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Lehre und Strategie des Islam

Posted by paulipoldie on August 10, 2009

Sehr geehrte Damen und Herren, Als vor 130 Jahren im Sudan gewalttätige Muslime unter dem so genannten „Mahdi“ ein irdisches Reich Allahs aufzurichten versuchten, christliche Glaubensboten ermordeten und schwarze Christen versklavten, war das eine ferne, exotische Angelegenheit. Erst der 1892 in Innsbruck erschienene Bericht des Missionars Josef Ohrwalder von seinen eigenen Sklavenleiden am Hof des Mahdi in Omdurman mobilisierte die Weltöffentlichkeit. In unserer zusammenwachsenden Welt der Globalisierung konnten hingegen die Todesdrohungen gegen die angeblichen Islamlästerer Salman Rushdie oder die dänischen Mohammed-Karrikaturisten nicht verborgen bleiben.

(Vortrag von Dr. Heinz Gstrein, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz (AGOK), gehalten am EDU-Seminar vom 6. Juni 2009 in Olten, Schweiz)

Leider wird der Vorwurf der Prophetenbeleidigung und überhaupt Blasphemie von islamischer Seite seit eh und je gern missbraucht, um Gewalt gegen Christen und Juden zu rechtfertigen. Ob das die 1396 in Jerusalem ermordeten Christen oder Ende des 18. Jahrhunderts die Juden im libyschen Tripolis waren: Ihre „Lästerzungen“ wurden an die Synagogentüren genagelt! Was übrigens neben der Befreiung von Christensklaven mit einer der Gründe für die erste amerikanische Militärintervention in Libyen von 1801 bis 1805 gewesen ist. Der Krieg der USA gegen islamistischen „Terror“ hat also eine schon längere Geschichte.

Keine andere Weltanschauung unterliegt einer so großen Spannung von hoffnungsvoller Christentumsnähe und fanatischer Christenfeindschaft, zwischen globalem totalitärem Herrschaftsanspruch und tiefster Innerlichkeit wie der Islam. Ein Mystiker wie Celal ed-Din Rumi, dessen 800. Geburtstag wir 2007 gefeiert haben, gehört genauso dazu wie die gewaltsame Ausbreitung des islamischen Herrschaftsbereiches oder sogar ein Bin Laden. Die Frage ist nur: Was davon ist der wahre Islam?

Auch wir Christen sind nicht frei von blutrünstigen Verirrungen. Unsere Kreuzritter haben wie heute die islamischen Selbstmordattentäter geglaubt, dass ihnen als Lohn der Himmel verheißen ist. Und auch heute gibt es einen militanten Gospel-Song „Gott ist eine Streitaxt“. Doch davon findet sich nichts im Evangelium Jesu, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Der Islam hingegen will ein Reich von dieser Welt, bringt keinen Verkündigungs-, sondern einen Eroberungsauftrag. Gewalt und Krieg gehören zu seiner Kernbotschaft, sind nicht spätere, seinem, Wesen eigentlich widersprechende Entwicklungen.

Die islamische Kernbotschaft basiert auf den im heiligen Buch des Korans gesammelten und in den Überlieferungsschriften der Hadithe aufgezeichneten Lehren und sonstigen Aussagen sowie Taten des Propheten Mohammed (c. 570 bis 630 n. Chr.). Diese zeichnen anfänglich das Bild eines jungen Bußpredigers in der sittlich tiefstehenden, polytheistischen altarabischen Welt von Mekka. Mohammed stellt diesen vielen Göttern zunächst „den größeren Gott“ gegenüber. Unter jüdischen und verzerrten christlichen Einflüssen bei seinen Handelsreisen nach Nordarabien wandte sich Mohammed dann dem „einen Gott Abrahams“ zu. Seine religiöse Botschaft ist also, von frühen Gottesbegegnungen abgesehen, eine Offenbarung zweiter Hand aus jüdischen und – missverständlichen, von ihm auch missverstandenen – christlichen Elementen.

Den Feindseligkeiten ihrer Gegner in Mekka entzogen sich Mohammed und seine ersten Anhänger 622 nach Medina. Diese „Auswanderung“ – und nicht etwa seine Geburt oder sein Tod – wurden später zum Ausgangspunkt der islamischen Zeitrechnung gemacht. Zu Recht: Der Islam ist nicht mit der Verkündigung von Allah in Mekka, sondern erst mit Neuordnung der politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse in Medina in einem islamischen Staatswesen geboren. Mohammeds Bedeutung und Originalität liegt nur bescheiden in seiner entlehnten monotheistischen Lehre wie vielmehr in den politischen Konsequenzen, die er aus seiner Grundeinsicht „Ein Allah – Ein Reich Allahs – Ein Herrschervolk Allahs“ gezogen hat. Mohammed war vor allem Staatsmann und kaum Prophet. So hat ihn schon der Aufklärer Voltaire als Machthaber und nicht als Mann des Glaubens charakterisiert. 1745 schickte Voltaire sein Stück mit einer Widmung an Papst Benedikt XIV., der ihm als Dank zwei Medaillen mit seinem Porträt zukommen ließ. Von dort führt eine geistesgeschichtliche Linie zur heutigen, 2006 in Regensburg ausgesprochenen Mohammed- und Islam-Kritik durch Papst Benedikt XVI.

Nach Mohammed wurde seine Botschaft im Kalifatsstaat zu einem umfassenden Religionsgesetz mit tausenden Verboten und Vorschriften ausgewalzt. Der Islam als Regelwerk für ein erklärtes „Reich von dieser Welt“ ist spätestens seitdem eindeutig eine totalitäre, d. h. in alle menschlichen Lebensbereiche ohne Privatsphäre eingreifende, globale und weltrevolutionäre Ideologie wie der Kommunismus. Mit dem Unterschied, dass im ideologischen Unterbau an Stelle des „kämpferischen Atheismus“ der die Weltherrschaft in seinem Namen fordernde Kriegsgott Allah gesetzt ist.

Dazu sagt der Koran in Sure 9,20-22:

“Die, welche glauben und auswandern und mit ihrem Gut und ihrem Blut kämpfen für Allahs Sache, die nehmen den höchsten Rang ein bei Allah, und sie sind es, die Erfolg haben. Ihr Herr verheißt ihnen Barmherzigkeit und Sein Wohlgefallen und Gärten, worin ewige Wonne ihr sein wird.”

Dabei spielt vor allem eine Rechtsauffassung mit, die das Verhalten von Moslemminderheiten außerhalb des islamischen Herrschaftsbereiches definiert. Es gibt für diese Gruppen, und damit auch für die heutige Moslemdiaspora in unserer Mitte, eine zentrale Auflage: at-takfir, wörtlich Reue, Sühne, dann aber auch, und das vor allem, die Bekehrung zum Islam, verbunden mit Ausgrenzung aller Ungläubigen einschließlich laxer Muslime bis hin zu ihrer Vernichtung. Moslems, die das islamische Reich oder einen islamischen Teilstaat verlassen und ständig unter politischen Systemen von Andersgläubigen leben, sind verpflichtet, auch dort eine islamische Herrschaft aufzurichten. Früher waren das vor allem Händler, die etwa dem Islam ganz Südostasien von der Malaiischen Halbinsel bis zu den Südphilippinen und tief nach China hinein gewonnen haben.

Bis Indien war die Verbreitung der islamischen Religion durch militärische Ausbreitung des islamischen Reiches erfolgt. Wir würden sagen mit Feuer und Schwert, wobei es sich aber eigentlich nie primär um Glaubensverbreitung, sondern zunächst um die Aufrichtung der Herrschaft des Islams, seiner Rechtsordnung und politischen Ideologie gehandelt hat. Dann erst kam die Zwangsislamisierung aller Polytheisten und die Degradierung der Anhänger von monotheistischen Buchreligionen, von Christen, Juden und Zarathustriern vor allem, zu Bürgern zweiter Klasse, den so genannten Dhimmi.

Eine islamische Ordnung ist darum nicht geeignet, eine multinationale, multikulturelle und schon gar nicht eine freie multireligiöse Gesellschaft zu gewährleisten. Die den nicht-islamischen Untertanen im Moslemreich gewährten Sonderrechte (Kultfreiheit) und die ihnen auferlegten, oft erdrückenden Sonderverpflichtungen (höhere Steuern, Bekleidungsvorschriften, Berufsverbote) betrafen im arabischen Kalifenstaat immer Einzelpersonen. Sie hatten stets individuelle Gültigkeit und waren nicht als „Gruppenrechte“ konzipiert. Erst die osmanischen Sultane gewährten Kollektivrechte an regelrechte Religionsvölker, die von ihnen als millet bezeichnet wurden. Das waren immer Angehörige ein- und derselben Religion oder Konfession. Ursprünglich gab es das christlich-orthodoxe, das jüdische und das armenische Religionsvolk, zu dem auch die anderen orientalischen Christen gezählt waren. Heute sind es weniger islamische Teppichhändler als Gastarbeiter, Wirtschaftsflüchtlinge, echte und Pseudoasylanten, die schon bald mit dem Impuls einer Völkerwanderung ins gelobte Land Europa drängen. Aber auch diese unsere mitteleuropäischen, unsere um die schon 400.000 Schweizer Moslems, von denen etwa ein Zehntel schon volle Bürgerrechte genießen, sind dem verpflichtet. Wenn sie in ihren Moscheen nicht nur für die Aufrichtung einer Islamischen Republik in der Türkei, sondern auch schon für Etablierung einer solchen bei uns beten oder gar sammeln, sind das keine radikalen Auswüchse: sie tun einfach ihre Moslempflicht.

Dieses Gebot des Takfir setzt natürlich große Fragezeichen über die Möglichkeit, bei uns lebende, oft schon eingebürgerte Muslime zu assimilieren oder gar einen Europa-gerechten Euroislam zu entwickeln. Der gläubige Moslem darf sich nämlich nicht anpassen! Man kann diese Zielsetzung nicht einfach von der Religion des Islam lösen, trotz der Beteuerungen von islamischen Gelehrten im Westen, dass Bin Ladens Gottesbild, der im Namen Allahs Kampf und Vernichtung predigt, nicht dem Islam entspreche, dass vielmehr der Islam eine „Religion der Toleranz, des Friedens und der Nächstenliebe” sei. Ganz wesentlich zum Islam gehört die Aufteilung der Welt in ein “Haus des Friedens“ (Dar as-Salam) und ein “Haus des Krieges” (Dar al-Harb). Diese Überzeugungen gehen zurück auf Mohammed, der seinen Kampf mit der Aussicht für Märtyrer, besonderen Lohn von Allah zu empfangen, legitimierte (Sure 9,20-22). Der Islam will die Weltherrschaft (Sure 48,28). Nur dann wird der Wille Allahs für die Menschen erfüllt, durch Menschen, die seinen, im Koran geoffenbarten Willen, befolgen. Dies kann vollkommen nur in einem islamischen Staat geschehen, in dem die Scharia gilt. Von dieser islamischen Weltgesellschaft sagt der Koran, dass es die “beste aller Gemeinschaften” sei. (Sure 3, 110).

Das erklärte, im Koran beschriebene Ziel des Islam ist nun, das “Haus des Krieges” in ein “Haus des Islam” zu verwandeln. Der Ayatollah16 Khomeini vom Iran beschrieb dieses Bemühen so:

“Der Heilige Krieg bedeutet die Eroberung der Territorien, die noch nicht vom Islam beherrscht werden.”

Noch einmal der Ayatollah:

“Die Juden, die Christen und die Materialisten verzerren die Wahrheiten des Islams – Allah möge sie erniedrigen! Der Westen ist nichts als ein Haufen von Diktaturen voller Unrecht. Wir müssen diese Unruhestifter mit eiserner Energie schlagen!”

Das besonders Traurige ist zur Zeit, dass positive Entwicklungen der islamischen Reformbewegung aus dem 19. und 20. Jahrhundert schon seit einigen Jahrzehnten wieder rückläufig geworden sind. Zu den Hauptbetroffenen der so genannten Re-Islamisierung zählen die islamischen Frauen und Mädchen. Heute kehren patriarchale Männerrechte und sogar die Steinigung von Frauen zurück. Gerade diese wäre ja nichts typisch Islamisches, sie ist so wie vieles andere aus dem jüdischen Gesetz in das islamische Schariatsrecht aufgenommen worden. Während aber die Juden diese brutale Tötungsart schon 1220 auf der rheinischen Rabbinersynode in Worms abgeschafft haben, geisterte das Steinigen weiter durch den Islam.

Seine Reformer, besonders ein Muhammad Abduh (1849-1905) in Ägypten, konnten dann allerdings durchsetzen, dass das Steinigen nur mehr symbolisch durch Werfen oder gar nur Auflegen einer Handvoll Kieselsteine auf den Kopf der so genannten Sünderin vollzogen wurde, um eben den Buchstaben des islamischen Gesetzes Rechnung zu tragen. Heute hingegen kennen wir die öffentlichen Steinigungen am Fußballplatz von Kabul während der Schreckensherrschaft der Taliban über Afghanistan, dasselbe aus Nigeria, wo wenigstens in zwei Fällen noch eine Berufung an den obersten weltlichen Gerichtshof das Leben dieser Frauen gerettet hat.

Wie vieles andere Unheil im heutigen Islam hängt auch die Renaissance des Steinigungs-Martertodes, bei dem die Frau bis zu den Achseln eingegraben wird und man ihr dann durch Steinwürfe langsam den Schädel zerschmettert, mit dem Aufstieg der Außenseitersekte der Saudis zu einem der bestimmenden Faktoren des Weltislam zusammen. Einer der zentralen Punkte, weshalb der Konfessions- und Staatsgründer Abd al-Wahhab (1703-1792) von den meisten Zeitgenossen abgelehnt wurde, war seine ganz radikale Steinigungspraxis. Auch das gängige islamische Recht verbietet das Steinigen einer durch Ehebruch schwangeren Frau bis nach ihrer Entbindung. Der Fanatiker Abd al-Wahhab hingegen ließ diese Frauen zusammen mit ihrer Leibesfrucht, also mit dem Kind im Bauch, steinigen. Wie das in Saudiarabien auch heute geübt wird.

Islamischer Terror im heutigen Sinn findet sich zum ersten Mal um das Jahr 1000. Doch hatte schon Mohammed jenen das Paradies versprochen, die um Allahs willen oder für seine Sache ihr Leben lassen. Bald gab es in den meisten islamischen Heeren den Heldentod suchende Einzelkämpfer oder ganze Einheiten. Die Motivation der heutigen Selbstmörderpiloten von New York und Washington, der “lebenden Bomben” in Tel Aviv und Bagdad wurzelt genau in dieser religiösen Erwartung.

Es kamen dann im Islam zunächst sozialrevolutionäre Sektierer, die den Terrorkampf gegen eine selbst islamische, aber verweltlichte Unterdrückerobrigkeit aufnahmen. Es waren das die Chawaredsch, die „Hinausgehenden“. Sie begründeten ein neues, radikaleres und brutaleres Verständnis vom Heiligen Krieg, glaubten an das Recht auch die Kinder und Frauen ihrer Gegner zu töten, sie machten Attentate, listige Verstellung und Treulosigkeit zu wesentlichen Bestandteilen ihres Kampfes und in der Folge auch einer immer breiteren gesamtislamischen Mentalität.

Eine regelrechte Terrororganisation entstand aber erst im 12. Jahrhundert beim Widerstand gegen die christlichen Kreuzritter im Nahen Osten. Eine schiitische Splittergruppe aus Persien wuchs sich bald zu einem gefürchteten Netz von Meuchelmördern aus, dessen lange Hand übers Mittelmeer bis hinein ins Abendland zustieß. Ihre Bezeichnung “Haschaschin”, d. h.der sich mit Haschisch und anderen Drogen in Blutrausch hineinsteigernden, wurde als “Assassinen” bald zum Namen für alle politischen Mörder. Bei ihrer gefürchteten Organisation finden sich erstmals im Islam die Züge einer weit verbreiteten Terroristen-Bruderschaft, wie sie jetzt für die Al-Qaida, auf Arabisch “Die Führung”, von Ussama Bin Laden typisch sind.

Für linientreue Muslime kann es keine demokratischen Mehrheitsentscheide und Regierungen geben. Jede politische Autorität ist allein göttlich legitimiert, gründet im Kalifat, der Nachfolge Mohammeds als politisch-religiöser Führer. Der Kalif ist eine Art Kaiser und Papst in Personalunion. Zwar gibt es derzeit keinen Kalifen und gehen die Bestrebungen zur Wiedererrichtung des Kalifats mehr in Richtung eines kollegialen Kalifatsrates als einer Einzelpersönlichkeit wie z.B. des Königs von Saudi-Arabien oder Jordanien. Dennoch wird auch im modernen islamischen Staat die Kalifatsgewalt absolutistisch durch einen Emir (regional) ausgeübt oder von Organisationen (Organisation der Islamischen Konferenz) in Anspruch genommen. In der ägyptischen Verfassung von 1972 oder jener des postsaddamitischen Iraks fungiert die Scharia als Verweserin der kalifalen Gewalt.

Einer Mitregierung der Bürgerinnen und Bürger sind durch das unabänderliche, umfassende Schariatsrecht enge Grenzen gesetzt. Wo es, wie in der Islamischen Republik Iran, ein Parlament gibt, handelt es sich dabei nur um eine beratende Versammlung, während alle Gewalt in Teheran beim kollektiven Organ des „Weisenrates“ aus den höchsten schiitischen Klerikern liegt. Die Experimente Gaddafis, in seiner libyschen eine möglichst direkte Demokratie nach schweizerischem Vorbild zu verwirklichen, dient nur zur Verschleierung seiner brutalen (z. B. im bekannten Fall der bulgarischen Krankenschwestern) Alleinherrschaft.

Nun gibt es im modernen Islam auch einige Stimmen, die für echte Demokratisierung laut geworden sind. So der osmanisch-kurdische Mystiker Said Nursi (1884-1960), den die moderne Türkei anfangs geehrt, dann aber umso mehr verfolgt hat. Nursi trat für Demokratie im europäisch-westlichen Sinn ein. Said Nursis Lehren sind in 14 Büchern, die etwa 6000 Seiten umfassen und die in ihrer Gesamtheit Risale-i Nur genannt werden, dargelegt. Er sieht die Notwendigkeit der Ämtertrennung bezüglich der religiösen und politischen Führerschaft und plädiert dafür. Nach ihm und seinem universalen Freiheitsverständnis ist und bleibt Religion Angelegenheit des individuellen Gewissens und somit Privatsache. (siehe z. B. sein Werk Münazarat, Said Nursis Ablehnung der Aufstände für einen islamischen Staat, seine Verurteilung islamistischer Parteien und vieles andere).

Auch im heutigen Islam gibt es ähnliche Gegenkräfte zum radikalen Islamismus saudi-arabischer Provenienz. Ihnen ist aber nur dann geholfen, wenn sich nicht-islamische Staatswesen und Gesellschaften ebenfalls der vorherrschenden Ausprägung des Islams als nach innen wie außen aggressiver Macht entgegenstellen. Wer vor dem Gewaltislam und seinen Forderungen kapituliert, ergreift damit auch in der innerislamischen Diskussion zugunsten der Unterdrücker Partei.

Die Vertreter der Moslems bei uns stellen alle diese Tatsachen unverfroren in Abrede. Daher auch ein paar Worte zur hohen Kunst der Verstellung und Täuschung von Andersgläubigen im Islam: Denen gegenüber wurde, was der Islam „Takija“ nennt, zur hohen Kunst entwickelt: Man darf – ja muss sogar – lügen, wenn es der 26 Ausbreitung des Islams dient ! So schreibt etwa der große islamische Rechtslehrer Abu Dschaafar al-Tabari (um 839-903) in seinem „Tafsir“:

„Wenn jemand genötigt ist, mit seiner Zunge vom Glauben abzufallen, um seinen Feinden zu entgehen, während er ihn in seinem Herzen bewahrt: Kein Tadel fällt auf ihn, denn Allah sieht nicht auf das, was sein Mund spricht, sondern auf das, was er in seinem Herzen wahrt!“

Wenn Muslimsprecher bei uns das Prinzip der Takija ableugnen, so handelt es sich gerade um eine praktische Anwendung dieser
Taktik!

Das im Moment heißeste Eisen in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Islams in unserer Mitte ist seine Forderung nach dem Bau imposanter Moscheen mit Minaretten, während viele Kantone sogar christlichen Freikirchen die Errichtung von Gotteshäusern mit Kirchturm verbieten, weil dieser den Landeskirchen allein vorbehalten bleibt.

Laut Adolf Grohmann (1887-1977) sind Moschee und Minarett aus den arabischen Heerlagern zur Ausbreitung des islamischen Reiches entstanden. Kufa im heutigen Irak, die erste eigentliche „Hauptstadt“ des islamischen Reiches, entstand zunächst als derartiges Militärlager etwa im Jahre 638 christlicher Zeitrechnung, als dort 30.000 Kriegsveteranen angesiedelt wurden. Musterbeispiel dafür weiter die Moschee des Eroberers Ägyptens, Amr Ibn al-Az, in Alt-Kairo: Ein ummauerter viereckiger Platz mit Wachtürmen an den Ecken.

Ihre Umwandlung zu „Gebetstürmen“ (d.h. für den Adhan, den „Ruf zum Gebet“) ist nach den Forschungen Grohmanns erst Jahre nach Mohammed im eroberten Syrien unter dem Eindruck der christlichen Styliten (Säulensteher, Säulenheilige) erfolgt, die von Säulen zu gemeinsamem Gebet einluden.

Abgesehen von der Vorstufe der Wachtürme in den Lagermoscheen waren die ersten Moscheen dann christliche Kirchen, die in solche verwandelt wurden. Umgekehrt verbot das gleichzeitig kodifizierte islamische Religionsrecht der Scharia im Kalifenreich den christlichen Untertanen zweiter Klasse den Bau und Ausbau von Kirchen entweder völlig oder machte dafür fast unerfüllbare Auflagen. Diese Bestimmungen sind gerade heute wieder in Kraft, nicht nur in Saudi-Arabien, auch etwa in Ägypten. Damit stellt sich das völkerrechtliche Gegenseitigkeitsprinzip: Wie du mir, so ich dir. Sicher ist Religionsfreiheit als solche ein europäischer Wert, der auch ohne Gegenseitigkeit angewandt werden muss. In Detailfragen, wie gerade dem Bau von Minaretten, ist das Gegenseitigkeitsprinzip sehr wohl anwendbar. Das war zwischen Osmanischem Reich und sich als christlich verstehenden Staaten eine Jahrhunderte lang bewährte Praxis. Sie wurde im so genannten Kapitulationsrecht verankert, das neben der geistlichen Scharia und dem positiven Staatsrecht „Kanun“ die dritte Hauptkategorie des osmanischen Rechtes darstellt.

Vom französischen König Franz I. bis zum Sommer 1914, als diese „Kapitulationen“ aufgehoben wurden, war die gegenseitige Sicherung der religiösen Freiheiten und Stätten auf islamischer und christlicher Seite ein Bereich hoher diplomatischer Kunst und Rechtsgelehrtheit. Es war sicher kein Zufall, dass die schrecklichen Massaker der nächsten zehn Jahre an armenischen, syrischen, griechischen, aber auch evangelischen Christen mit auch eine Folge der Abschaffung dieser Schutzbestimmungen waren. Von Seiten des Sultans kam das Kapitulationssystem umgekehrt, angesichts von bis zur österreichischen Annexion Bosniens 1878 kaum vorhandenen europäischen Muslimen, in erster Linie den sefardischen Juden in Ungarn, Wien und der Toscana zugute. Auch die Schweizer Bundesregierung wäre es ihren z. B. in Saudi-Arabien ihrer religiösen Freiheit beraubten Bürgerinnen und Bürgern schuldig, den Saudis und von ihnen kontrollierten Muslimorganisationen keine Pauschalfreiheiten für Moscheen und gerade Minarette bei uns einzuräumen.

Vom osmanischen Türkenreich wurden die Moscheen zu Hoheitszeichen, als „Territorialmarken“ umfunktioniert – eine Funktion, diese heute im geteilten Nachkriegsbosnien wieder übernommen haben. Der Halbmond an ihrer Spitze war schon seit Reichsgründer Sultan Osman um 1300 als Symbol der islamischen Weltherrschaft interpretiert worden. Ursprünglich hat es sich dabei um das Zeichen der altarabischen Mondgöttin Uzza gehandelt, das von Mohammed in seinen neuen Glauben übernommen worden war. Osman hingegen deutete nach einem Traumgesicht den Halbmond als Zeichen islamischer Weltherrschaft, dessen Spitzen die Erde umschliessen, bis sie ganz zusammenfallen. Wie das noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts der jungtürkische Dichter Ziya Gökalp (1876-1924) verkündet:

„Die Moscheen sind unsere Kasernen. Die Minarette sind unsere Bajonette. Und die Kuppeln sind unsere Helme.”

Der heutige türkische Ministerpräsident Erdogan zitiert gern dieses Gedicht. Man kann daher den Moschee- und speziell Minarettbau bei uns nicht einmal mit dem Kirchenbau in islamischen Staaten vergleichen: Es müssten dort von uns Kreuzritterburgen gebaut werden, damit der Vergleich mit den so ausgesprochen militant gesehenen Moscheen und Bajonett-Minaretten stimmt.

Von allem anderen abgesehen müssen Moschee und Minarett eine architektonische Einheit bilden. Allerdings bekommen Minaretts da und dort in der modernen islamischen Architektur eine neue Aufgabe: Wie oft schon Brücken an ihren hohen Pfeilern werden neue Moscheen an ihren vier Minaretts regelrecht „aufgehängt“. Diese tragen die ganze Last des Bauwerks.

Berühmtestes Beispiel die die König-Feisal.Moschee in der islamischen Hauptstadt Islamabad, finanziert wieder einmal von Saudi-Arabien, entworfen von dem türkischen Architekten Vedat Dalokay. Die eigentliche Moschee ist nicht als Kuppelbau, sondern dreieckig im Anklang an ein Beduinenzelt gestaltet. Was beweist, dass islamische Kultbauten auch bei uns angepasst werden könnten und nicht nach dem traditionellen Schema Kuppelbau plus Minarett aufgeführt werden müssten. Islamabad erinnert uns aber auch an die jüngsten Kämpfe an seiner Roten Moschee, die von radikalen Moslems als Festung für ihren Aufstand verwendet wurde. Diese Rückkehr zur frühislamisch-militärischen Rolle der Moschee steht nicht vereinzelt da: Seit dem Aufstand an der Großen Moschee von Mekka 1979 werden die baulichen Manifestationen islamischer Macht und Gewaltherrschaft immer öfter als Waffenlager und Kampfanlagen verwendet. Das kann auch bei uns noch blühen.

Nach alledem stellt sich uns natürlich – vom Moscheebau allein völlig abgesehen – unausweichlich die Frage, welche Konsequenzen daraus für die unter uns lebenden, ja an Zahl und Einfluss stürmisch wachsenden Muslime zu ziehen sind. (an die 20 Millionen, jetzt Bulgarien weitere Million, 74 Millionen islamische Türken stehen vor der Tür). Sollen wir sie christlich als monotheistische Glaubensgeschwister begrüssen oder müssen wir vor ihnen als Bürger und im Interesse unserer Heimat als einer fünften Kolonne islamischer Weltherrschaft auf der Hut sein?

Was können wir, jede und jeder uns, in dieser entscheidenden Stunde für die Zukunft des Evangeliums und Europas dazu beitragen, dass das Kreuz und nicht der Halbmond den Sieg erringen? Vor 150 Jahren stellte sich in Russland der Sozialrevolutionär Tschernischewsky diese Frage: Tschto delatj – Was tun? Damit leitete er von den langatmigen Erörterungen einiger weniger Theoretiker zu einer breiten Volksbewegung über.

Was bedeutet aber dieses „Was tun?“ angesichts des Islams für uns, heute 2009 und hier in der Schweiz? Es bedeutet offene Augen, nicht Blauäugigkeit dem Machtislam gegenüber – einer politischen Ideologie muss eben politisch, notfalls polizeilich und militärisch begegnet werden, tapfer und treu. Das sind wir auch den in der 36 islamischen Welt bedrängten Mitchristen schuldig. Andererseits gilt es, die religiöse Seite des Islams theologisch zu erschließen. Wenn christliche Kirchenväter wie ein Justinus Martyr und Klemens von Alexandria sogar im heidnischen Schrifttum des Altertums ein verstreutes Gotteswort zu entdecken wussten, so wird es erst recht möglich sein, diesen „Logos Spermatikos“ auch im Koran zu finden und zu heben. Ein Versuch, den schon kurz vor der Reformation ein Nikolaus von Kues unternommen hatte. Denn unsere einzige wahre und beständige Hoffnung in der Konfrontation wie der Begegnung mit dem Islam, hier in der Heimat und weltweit, ist Jesus Christus in unserer aller Mitte, auch inmitten der Musliminnen und Muslime, mögen sie ihn auch noch nicht erkannt haben oder ihn nicht wahrhaben wollen.

Es gibt nämlich all dem zum Trotz gibt es auch ganz andere Vertreter und Vertreterinnen des Islams. Rabia al-Adauwia z.B., die wohl berühmteste islamische Mystikerin, wurde um 713/14 in Basra geboren. Die ersten Lebensjahre verbrachte sie in ihrer Heimatstadt in ärmlichen Verhältnissen, schon als Kind wurde sie gestohlen und in die Sklaverei verkauft, wie das gerade jetzt im Irak wieder mit vielen Mädchen und Knaben geschieht. Schon damals bedeutete eine solche Kindersklaverei fast immer auch sexuellen Missbrauch. Die heranwachsende Rabia beschämte jedoch einen ihrer Herren durch Herzensreinheit und Frömmigkeit, bis er sie schließlich freiließ. Vielleicht hatte ihr diese Freiheit gerade eines ihrer ersten und schönsten Gebete gebracht:

„O Herr, die Sterne leuchten. Die Augen der Menschen fallen zu. Die Pforten der Königspaläste sind schon geschlossen. Jeder Liebende ist allein mit seiner Geliebten, und hier bin ich allein mit Dir. Mein Herr, wenn ich Dich aus Furcht vor der Hölle anbete, so verbrenne mich in ihr! Wenn ich Dich in der Hoffnung auf den Himmel anbete, so verschließe mir dein Paradies. Da ich Dich aber ganz um Deiner selbst willen anbete, so verberge mir Deine ewige Schönheit nicht!“

Uns begegnet da aus dem Mund von Rabia ein ganz anderer Islam, als wir ihn gerade heute wieder zu kennen glauben: Als eine Religion, die ihre Anhänger mit der Erwartung von recht sinnenfrohen Jenseitsfreuden zu jedem Opfer und sogar zum Selbstmord bereit macht. Der Glaube Rabias ist selbstlose Gottesliebe, die nach keiner Belohnung fragt und sich vor keiner Strafe fürchtet. Auch das ist Islam! Nichts anderes will das Wort „Islam“ ursprünglich und eigentlich aussagen: nämlich Hingabe an Gott, Ergebung in Gott.

Und ebenso, wie es heute eine der dringlichsten Aufgaben für Politiker, Polizei und Militärs sein muss, den politischen Gewaltislam zurückzuweisen, ist es unsere Christenpflicht, auch in der so verzerrten Botschaft Mohammeds den ausgesäten Samen des Göttlichen Wortes zu entdecken, zu heben und zu seiner Erfüllung in Jesus Christus hinzuführen.

http://www.pi-news.net/2009/06/lehre-und-strategie-des-islams/

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