in Pakistan verfolgen oder Bombenanschläge in der Londoner U-Bahn verüben, immer die islamischen Texte”missverstehen” ? Warum fühlen sie nicht diesen Drang Menschen zu töten nachdem sie, sagen wir, Winnie the Pooh gelesen haben?

Wenn ein Text unendlich verbiegbar wäre, könnten wir den Koran durch ein anderes Buch ersetzen und zu den gleichen Ergebnissen kommen. Das ist offensichtlich nicht der Fall. Wenn Sie einen Text lesen, der immer wieder das Töten fordert, Tod und Chaos, werden immer mehr Menschen diesen Text in aggressiver Art und Weise “interpretieren” . In der Praxis ist der Islam die aggressivste und gewalttätigste Religion auf der Erde, weil seine Texte aggressiver sind als die von allen anderen großen Religionen, und weil das Beispiel von Mohammed weitaus gewalttätiger ist als das aller anderer religiöser Gründer. Wenn Sie wieder auf den ursprünglichen Islam zurückkommen, der Manji zu suchen beanspruchte, dann erhalten Sie den Jihad, denn das ist es, worüber der ursprüngliche Islam ist.

Die Dutzende von expliziten Jihad Versen im Koran werden nicht alle auf geheimnisvolle Art und Weise verschwinden. Solange es sie gibt, muss sie jemand ernst nehmen. Und da ein jeder “reformierte” Islam letztlich in den islamischen Texten verwurzelt sein muss, bedeutet das wahrscheinlich, dass der Islam nicht reformiert werden kann.

Der Prozess des Wandels ist auf jeden Fall nicht unsere Aufgabe. Die Muslime sollten dies selbst tun. Sie sind Erwachsene und sollten sich um ihre eigenen Probleme kümmern so wie alle anderen dies tun. Aus diesem Grund habe ich eine Abneigung gegen Manjis Vorschlag, wonach Ungläubige mehr Geld spenden sollten für Muslime.

Muslime werden nicht mehr Dankbarkeit empfinden, wenn wir ihre Krankenhäuser oder Schulen finanziell unterstützen. Für sie ist alles Gute das passiert der Wille von Allah. Ungläubige sind sowieso zur Zahlung der Jizya an die Muslime verpflichtet, also werden viele von ihnen die Zahlungen von uns als Zeichen der Unterwerfung ansehen. Sie werden noch arroganter und aggressiver durch solche Handlungen werden, wo sie stattdessen eigentlich dankbar sein sollten.

Solange die Ungläubigen sie immer wieder aushalten, haben die Muslime keinerlei Anreize sich zu ändern. Sie werden den Isam nur reformieren oder aufgeben, wenn sie gezwungen sind, sich mit der Rückständigkeit der islamischen Lehren auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund brauchen wir eine Strategie der Eindämmung der islamischen Welt. Es ist das Minimum mit dem wir leben können. Wenn Muslime Geld brauchen, sollen sie bitte ihre saudischen Brüder darum bitten. Wenn die Saudis die Finanzierung von Krankenhäusern in Gaza oder Pakistan übernehmen müssen, heißt das, sie haben weniger davon zur Verfügung um den Terrorismus zu finanzieren, und das ist gut. Ich stimme mit Hugh Fitzgerald in diesem Fall überein.

Es ist möglich, dass einige Schulen oder Zweige innerhalb des Islams toleranter sind als andere. Ja, es gibt theologische Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten. Diese können groß genug für die Muslime untereinander sein, aber für Nicht-Muslime sind sie in der Regel nicht wichtig. Der schiitische Islam ist nicht friedlicher als der sunnitische Islam, er ist auch nicht toleranter, mit der möglichen Ausnahme des ismailischen Zweigs, aber diese sind weit weniger zahlreich als die Anhänger des Twelver Shiismus. Da die Schiiten eine kleine Minderheit in der Welt der Muslime sind und die Ismaeliten eine Minderheit einer Minderheit, sind sie sehr marginal in der großen Religionsfamilie.

Meine Auffassung ist, dass wenn man mit den Texten beginnt, die von orthodoxen Muslime benutzt werden – der Koran, die Hadith und die Sira – ist es mehr oder weniger unmöglich, auf eine friedliche und tolerante Version des Islam zu stoßen. Im Prinzip ist es möglich die Dinge zu verändern, indem man entweder weitere religiöse Texte hinzufügt oder indem man einige von denen, die bereits existieren, ignoriert. Beide Optionen sind problematisch.

Da Mohammed als der endgültige Bote Allahs, das “Siegel des Propheten” sein soll, wird jede Person die später den Anspruch erhebt der Menschheit neue Offenbarungen zu bringen, von orthodoxen Muslimen als ein Betrüger und Ketzer angesehen werden. Das ist das was mit der Ahmadiyya-Bewegung passiert ist, die von den meisten anderen Muslime als Ungläubige betrachtet werden, darunter auch viele im “moderaten” Indonesien.

Ein weiteres Beispiel ist der Bahá’í-Glauben, der in der Tat friedlicher ist als der Mainstream-Islam, aber ihre Sicht der Geschichte, in der Buddha als ein Bote an der Seite von Mohammed gesehen wird, unterscheidet sich so radikal von dem traditionellen Islam, dass er in der Regel als eine separate Religion angesehen wird . Die Baha’is werden rücksichtslos verfolgt in der islamischen Welt, insbesondere im Iran, wo die Bewegung ihren Ursprung hat. Sie werden als abtrünnige Muslime betrachtet, da sie das Konzept der Endgültigkeit von Mohammeds Prophetentum in Frage stellen. Ironischerweise befindet sich ihre oberste Institution in Haifa, mitten im bösen, rassistischen Apartheid-Staat Israel. So werden sie verfolgt von “toleranten” Muslimen, und werden von den “intoleranten” Israelis mit Anstand behandelt.

Es gibt auch die “nur-Koran” Muslime, die nach dem was ich herausfinden kann, gegenwärtig eine sehr kleine Gruppe von Menschen sind. Sie befürworten, dass die Muslime die Hadithen und die Sira ignorieren sollten und sich ausschließlich der Führung des Korans überlassen sollten. Um dies zu erreichen, werden sie sich zunächst wachsendem Widerstand anderer Muslime widersetzen müssen, die einige recht mächtige theologische Argumente zu ihren Gunsten haben. Der Koran selbst sagt immer wieder, dass man beiden gehorchen muss, dem Koran und dem Vorbild von Mohammed. Aber das persönliche Vorbild von Mohammed und seinen Gefährten, seine Sunna, wird vor allem in dem zusätzlichen koranischen Material, wie den Hadithen und der Sira dargestellt. Wenn man diese entfernt, entfernt man die wichtigsten Informationsquellen für die Ausführung von Gebeten, Wallfahrten usw., die in der Regel nicht detailliert im Koran aufgeführt sind.

Die “nur-Koran” Reformer und natürlich alle aufstrebenden Reformer, müssen sich der Möglichkeit bewusst sein, als Häretiker und Abtrünnige abgestempelt zu werden, ein Verbrechen, das möglicherweise durch die Todesstrafe nach traditionellen Scharia-Recht bestraft wird. Am wichtigsten ist, dass es mehr als genug Verse im Koran selbst gibt, die den Jihad und die Intoleranz als Alternative befürworten, was nach wie vor problematisch ist. Aus diesen Gründen ist es unwahrscheinlich, dass eine “nur-Koran” Version des Islam jemals einen langfristigen, tragfähigen Reformweg darstellen wird.

Eine Wissenschaftlerin aus Dänemark, Tina Magaard, hat seit Jahren den ursprünglichen Wortlaut der verschiedenen Religionen analysiert, vom Buddhismus zum Sikhismus, und kommt zu dem Schluss, dass die islamischen Texte mit Abstand die kriegerischsten unter den großen Religionen der Welt sind. Sie fördern den Terror und den Kampf in einem weitaus größeren Maße als die ursprünglichen Texte anderer Religionen. “Die Texte im Islam unterscheiden sich dem Wortlaut nach von anderen Religionen durch die Förderung von Gewalt und Aggression gegen Menschen mit anderen religiösen Überzeugungen in einem höheren Grad. Es gibt auch direkte Aufforderungen zum Terror. Das ist seit langem ein Tabu in der Forschung des Islams gewesen, aber es ist eine Tatsache, die wir betrachten müssen “, sagt Magaard. Darüber hinaus gibt es Hunderte von Aufrufen im Koran zum Kampf gegen Menschen anderer Glaubensrichtungen. “Wenn es stimmt, dass viele Muslime den Koran als die wörtliche Rede Gottes ansehen, die nicht interpretiert oder neu formuliert werden können, dann haben wir ein Problem. Es ist unbestreitbar, dass diese Texte Terror und Gewalt unterstützen. Daher muss man den Muslimen die Frage stellen, wie sie sich auf den Text beziehen, wenn sie ihn so lesen, wie er ist “, sagt sie.

Es wurde bereits angedeutet, dass einige regionale Versionen des Islam, zum Beispiel der “Islam in Südostasien” friedlicher sei als der “arabische Islam.” Zunächst, im Zeitalter der Globalisierung und des internationalen Sponsoring der konservativen Theologie von Saudi-Arabien und anderen Ländern, werden regionale Interpretationen wahrscheinlich eher verringert als das sie sich vermehren. Und zweitens, ich bin nicht davon überzeugt, dass der Islam in Südostasien toleranter ist als andere Formen der Religion.

Es ist richtig, dass die Muslime in einigen Teilen Indonesiens vielleicht weniger streng sind als die Muslime in, sagen wir Ägypten, aber das lag daran, dass Indonesien zu einem späteren Zeitpunkt islamisiert wurde und nach wie vor beinhaltete es die Rückstände der vor-islamischen Kultur. In solchen Fällen haben wir es mit “weniger Islam” oder “verwässertem Islam”zu tun, aber das ist nicht ganz das selbe wie “moderater Islam”, auch wenn einige Beobachter dies behaupten. Darüber hinaus wurden erst in den letzten zehn Jahren in diesem Land zahlreiche Kirchen niedergebrannt oder zerstört, dies deutet kaum darauf hin, dass Indonesien ein Leuchtturm der Toleranz ist.

In Thailand und den Philippinen, wo die Muslime eine Minderheit bilden, wurden nicht-Muslime in bestimmten Gebieten ermordet oder verjagt von islamischen Gruppen, die einen ständigen Jihad gegen die Behörden führen. Der Stadtstaat Singapur ist umgeben von mehreren hundert Millionen Muslimen und kann es nur schaffen Angriffe von außerhalb zu vermeiden, indem sie die Meinungsfreiheit der Bürger einschränken und öffentliche Kritik am Islam verbieten.

Malaysia hat eine bescheidene wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, denn es hat eine große und dynamische nicht-muslimische Bevölkerung und erst seit kurzem stellen die Muslime die Mehrheit. Dies entspricht bis zu einem gewissen Grad den frühen Phasen der Islamisierung im Nahen Osten. Das Goldene Zeitalter des Islam war in Wirklichkeit die Abenddämmerung der vor-islamischen Kulturen. Die wissenschaftlichen Leistungen in diesem Zeitraum wurden übertrieben dargestellt, und diejenigen welche erfolgten fanden überwiegend in den frühen Phasen der islamischen Herrschaft statt, als es noch eine große nicht-muslimische Bevölkerung gab. Als sich diese Gemeinschaften verringerten auf Grund muslimischer Schikane, geriet der Nahe Osten, wo einige der ältesten Zivilisationen der Erde heimisch waren, langsam in den Rückstand, aus dem er sich nie wieder erholte.

Der Libanon war ein ziemlich erfolgreiches und zivilisiertes Land, während er noch eine kleine christliche Mehrheit hatte, er ist aber während der letzten Jahrzehnte rapide niedergegangen auf Grund von Jihad und Scharia-Barbarei und durch höhere Geburtenraten der Muslime, so dass nicht-Muslime das Land verlassen haben. Es ist möglich, dass etwas Ähnliches in Malaysia geschieht, da die Muslime immer selbstbewusster und aggressiver werden.

Letztlich kann man versuchen den Islam zu beschränken und ihn niederzuhalten indem man grobe Gewalt anwendet. Diese Art von Muskelspiel-Säkularismus, verstärkt durch Methoden, die kein westliches Land in der heutigen Zeit unterstützen würde, wurde versucht, von Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der Republik Türkei. Die Türkei ist noch nie ein Leuchtturm der Toleranz gewesen und die nur sehr wenigen nicht-Muslime, die sich noch in dem Land befinden, werden nach wie vor bedroht. Der Kemalismus hat den Islam in Schach gehalten, hat ihn aber nie wirklich reformiert. Auch nach fast einem Jahrhundert ist der Islam in einem Prozess begriffen, der sein Comeback bedeutet. Es gibt ernsthafte Risse in der Fassade des Säkularismus und einige Beobachter befürchten eine islamische Revolution in dem Land.

Die türkisch-Beispiel ist nicht so ganz vielversprechend.Wir sollten uns daran erinnern, dass auch der Iran als ein gemäßigtes und modernes Land angesehen wurde, bis eine Revolution den Ayatollah Khomeini im Jahre 1979 an die Macht brachte. Die Lehre, die wir daraus ziehen können ist, dass der Islam ganze Generationen lang ruhen kann, aber dann wieder mit neuem Elan zuschlägt, sobald sich ihm die Gelegenheit dazu bietet.

Die Debatte über einen “reformierten” Islam ist unangemessen eingefärbt aus einer westlichen historischen Perspektive heraus, mit Verweisen auf die protestantische Reformation im sechzehnten Jahrhundert in Europa. Dies bedeutet indirekt, dass es irgendeine Form der Gleichwertigkeit zwischen Christentum und Islam gäbe. Ich glaube nicht, dass es dies gibt, obwohl ich kein Christ bin. Das Christentum mit seinem Konzept der Dreifaltigkeit ist ähnlich einem weichen Polytheismus, aus islamischer Sicht gesehen. Die religiösen Texte sind deutlich anders, ganz zu schweigen von den persönlichen Beispielen der Gründer der beiden Religionen, Jesus und Mohammed. Der Islam ist eine große Weltreligion geworden durch bewaffnete Eroberung und der Schaffung eines Weltreiches. Das Christentum wurde zu einer großen Weltreligion durch die schrittweise Übernahme eines bereits etablierten Imperiums, des römischen Reichs.

Das langsame Wachstum des Christentums in einem griechisch-römischen Kontext machte es den Christen möglich, die griechische Philosophie und römisches Recht in einer Weise zu assimilieren, wie dies niemals unter den Muslimen passiert wäre, auch in einer Mittelmeerregion, die geprägt war von den Römern. Dies hatte erhebliche Folgen für die weitere wissenschaftliche und politische Entwicklung in Europa und im Nahen Osten. Die Aufnahme der griechischen und anderer wissenschaftlicher Traditionen führte zu einer Reihe von Fortschritten in den frühen Jahrhunderten der islamischen Herrschaft, aber die griechische Naturphilosophie war nie akzeptiert worden im Kern-Curriculum der islamischen Koranschulen, wie das an den europäischen Hochschulen der Fall war.

Als die amerikanischen Gründerväter im achtzehnten Jahrhundert diskutiert haben, wie die Form ihrer jungen Republik werden sollte, wurden sie, zusätzlich zu den modernen Denkern und dem britischen parlamentarischen System, beeinflusst von den Beschreibungen des demokratischen Athens und der römischen Republik, durch Aristoteles’ politische Texte und Ciceros Schriften. Keiner dieser Texte wurden jemals ins Arabische oder Persische übersetzt. Sie wurden von den Muslimen zurückgewiesen, aber von den Christen mit größtem Interesse erhalten, übersetzt und studiert. Auch das künstlerische Erbe der Griechen wurde weitgehend von den Muslimen abgelehnt. Kurz gesagt, der Westen hat kein gemeinsames “griechisch-römisches Erbe” mit den Muslimen. Sie kümmerten sich vor allem um einen Teil dieses großen Erbes, den wissenschaftlich-philosophischen Teil, aber es gelang ihnen nicht diesen Teil zu assimilieren.

Die theologischen Unterschiede zwischen Christentum und Judentum gegenüber dem Islam sind enorm. Wie Robert Spencer in seinem ausgezeichneten Buch ‘Religion of Peace?: Why Christianity Is and Islam Isn’t ‘ erklärt, ist das zentrale Anliegen des Christentums, dass “alle die gesündigt haben, nicht in der Herrlichkeit Gottes aufgehen” (Römer 3:23). Während man zwar anerkennt, dass jeder Mensch in der Lage ist böses zu tun, sagt der Koran, dass die Muslime “die besten aller Völker” (3:110) seien, während die Ungläubigen die “abscheulichsten aller Kreaturen” (98:6) sind. I In einem solchen Weltbild ist es leicht das Böse in anderen zu sehen, aber schwer das Böse in sich selbst zu erkennen. . Der Koran sagt auch, dass die Anhänger von Mohammed “rücksichtslos gegenüber den Ungläubigen, aber barmherzig zu anderen” (48:29) sein sollen, und dass die Ungläubigen die “schlimmsten aller erschaffenen Wesen” (98:6) seien. Man kann die Goldene Regel im Zusammenhang mit einem muslimischen Mitbürger anwenden, aber nach den Gesetzen des Islam wird die gleiche Höflichkeit nicht auf die Ungläubigen ausgedehnt.

Ja, man kann gewalttätige Passagen in der jüdischen Bibel finden, wie zum Beispiel im Buch des Joshua, wo es um die Eroberung von Jericho geht, aber „ durch die ganze Geschichte hindurch haben sich Christen und Juden bemüht, dies als Problem anzusehen und nicht dies zu feiern. Während Interpretationen dieser Passagen unter Juden und Christen weit auseinanderliegen, so gab es doch einen dominierenden Konsenz zwischen den jüdischen Rabbinern und den Christen, zwischen allen Gläubigen: diese Textstellen sind keine Kommandos, denen Generationen zu folgen haben, und wenn man sie überhaupt jemals anwenden möchte, dann nur in einem spirituellen, parabelförmigen Sinn.“

Spencer sagt, „ der gemeinsame Blick von Juden und Christen durch die Jahrhunderte hindurch ist der, dass, wenn man nicht gerade Hittite, Girgashite, Amorite, Canaanite, Perizite, Hivite, oder Jebusite ist, diese biblischen Passagen ganz einfach nicht anwendbar sind. Die Schriften enthalten Gottes Befehle für die Israeliten, um Krieg gegen ganz bestimmte Menschen zu führen. Wie auch immer man dies verstehen kann und wie misstönend das auch sein mag in den Ohren moderner Empfindsamkeiten, so führt dies nicht zu irgendeiner Art von Marschordnung für Gläubige. Das ist einer der wichtigsten Gründe warum Juden und Christen auf der ganzen Welt keine Terrorgruppen gebildet haben, die die Bibel zitieren um zu rechtfertigen, dass man nicht am Kampf Beteiligte töten muss.“

Das Hauptproblem mit dem Islam ist nicht, dass dies eine dumme Religion ist, wie manche Menschen sagen, sondern dass er eine gewalttätige und aggressive Religion ist. Ich halte Scientology für ein unglaublich dummes Glaubensbekenntnis, aber ich habe noch nie gehört, dass sich viele Menschen davor fürchten, dass Tom Cruise ihnen den Kopf abschlägt während er Gedichte von L. Ron Hubbard rezitiert und dann davon ein Video ins Internet stellt.

Die Steinigung von Menschen wurde einmal von Juden praktiziert, aber sie haben sich weiter entwickelt und haben diese Praxis hinter sich gelassen, weil sie sie jetzt für grausam halten, was sie ja auch ist. Das Problem ist, dass es buchstäblich dutzende – mehr als einhundert, je nachdem wie man zählt – Verse im Koran gibt, die zum Jihad aufrufen und dazu kommen noch die Verse in den Hadithen. Jede ‘tolerante’ Form des Islam müsste all diese Verse zurückweisen, und zwar für immer, genauso wie das persönliche Beispiel des Mohammed und seiner Anhänger wie auch einen beträchtlichen Teil der Sekundärliteratur der letzten eintausend Jahre von Scharia Schülern. Das ist eine lange Wunschliste. Wir sollten auch nicht vergessen, dass der Jihad nicht das endgültige Ziel des Islams ist. Die Sharia ist es. Der Jihad ist nur ein Werkzeug um die Sharia zu installieren und die islamischen Gesetze auf die gesamte Menschheit anzuwenden.

Wie ich schon früher in meinem Essay, ‘Do we want an Islamic Reformation?’ und in dem online Büchlein: ‘Is Islam Compatible With Democracy?’ erklärte, die Frage ob Islam mit Demokratie vereinbar ist hängt zusammen mit der Definition des Begriffs ‘Demokratie’. Wenn Demokratie nur das Recht zu wählen bedeutet, ohne das Recht der freien Meinungsäußerung oder der Sicherheit der individuellen Rechte oder der Minderheiten, dann ja dann kann es zum Vehikel werden die Sharia in der Gesellschaft zu implementieren. Aber eine solche ‘reine’ Demokratie ist nicht notwendigerweise ein gutes System auch ohne den Islam, wie Kritiker von Plato bis Thomas Jefferson schon überzeugend dargelegt haben.

Ebenso hängt die Frage, ob man den Islam reformieren kann zusammen mit Ihrer Definition des Begriffs ‘Reformation’. Normalerweise sage ich, dass der Islam nicht reformiert werden kann und wenn ich sage ‘reformiert’ dann verstehe ich darunter eine Bedeutung analog zu ‘ friedfertig, nicht basierend auf der Sharia, mit Respekt gegenüber der individuellen Wahl und der Freiheit der Meinung’. Mit anderen Worten: ‘reformieren’ in etwas unscharfer Form ausgedrückt, bedeutet weniger Islam.

Jedoch haben Robert Spencer und andere damit argumentiert, dass es Ähnlichkeiten gäbe zwischen Martin Luther und der christlichen Reformation des 16. Jahrhunderts einerseits und der Reformationsbewegung von Mohammed ibn Abdul Wahhab auf der arabischen Halbinsel im 18. Jahrhundert andererseits. Die Allianz der Wahhabs mit dem regionalen Herrscher Mohammed bin Saud und seiner Familie führten später zur Gründung des Staates Saudi Arabien. Es gab noch eine andere moderne ‘Reformationsbewegung’, den sogenannten Salafismus im 19. Jahrhundert, Vordenker waren zum Beispiel Jamal al-Din al Afghani und Mohammed Abduh. Während die erstgenannte eine interne Reformbewegung war, die ausgelöst wurde von Forderungen die Gesellschaft von der ‘Korruption’ zu befreien, war die letztere ganz klar eine Antwort auf einen äußeren, westlichen Druck.

Obwohl die Ideen von Abduh von einigen in einer säkularen Richtung fortgesetzt wurden, wie zum Beispiel von der ägyptischen Schriftstellerin Taha Hussein, waren die erfolgreichsten Stränge jene, die sich später zu etwas entwickelten was man den ‘islamischen Fundamentalismus’ des 20. Jahrhunderts bezeichnete. Mohammed Abduhs Schüler, Rashid Rida inspirierte Hassan al-Banna, der wiederum der Gründer der Muslimbruderschaft war. Rida drängte die Muslime dazu, nicht die Ungläubigen zu imitieren, sondern zurückzukehren zu dem goldenen Zeitalter des frühen Islams, so wie es Abduh tat. Auch empfahl Rida das Kalifat wiedereinzuführen und applaudierte den Wahhabiten als diese Mekka und Medina eroberten und den modernen Staat Saudi Arabien gründeten. Demzufolge fusionierten die beiden Reformbewegungen teilweise im 20. Jahrhundert in Organisationen wie zum Beispiel der Muslimbruderschaft.

Die Tatsache, dass zwei ursprünglich getrennte Rufe nach Reform, die unter verschiedenen Bedingungen begannen und letztendlich irgendwie ähnliche Ergebnisse hervorbrachten, ist eine weitere Betrachtung wert. Protestantische Reformatoren, wie zum Beispiel Martin Luther oder John Calvin haben auch dazu aufgerufen zum goldenen Zeitalter des frühen Christentums zurückzukehren. Obwohl die Reformation eine turbulente zeitliche Periode war blieb sie erhalten und ebnete auf lange Sicht gesehen den Weg zu mehr Toleranz und einer religiösen Freiheit im christlichen Europa. Das war meiner Meinung nach schließlich teilweise deshalb so, weil die Christen zurückkehren konnten zu den Beispielen wie sie in den Evangelien vorgegeben waren, und zwar zu einer frühen Zeit als der Gründer der Religion und seine Schüler eine in weiten Teilen friedliche Bewegung anführten, getrennt vom Staat. Auf der anderen Seite können Muslime ein ähnliches Beispiel nur in der mekkanischen Periode finden. So lange die Schriften der gewalttätigen medinensischen Periode immer noch in Kraft sind, bedeutet eine Rückkehr zum ‘frühen goldenen Zeitalter’ eine Rückkehr zur Intoleranz und zur Gewalt des Jihad.

Einige westliche Beobachter suchen einen ‘muslimischen Martin Luther’, von dem erwartet wird, dass er den wiederauflebenden islamischen Jihad beendet. Man könnte darüber streiten, dass wir schon längst einen muslimischen Martin Luther haben: Er heißt Osama bin Laden und er ist stark inspiriert von den Lehren des Vordenkers der Muslimbruderschaft Sayyid Qutb. Wenn ‘reformieren’ bedeutet, dass man zurückkehrt zu der historischen Periode des Religionsgründers Mohammed und seinen Anhängern, dann wird dies zu einem unvermeidlichen Aufschwung jihadistischer Gewalt führen, weil es genau das ist, worum es Mohammed und seinen Anhängern ging.

Die Frage, ob der Islam reformiert werden kann oder nicht, ist eine wichtige Frage. Aber vielleicht ist die entscheidendere Frage, ob eine islamische Reformation überhaupt gewünscht wird aus einem nicht-muslimischen Blickwinkel heraus. Und die wahrscheinliche Antwort darauf lautet ‘nein’.

http://die-gruene-pest.com/showthread.php?t=7406

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