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Fjordman: Warum mögen Muslime Hitler, aber nicht Mozart?

Posted by paulipoldie on June 1, 2009

Warum mögen Muslime Hitler, aber nicht Mozart?
Von Fjordman

Originaltext veröffentlicht auf „The Brussels Journal“ (http://www.brusselsjournal.com) unter dem Titel:
Why Muslims Like Hitler, but Not Mozart
Erstellt am 2009-05-11 15:58

Ich habe einige interessante Gespräche mit meinem guten Freund Ohmyrus geführt, einem ethnischen Chinesen, der einige Aspekte der westlichen Zivilisation schätzt, die viele Westler selbst vergessen zu haben scheinen, oder sogar abgelehnt haben. Er ist kein Eimzelfall in dieser Hinsicht. Eines der besten Bücher über die europäische Kultur, das in den letzten Jahren geschrieben wurde, ist „Defending the West“, von dem ehemaligen Muslim Ibn Warraq, der auf dem indischen Subkontinent geboren wurde und nicht in der westlichen Welt. Ein wesentlicher Aspekt des modernen Multikulturalismus ist, dass jede Kultur ein Existenzrecht besitzt – mit Ausnahme der Westlichen. Der im Iran geborene ex-Muslim Ali Sina kritisiert den Multikulturalismus genau aus diesem Grund in seinem Buch „Understanding Muhammad“, das ich online rezensiert habe:

“Wenn man eine Kultur unbedingt erhalten muss, dann ist es die westliche, die griechisch-christliche Kultur. Es ist diese Kultur, die vom Aussterben bedroht ist. Dieser Kultur allein verdanken wir Aufklärung, Renaissance und Demokratie. Sie sind die Grundlagen unserer modernen Welt. Es wäre ein schrecklicher Fehler diese Kultur nicht zu erhalten.Wenn wir nichts tun, stehen wir vor einer Zukunft, in der Demokratie und Toleranz verblassen werden und der Islam mit seinen primitiven Instinkten die Menschheit unterwerfen wird. Nicht alle Kulturen sind gleich … Wir verdanken unsere Freiheit und moderne Zivilisation der westlichen Kultur. Es ist diese Kultur, die jetzt unter Beschuss steht und die es zu schützen gilt.”

Als gebürtiger Europäer mutet es seltsam an, wie viele (nicht-muslimische) Asiaten offensichtlich meine Zivilisation schätzen, mehr als es die so genannten Intellektuellen in diesen Tagen in meinem eigenen Land tun. Es ist eine Herausforderung zu erklären, warum der Westen in der Vergangenheit so viele Fortschritte machen konnte und doch so dumm sein kann, wie er es derzeit ist. Die Frage, was im Westen schief gelaufen ist, ist viel interessanter als die Frage was in der islamischen Welt schief gelaufen sein könnte. Die beste Antwort, die ich finden konnte ist vielleicht, dass unsere derzeitigen Mängel im Zusammenhang stehen mit unseren vergangenen Tugenden, zumindest indirekt. Zum Beispiel kann Sturheit eine Stärke oder eine Schwäche sein, je nach Situation. Der Westen ist eine nicht-traditionalistische Zivilisation. Wir haben zweifellos Fortschritte gemacht, die zuvor keine andere Zivilisation geleistet hat trotz allem, was manche Kritiker behaupten. Aber vielleicht ist der Preis, den wir dafür zahlen der, dass wir auch Fehler machen, die niemand vor uns gemacht hat. Organisierte Wissenschaft ist eine westliche Erfindung. Organisierter nationaler Selbstmord – auch das ist eine westliche Erfindung. Das westliche Universitäts System stellte einmal einen großen Wettbewerbsvorteil für Europa gegenüber anderen Kulturen dar. Heute untergräbt genau dieses System gerade die Zivilisation, die sie einst gebar.

Da die europäische Zivilisation bisher die einzige Zivilisation ist, die wirklich globale Auswirkungen hatte bedeutet dies, dass auch alle anderen Kulturen sich dieser Herausforderung stellen müssen, mit einer neuen Ebene von Impulsen und Ideen umgehen müssen, die nicht ihre eigenen sind. Es besteht kein Zweifel, dass dies in vielen Fällen ein gefährlicher Prozess ist, aber es ist auch wahr, dass andere nicht-westliche Kulturen sehr unterschiedlich mit der westlichen Herausforderung umgehen und sich sehr unterschiedliche Teile dieses Erbes aneignen.

Die Araber hatten keine eigene nennenswerte Bilder Tradition auch nicht vor dem Islam. Das islamische Verbot der Bild-Kunst war nicht immer erzwungen worden, so wie das Verbot von alkoholischen Getränken auch nicht immer so streng durchgesetzt wurde. Bildliche Kunst wurde jedoch entmutigt und belegte somit nie einen herausragenden Platz in deren Kultur. Einige muslimische Herrscher konnten die religiösen Vorschriften in Bezug auf die Darstellung menschlicher Figuren recht liberal interpretieren. Eine Tradition der Buch-Illustration und Miniaturenmalerei entwickelte sich, aber es ist wichtig daran zu erinnern, dass auch die Bilder, die es gab, als Beispiele für einen Text entstanden sind und fast nie für eine Ausstellung an einer Wand oder in einer Galerie gemacht wurden. Der Historiker Bernard Lewis erklärt in seinem Buch “What Went Wrong?“:

“Eine der Attraktionen der westlichen Kunst und insbesondere der westlichen Porträtkunst muss sicher die Verwendung der Perspektive gewesen sein, die ein gewisses Maß an Realismus und Genauigkeit möglich machte, unerreicht von der stilisierten und eher formalen Art der traditionellen Miniaturenmalerei… Im späten achtzehnten und frühen neunzehnten Jahrhundert, wurde der westliche Einfluss sehr deutlich, sowohl in der Struktur der Gebäude als auch in ihrer Ausstattung. Seit dem neunzehnten Jahrhundert ist er fast überall üblich und zwar in einem solchen Maße, dass die älteren künstlerischen Traditionen ausstarben und ersetzt wurden durch diese neue Kunst aus Europa. In dem Maße in dem Wahrnehmung und Messung von Raum die bildende Kunst beeinflussten, so hatten Wahrnehmung und Messung der Zeit auch Auswirkungen auf die Musik – wenn auch in geringerem Ausmaß … Ein charakteristisches Merkmal der westlichen Musik ist die Polyphonie mit Harmonien und Kontrapunkten… Verschiedene Interpreten spielen zusammen aus verschiedenen Partituren und schaffen ein Ergebnis, das größer ist als die Summe seiner Teile. Mit ein wenig Phantasie kann man die gleichen Prinzipien in anderen Aspekten der westlichen Kultur wiedererkennen – in der demokratischen Politik und in Mannschaftsspielen, beides erfordert eine Zusammenarbeit in vollem Einklang, sogar in völliger Übereinstimmung, dann erst spielen verschiedene Künstler verschiedene Teile zu einem gemeinsamen Zweck.”

Als Gegensatz dazu hier das, was Lewis in „The Middle East: A Brief History of the Last 2,000 Years“ schreibt:

“Da die muslimische Anbetung mit der beschränkten Ausnahme einiger Derwisch Elemente keine Verwendung von Musik kennt, hatten die Musiker in den islamischen Ländern nicht diesen immensen Vorteil christlicher Musiker genossen, den diese durch die Schirmherrschaft der Kirche und der hohen Würdenträger genossen. Die Schirmherrschaft des Hofes und der großen Häuser war zwar zweifellos nützlich, war aber auch oft lückenhaft und episodenhaft und unterlag gefährlich oft den Launen der Mächtigen. Muslimische Musiker entwickelten keinen Standard in der Notation und ihre Kompositionen sind daher nur durch das bekannte, fehlbare und variable Medium der Erinnerung überliefert. Es gibt keinen gut erhaltenen Korpus klassischer, islamischer Musik vergleichbar mit der europäischen, musikalischen Tradition. Alles was überliefert ist, ist eine recht umfassende theoretische Literatur über Musik, einige Beschreibungen und Darstellungen von Musikern und musikalischen Anlässen von Schriftstellern und Künstlern, eine Reihe von alten Instrumenten in verschiedenen Stadien der Konservierung und natürlich die lebendige Erinnerung an längst vergangene Aufführungen.”

Es gibt nun einige, die Herrn Lewis als Gelehrten kritisieren und glauben, dass er nicht als Autorität zitiert werden dürfe. Man sollte immer eine gesunde Skepsis gegenüber allen Wissenschaftlern bewahren, aber ich weiß aus anderen Quellen, dass die oben genannten Zitate weitgehend richtig sind.

Viele Formen der Musik sind im Islam verboten. „ The Reliance of the Traveller“ von Ahmad Ibn Lulu Ibn Al-Naqib und Noah Ha Mim Keller wurde offiziell von al-Azhar in Ägypten, dem höchsten Organ des religiösen Lehrens der Sunniten, anerkannt. Hier werden eine Reihe von Hadithen zitiert, sowie autorisierende Sprüche von Mohammed und seinen Gefährten, die den Kern islamischer Texte neben dem Koran bilden darunter eine, die sagt: “Es wird Völker in meiner Gemeinschaft geben, die Unzucht, Seide, Wein und Musikinstrumente als rechtmäßig ansehen werden … “ Ein anderes Zitat sagt, dass ” am Tage der Auferstehung, Allah geschmolzenes Blei in die Ohren derjenigen gießen wird, die den Sängerinnen zuhören.” Die wissenschaftliche Schlussfolgerung daraus ist, dass “all dies der ausdrückliche und zwingende Beleg dafür ist, dass Musikinstrumente aller Art unzulässig sind.” Eine weitere rechtliche Regelung besagt, dass “es rechtswidrig ist, solche musikalischen Instrumente – wie etwa solche für die Trinker bekannt sind, wie Mandolinen, Lauten, Zimbeln, und Flöten – zu benutzen oder ihnen zuzuhören. Es ist zulässig, wenn auf Hochzeiten das Tamburin gespielt wird, auch auf Beschneidungsfesten und zu anderen Festen, auch wenn es Glocken an den Seiten hat. Die Kuba zu schlagen, eine Trommel mit einer langen schmalen Mitte, ist rechtswidrig. “

Manchmal stimme ich mit Herrn Lewis nicht überein in seiner zu positiven Einschätzung der islamischen Kultur, meiner Erfahrung nach irrt er in diesem Punkt gelegentlich, aber das soll nicht zu negativ sein. Wenn man Lewis glaubt, dann traten “die ersten speziell anti-semitischen Aussagen im Nahen Osten unter den christlichen Minderheiten auf und können in der Regel zurückverfolgt werden zu den europäischen Originalen.” Diese Auffassung steht im Einklang mit den anti-europäischen, multikulturellen Verzerrungen der modernen Medien-und Hochschulen, aber sie ist ganz und gar falsch, wie Dr. Andrew G. Bostom eindeutig in seinem sehr gut recherchierten Buch „ The Legacy of Islamic Antisemitism“ gezeigt hat.

Die Entmenschlichung von Juden als Affen (Koran 2:65 / 7:166) oder Affen und Schweinen (Koran 5:60) war üblich in der islamischen Geschichte und zwar mehr als 1300 Jahre vor der Gründung des Staates Israel. Mohammed selbst bezog sich auf die medinensischen Juden der Banu Qurayza als “Affen” bevor er die Abschlachtung alle ihrer Männer orchestrierte. Wie ein Muslim der in Deutschland lebt, sagte, “die Juden sind die Feinde von Allah.” In Bezug auf Adolf Hitler erklärte er: “Der Mann war ein Held, fast ein Muslim. Ich bin einer seiner Fans.” Ein unverhältnismäßig hoher Anteil der Europäer, die zum Islam konvertieren sind Neonazis oder Kommunisten.

Im Jahr 2005 war Hitlers Autobiographie „Mein Kampf ” unter den Top-Bestsellern in der Türkei, hinter einem Buch über einen türkischen Helden, der eine Atombombe in Washington DC gezündet hat. Nach wie vor erfreut sich Adolf Hitler großer Popularität in vielen anderen islamischen Ländern. Gleichzeitig betonte der türkische Ministerpräsident Erdogan, dass Islamfeindlichkeit als “ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit” behandelt werden müsse. Es ist gesetzlich verboten, den Völkermord an den Armeniern in der Türkei, ein Völkermord, der angeblich die Nazis zu ihrem Holocaust gegen die Juden inspiriert hat, zu diskutieren. Würde ein Land von der Größe Deutschlands, mit einer tausendjährigen Geschichte ununterbrochenen Krieges gegen seine Nachbarn in dem Adolf Hitler ein Bestsellerautor ist, als ein moderates, christliches Land bezeichnet werden?

Die ältesten Belege von Musikinstrumenten stammen aus der Altsteinzeit. Wir wissen, dass es eine reiche musikalische Tradition im alten Mesopotamien, Ägypten, Indien, China und anderswo gab. Indirekt ist es möglich, dass einige Aspekte der babylonischen, musikalischen Theorie und Praxis die griechische und in der Weiterentwicklung auch die europäische, musikalische Tradition beeinflusst haben. Die alten Griechen hatten eine Reihe von Musikinstrumenten wie Harfen, Hörner, Leiern, Trommeln, Becken usw. Die griechische Musiktheorie hat sich kontinuierlich von Pythagoras 500 v. Chr. bis zu Aristides Quintilianus im späten dritten Jahrhundert n. Chr. weiter entwickelt, seine Abhandlung „De musica“ (über Musik) ist eine wichtige Quelle des Wissens der griechischen musikalischen Tradition.

Musik war eng mit der Astronomie im pythagoräischen Denken verbunden, der große Astronom Claudius Ptolemäus schrieb auch über Musikstücke. Mathematische Gesetze und Proportionen wurden als die Grundlagen der musikalischen Intervalle und der Himmelskörper angesehen. Platon und Aristoteles argumentierten beide, dass Bildung, die Gymnastik hervorheben sollte, um den Körper zu trainieren und die Musik für den Geist. Plato war wie üblich der strengere der beiden und erlaubte nur bestimmte Arten von Musik für begrenzte Zwecke, damit sie den Geist nicht verdrehen konnte. Er behauptete, dass die musikalischen Konventionen nicht geändert werden dürften, da Gesetzlosigkeit in der Kunst zu Anarchie führe. Aristoteles war weniger restriktiv und machte geltend, dass die Musik sowohl zum Genuss als auch für die Bildung genutzt werden könnte. Für die Römer war die Musik ein Teil der öffentlichen Zeremonien und gestaltete insbesondere die Unterhaltung und Bildung.

Die christliche Kirche war die beherrschende soziale Einrichtung im postromanischen Europa und beeinflusste in hohem Maße die künftige Entwicklung der europäischen Musik. Das antike griechische System der Notation war im siebten Jahrhundert n. Chr. in Vergessenheit geraten, als Isidor von Sevilla (ca. 560-636) schrieb, dass “solange Töne von Menschen einzig in Erinnerung gehalten werden, so werden sie verloren gehen, denn sie können nicht nieder geschrieben werden.” Aber mit der Entwicklung komplexer Gesänge musste etwas entwickelt werden, um diese zu festzuhalten: die Notation wurde zu einem Weg um Musik nieder zu schreiben. Die ältesten erhaltenen europäischen Gesangbücher mit Musiknotation stammen aus dem neunten Jahrhundert. Während der frühen christlichen Ära, wurde das klassische Erbe benutzt aber in veränderter Form. Von den Juden kam die Praxis des Singens von Psalmen und Gesängen der Heiligen Schrift. Kirchenführer haben dazu zwar die griechische Musiktheorie hinzugezogen, aber sie lehnten die heidnischen Bräuche ab und erhöhten den Gottesdienst über Unterhaltung und den Gesang der Instrumentalmusik.

Es ist aufschlussreich die Tatsache zu berücksichtigen, dass Muslime im Nahen Osten auch Zugang zur griechischen Musiktheorie hatten, aber sie beschlossen sie nicht zu nutzen, so wie sie das gesamte künstlerische Erbe der Griechen nicht nutzten. Beides, Musik- und Bildkunst wurden in die religiösen Anbetung im christlichen Europa in einer Weise einbezogen, wie dies in der islamischen Welt nie passiert ist. In der Tat waren es gregorianische Gesänge und das Wachstum der polyphonen Musik in den mittelalterlichen europäischen Klöstern und Kathedralen, die die musikalische Tradition, die schließlich ihren Höhepunkt in den Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven Jahrhunderte später fanden, begründeten. Es gab keinen Mozart oder Beethoven in der islamischen Welt, genauso wenig wie es einen Kopernikus, Galileo oder Newton gab.

Die Erfindung der Notenschrift versetzte Musiker in die Lage, auf die Werke der Vergangenheit aufzubauen. Sie mag zwar eine notwendige Voraussetzung für den Ausbau und die Entwicklung des musikalischen Ausdrucks sein, aber sie ist nicht der einzige Grund, um die späteren Fortschritte zu erklären. Die Entdeckung einer Verbindung zwischen dem mathematischen Verstand und musikalischen Intervallen geht auf Pythagoras zurück – und unabhängig davon auch auf die Chinesen – und war sehr wichtig, aber nicht so wichtig wie die Polyphonie. Nach Charles Murray „betonte die lineare Perspektive wenn sie hinzugefügt wurde die Tiefe der Längen und Breiten der Malerei, genauso wie die Polyphonie, metaphorisch, eine vertikale Dimension zur horizontalen Linie einer Melodie war.”

China hatte eine gut entwickelte musikalische Tradition, die man mindestens bis zur Zhou Periode (1122-256 v. Chr.) zurückdatieren kann. Die Chinesische Oper ist Außenstehenden allgemein bekannt, aber diese Kunstform stammt aus den frühen Jahrhunderten der aktuellen Zeit, vor allem aus dem frühen Mittelalter (der Tang-Dynastie). Musik spielte eine zentrale Rolle im chinesischen höfischen Leben während des sechsten und fünften Jahrhunderts v. Chr., in der Zeit von Konfuzius. Frühe Denker glaubten, dass sie eine große moralische Macht besitzt, auch wenn einige Formen der Musik besser zur Förderung der Harmonie geeignet waren als andere. Das Wort “Musik” wurde mit dem gleichen Buchstaben bezeichnet wie “Freude”.

Laut „The Cambridge Illustrated History of China“ von Patricia Buckley Ebrey, haben “Archäologen einige Gruppen von Instrumenten freigelegt, die bei höfischen Auftritten in der Zhou Periode eine Rolle spielten. Die wichtigsten Instrumente waren Glockenspiele aus Steinen, bronzene Schlagzeuge, Streich-Instrumente wie Laute, Bambusflöte und ein Glockenspiel, das von außen geschlagen wurde. Das größte Lager von Instrumenten wurde in einem Grab (ca. 433 v. Chr.) von Marquis Yi von Zeng entdeckt, dem Herrscher eines kleinen Staates in der modernen Hubei nördlich des großen Staates Chu. In dem Grab wurden 124 Instrumente, darunter auch Trommeln, Flöten, Mundharmonikas, Panflöten, Zithern, ein lithopones 32-Ton Glockenspiel, und eine 64-teiliges Glockenset gefunden. Die Zithern haben zwischen fünf und fünfundzwanzig Saiten und unterscheiden sich in Teilen der Konstruktion; sie können aus verschiedenen Regionen stammen und wurden für Aufführungen der regionalen Musik benutzt. Die Glocken tragen Inschriften, die ihren Platz anzeigen und sagen aus, dass sie Geschenke des Königs von Chu sind. Die Genauigkeit, mit der die Glocken gegossen wurden weist darauf hin, dass die Kunst des Glockengießens ein sehr weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hatte.”

Es gibt zwar keine direkte Entsprechung zu Mozart und Beethoven in Asien, aber vielleicht vereinfacht die Tatsache, dass sie eine solch alte und tief verwurzelte Tradition haben es für die Chinesen, die Früchte anderer Musikkulturen zu genießen. Viele Ostasiaten nehmen zur Wende des einundzwanzigsten Jahrhunderts eifrig die besten Traditionen der europäischen Klassik auf.

David P. Goldman schreibt unter dem Pseudonym “Spengler” als Kolumnist für die „Asia Times Online“. Er ist der Auffassung, dass “die gegenwärtige Verschiebung des intellektuellen Kapitals zu Gunsten des Ostens, niemals einen Präzedenzfall in der Weltgeschichte hatte.” Seiner Meinung nach, fördert die europäische Klassik “bessere Köpfe, und fördert damit den Erfolg in anderen Bereichen.” Das liegt daran, dass “westliche klassische Musik etwas kann, was Mathematik und Physik nicht können: Es erlaubt uns, mit der Zeit zu spielen. “

Es gibt eine gemeinsame Grundlage für diese Aussagen. Albert Einstein hatte eine gründliche philosophische Bildung erhalten, indem er die Gedanken von Kant, Schopenhauer und Spinoza zusätzlich zu den physikalischen Theorien von Isaac Newton, Michael Faraday und James Maxwell studierte. Es lehrte ihn, abstrakt über Raum und Zeit nachzudenken.“Die Unabhängigkeit, die durch eine philosophische Einsicht entsteht ist – meiner Meinung nach – der signifikante Unterschied zwischen einem reinen Handwerker oder Fachmann und einem echten Sucher nach der Wahrheit”, schrieb Einstein einmal. Er war auch ein versierter Amateurmusiker und spielte wild auf seiner Geige, wenn er ein schwieriges physikalisches Problem überdachte.

Eine auffallend hohe Anzahl der Studierenden an der Spitze westlicher Musikschulen sind jetzt Asiaten, gefolgt von Osteuropäern. Aus irgendeinem Grund gibt es vergleichsweise wenige Nordamerikaner oder Westeuropäer unter den besten Instrumentalisten. Spengler ist der Ansicht, dass viele von ihnen einfach nicht die Disziplin haben täglich acht Stunden pro Tag zu üben. Einer der bekanntesten chinesischen Musiker zur Zeit ist der Pianist Lang Lang (geboren 1982).

Laut Spengler betrachtet “die chinesische Nation Lang Lang als einen ihrer Helden, der die hohe Kultur des Westens erlernt hat, mit einem kollektiven Gefühl der Bewunderung. Es ist mehr als die pure geistige Mechanik der klassischen Musik was für China entscheidend ist. Die klassische Musik ist in China am allerwenigsten chinesisch und ist die ausdrücklich westlichste von allen Kunstformen. Sogar die besten chinesischen Musiker sind noch immer auf westliche Mentoren angewiesen. Lang Lang ist vielleicht ein Star, aber in mancher Hinsicht bleibt er ein Lehrling im Pantheon der westlichen Musiker. Die Chinesen, in gewisser Weise das arroganteste aller Völker, kann eine tödliche Form der Demut im Bereich des Lernens entwickeln. Ihre Eklektizismus ziemt sich für ein Imperium, das entschlossen ist erfolgreich zu sein, im Gegensatz zu einer Nation, die nur eine Konsolidierung durch Festhalten an ihren vermeintlichen kulturellen Wurzeln betreibt. Große Imperien überwinden die nationale Kultur und naturalisieren die Kultur, die sie benötigen …. Außer auf eine unbestimmte Art und Weise kann man diese Einzigartigkeit der westlichen klassischen Musik Nichtmusikern nicht erklären und Amerika wird nicht von Musikern, sondern von Sportfans regiert.“

Andere Kulturen haben leicht angepasst, was sie an der westlichen Kultur anspricht und was mit ihrem eigenen Erbe mitschwingt. Westler haben buchstäblich nichts gemeinsam mit Muslimen. Obwohl wir anders sind, finden wir eine gemeinsame Basis mit Hindus, Buddhisten und christlichen Asiaten, wenn es zum Besipiel um die bildende Kunst geht, während wir in diesem Bereich absolut nichts mit Muslimen gemeinsam haben, da der Islam vielen Formen der Musik und den meisten Formen der Kunst feindselig gegenüber steht.

Ich glaube nicht, dass es Heuchelei ist wenn man erklärt, dass Beethoven und Mozart ein Höhepunkt in der Weltgeschichte der Musik darstellen und das nicht nur in der europäischen Tradition. Aber die großen europäischen Komponisten lebten im siebzehnten, achtzehnten, neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert, als Europa ganz klar die führende Region auf der Erde war. Es scheint einen engeren Zusammenhang zwischen Wissenschaften und Künsten zu geben.Vielleicht hat es etwas mit Vertrauen in kulturellem Sinn, oder dem Fehlen eines solchen zu tun. Im frühen einundzwanzigsten Jahrhundert produzieren nicht nur die Europäer keine Komponisten mehr, die irgendwo entfernt das Format eines Mozart oder Beethoven hätten, viele von uns hören sich die Werke großer Komponisten, die einmal produziert wurden, erst gar nicht mehr an.

Nur sehr wenige junge Menschen in Westeuropa studieren heutzutage ernsthaft europäische klassische Musik. Asiaten dagegen übernehmen die höchsten kulturellen Errungenschaften der europäischen Zivilisation zu einer Zeit, in der viele Menschen europäischer Abstammung selbst am Rande des Vergessens zu stehen scheinen, das kann man symbolisch auf vielen Ebenen beobachten. Auf der anderen Seite sind Asiaten mehr oder weniger immun gegen diese Abscheu des zeitgenössischen Westens gegenüber sich selbst. Ich sehe dies als ein Zeichen dafür, dass sie die besten Aspekte der westlichen Tradition annehmen, sich von den schlimmsten aber distanzieren, was Sinn macht.

Es ist traurig, dass Menschen aus anderen Kulturen manchmal unsere schlechten Ideen, wie den Kommunismus, leichter annehmen als unsere guten, von denen wir so viele haben. Ich will dabei nicht unterstellen, dass die Europäer den Totalitarismus alleine “erfunden” haben. Die Inkas haben auch so etwas wie den Kommunismus in Südamerika praktiziert. Möglicherweise stehe ich einigen Aspekten des Konfuzianismus kritisch gegenüber, ich glaube aber nicht, dass er totalitär genannt werden kann. Totalitarismus im wahrsten Sinne des Wortes hat jedoch einen nativen, chinesischen Präzedenzfall geschaffen in der Ideologie des Legalismus, der vom Staat durch Chinas ersten Kaiser brutal durchgesetzt wurde. Es gibt einen Grund warum sich der kommunistische Diktator Mao Zetung (1893-1976) mit dem Ersten Kaiser identifizierte und nicht mit Konfuzius.

Bei der Konfrontation mit europäischer Tradition bevorzugen viele Muslime eher Adolf Hitler als Rembrandt, Michelangelo oder Beethoven. Westler zwingen sie nicht “Mein Kampf” mit mehr Leidenschaft zu studieren als Leonardo da Vincis Mona Lisa oder Goethes Faust; sie selbst haben sich dazu entschieden. Millionen (nicht-muslimischer) Asiaten studieren Mozarts Klavierstücke. Auf der anderen Seite bevorzugen Muslime Herrn Hitler, obwohl er eine der übelsten Ideologien repräsentiert, die es jemals in Europa gab. Die Tatsache, dass sie in der Regel den österreichischen Herrn Hitler dem österreichischen Herrn Mozart vorziehen, spricht Bände über ihre Kultur. Koreaner, Japaner, Chinesen und Muslime im Nahen Osten wurden mit den gleichen Ideeninhalten konfrontiert, haben sich jedoch dazu entschlossen radikal verschiedene Elemente daraus auszuwählen, basierend auf dem was zu ihrer eigenen Kultur passt.

Eine dieser Kulturen hat eine Zukunft, die andere nicht.

Source URL:
http://www.brusselsjournal.com/node/3911
Originaltext auf Englisch

http://die-gruene-pest.com/showthread.php?t=7828

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