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Christenverfolgung hat einen Namen: Islam!

Posted by paulipoldie on November 21, 2009

Am Mittwoch, dem 18.11.2009, fand in der Politischen Akademie der ÖVP eine Podiumsdiskussion zum Thema “Christenverfolgung im Vorderen Orient” statt. Die Veranstaltung war rege besucht: Viele Österreicher sowie ägyptisch-stämmige Kopten, die sich ganz besonders über den Besuch von Pater Athanasios, dem Vorsitzenden der Koptischen Gemeinde in Griechenland, freuten und via Internet die Veranstaltung samt Simultanübersetzung in die ganze Welt trugen.

Der Vorsitzende des Akademikerbundes, Dr. Franz Fiedler, stellte zu Beginn der Veranstaltung die Frage, weshalb „wir über Christenverfolgung im Vorderen Orient sprechen, wo die Christen weltweit verfolgt werden.“ Der Vordere Orient ist die Urheimat der Christen. Und seit der brutalen Eroberung dieser Gegend durch den Islam hat die Christenverfolgung einen Namen: Islam. Nur diese Religion unterdrückt und verfolgt alle Andersgläubigen.

Der Vorsitzende des Akademikerbundes, Dr. Franz FiedlerFiedler (Foto l.) meinte zum Abschluß seiner Einleitung: „In Islamischen Ländern findet die Segregation des Christen statt, während in Europa die Integration versucht wird.“ Nachdenklich stimmte, dass trotz vorheriger Drohungen per e-mail kein einziger Muslim bei dieser Veranstaltung auftauchte. Vielleicht war klar, dass sie hier nicht punkten würden.

Hier der Veranstaltungsbericht der politischen Akademie der ÖVP:

Franz Fiedler, Präsident des Akademikerbundes, bedauerte, dass im Vorderen Orient, der Wiege des Christentums, heute ein aggressiver und politischer Islam die christliche Minderheit radikal diskriminiere und quantitativ schon beinahe zur Gänze vertrieben hätte. Fiedler forderte die in Österreich lebenden Muslime auf, sich mit den verfolgten Christen in ihren Heimatländern zu solidarisieren. Christen hätten ein Recht, so gastfreundlich im Orient behandelt zu werden wie die Muslime in Österreich, wo sie eine anerkannte staatliche Religionsgemeinschaft sind.

Emanuel Aydin, Chorepiskopos der syrisch-orthodoxen Kirche in ÖsterreichEmanuel Aydin, Chorepiskopos der syrisch-orthodoxen Kirche in Österreich, verwies auf die Tatsache, dass Christen in arabischen Ländern als Staatsbürger zweiter Klasse behandelt werden und dass dies ein massiver Verstoß gegen die Menschenrechte sei. Die syrisch-aramäische christliche Gemeinde bilde die Stätte des historischen Urchristentums: “Jesus hat aramäisch gesprochen.” Jeder vertriebene Christ aus dieser Gegend sei einer zuviel, so der engagierte Chorepiskopos, der stolz darauf ist, dass sich die syrische Gemeinde in Österreich vorbildlich integriert habe. Aydin forderte mehr Solidarität der europäischen Christen mit ihren arabischen Glaubensbrüdern ein.

Kulturellen Genozid stoppen

Pater Athanasios Henein, Oberhaupt der koptischen Exil-Gemeinde in GriechenlandDramatische Worte fand Pater Athanasios, Vorsitzender der Koptischen Gemeinde in Griechenland. “Christen dürfen sich nie daran gewöhnen, dass Kirchen brennen und Kinder im Orient zwangsislamisiert werden.” Muslime und Araber, denen das Konzept der Trinität und die jüdisch-christliche Diversität fremd sei, müssten endlich den kulturellen Genozid an den Christen stoppen. In Ägypten zerstöre der radikale Islam die Essenz der christlichen Gemeinschaft. Zur Zeit kämpfe die christliche Minderheit in Ägypten schlicht um ihr Überleben. Das sei keine Dramatisierung, sondern eine Tatsachenbeschreibung.

Politik und Religion trennen

Prof. Christine Schirrmacher, IslamwissenschafterinChristine Schirrmacher, Islamwissenschafterin, betonte, dass nicht der Islam als Religion das Problem sei, sondern es erst durch die Verbindung von Politik und Religion Schwierigkeiten gebe. Der Islam als Gesetzesreligion müsse endlich eine rechtstaatliche Tradition entwickeln und sich reformieren. Liberale Muslime, die es gebe, die derzeit aber massiv unterdrückt werden, sollten von Europa besonders gefördert und unterstützt werden. Schirrmacher fand auch kritische Worte für die europäischen Bürger. Zu lange sei das Thema Christenverfolgung von den Europäern ausgeblendet und ignoriert worden. Auch hier in Europa gebe es Drohungen gegen Konvertiten und Moslems, die aus dem Islam austreten wollen. Das sei inakzeptabel, da in Europa Religionsfreiheit herrsche und diese unverhandelbar sei. Ein europäischer Islam müsse akzeptieren, dass man auch aus dem Islam austreten kann.

Altphilologe Efrem YildizDer Altphilologe Efrem Yildiz betonte, dass Christen seit Beginn ihres Bekenntnisses der Verfolgung ausgesetzt seien. Verfolgung sei immer ein Zeichen des Hasses. Er forderte eine historisch kritische Lesart für den Koran und neue hermeneutische Auslegungen für dieses heilige Buch. Auch das Judentum und das Christentum hätten von historisch kritischen Texteditionen profitiert. Wesentlich für ein Ende der Christenverfolgung sei, dass die Muslime Christen verstehen. Heute sei der interkonfessionelle Dialog im wesentlichen nur ein Monolog. Für einen ewigen Frieden brauche es aber Respekt von beiden Seiten

Dr. Andreas Unterberger, Moderator der Podiumsdiskussion, schreibt auf seinem Blog:

Dr. Andreas UnterbergerIch habe selten eine so dichte Veranstaltung erlebt: Gedränge, Emotionen, Betroffenheit. Thema: die heutigen Christenverfolgungen, die gewaltige Dimensionen angenommen haben, die nach seriösen Studien die größten der Geschichte sind. Und die bei uns in einem Ausmaß verdrängt werden, das wahrscheinlich nur noch psychiatrisch komplett analysiert werden könnte.

Nur ganz wenige der trockenen Fakten: Von China bis Lateinamerika sind 230 Millionen Christen aus politischen, kulturellen oder religiösen Gründen verfolgt. Im Vorjahr sind in einem indischen Bundesstaat mindestens 500 von ihnen bei religiösen Unruhen umgebracht worden. In Nordkorea sind sie offiziell für vogelfrei – also jederzeit durch jeden tötbar – erklärt worden.

Am schlimmsten aber geht es in den islamischen Ländern zu: Aus dem Irak ist nach zahllosen gezielt gegen sie gerichteten Terroraktionen die Hälfte der rund 800.000 Christen geflüchtet; lediglich im kurdischen Norden können sie halbwegs sicher leben. In Ägypten genügen ein paar Medienberichte über Schweinegrippe und schon gibt es Pogrome gegen die Schweinefleisch essenden Kopten. Athanasios Henein, Oberhaupt der koptischen Exil-Gemeinde in Griechenland, spricht von einem „kulturellen Völkermord“.

Noch erschütternder sind die Berichte über Einzelschicksale. Etwa über einen in Mossul entführten Pater, für den die Gemeinde hohes Lösegeld gezahlt hat – und der dann trotzdem enthauptet und verstümmelt retourniert worden ist. Oder über die im Ägypten soeben zum Tod verurteilten Männer einer christlichen Familie. Oder über die Entführungen christlicher Mädchen, die islamisch zwangsverheiratet werden.

Am erschütterndsten ist aber das, was in Europa stattfindet: Die totale Verdrängung dieser Christenverfolgungen. Kaum wird das Thema angeschnitten, bekommen es Politiker und auch einige Kirchenmänner mit der Angst zu tun: Aber bitte ja nichts sagen, was die Islamische Glaubensgemeinschaft provozieren könnte. Außerdem glauben wir ja alle an Abraham.

Ruhig zu bleiben fällt freilich schwer. Der zentrale Vorwurf an den Islam lautet nämlich: In keinem islamischen Land ist es möglich, seinen Glauben frei zu wählen – mit Ausnahme eben der islamischen Religion. In neun Ländern wird der Abfall vom Islam sogar mit dem Tod bestraft. Fragt man aber – auch angeblich liberale – Vertreter der hiesigen islamischen Glaubensgemeinschaft nach der Religionsfreiheit, fragt man, ob nicht im 21. Jahrhundert jeder das Recht haben müsse, auch einen anderen Glauben als die islamische Religion zu wählen, dann bekommt man viele Worte, aber keine Antwort. Keiner sagt: Ja dieses Recht gibt es; und wenn Regierungen es beschneiden, dann verurteilen wir das. Und die ehrlichen sagen: Nein, der Koran verbietet Glaubensabfall.

Womit eigentlich schon fast alles gesagt ist über das ganze Gerede von islamisch-christlichem Dialog. Der Islam ist eine Religion der direkten Machteroberung, der totalen Verquickung von Staat und Religion, der Kampfbereitschaft, die keinen Millimeter Platz für Toleranz oder Freiheit gibt. Was mit Hunderten ungeschminkten Zitaten belegbar ist, was im Grund kein Moslem leugnet.

Heißt das, dass das Christentum mit seinen weichen Werten wie der Nächstenliebe dagegen langfristig untergehen muss? Nicht unbedingt. Das Christentum ist in der Geschichte schon aus total aussichtslosen Positionen (wegen äußerer Attacken oder innerer Verkommenheit) neugestärkt wiedererstanden. Wahrscheinlich ist das laizistisch-antireligöse Element noch viel mehr bedroht. Das aber trotzdem den eigenen Untergang mit Frontalattacken gegen das relativ harmlose Kreuz in der Schule oder für die potentiell gesellschaftszerstörende Homo-Ehe vehement vorbereitet.

Kommt man vollgepackt mit diesen Eindrücken heim, kann man – natürlich – im ORF noch kurz bei der passenden Debatte vorbeischauen. Thema Kreuz in der Schule; Besetzung wie üblich: Vier militant Linke agitieren aggressiv gegen zwei Kreuzverteidiger (und eine eher neutrale Muslimin).

Gleichzeitig bin ich noch nie im Leben im ORF auf eine Sendung gestoßen, in der einmal deutlich die massive Verletzung fast aller globalen Grundrechte durch den politischen Islam herausgearbeitet worden wäre (den die evangelische Islamwissenschafterin Christine Schirrmacher zu Recht als die viel größere und nachhaltigere Bedrohung im Vergleich zum terroristischen Islam herausgearbeitet hat).
Das Defizit klafft aber bei fast allen westlichen Medien: Überall findet die Unterdrückung der Tibetaner oder einiger Indianerstämme am Amazonas ein weit größeres Echo als die Unterdrückung der Christen im Nahen Osten. Obwohl uns dieser geographisch näher ist, obwohl uns die dortigen Christen vielleicht doch auch kulturell näher stehen.

Ja, und auch das sei gesagt: obwohl in Hundert Jahren, wenn uns die Demographie ein mehrheitlich islamisches Österreich und Deutschland beschert hat, auch unseren Nachfahren ein ähnliches Schicksal droht. Man mache sich nur bewusst, dass vor Mohammed die Christen in vielen Regionen des Nahen Ostens die eindeutige Mehrheitsbevölkerung waren. Was nichts daran geändert hat, dass sie heute vielerorts total ausgerottet worden sind.

Was auch nichts daran ändert, dass von vielen oberflächlich gebildeten Europäern zu dem Themenkomplex nur die Antwort kommt:  ”Ja, aber die Kreuzzüge!”  Sie ignorieren mit diesem Argument, dass man nicht 900 Jahre alte Taten mit der Gegenwart aufrechnen kann. Und sie ignorieren, dass damals die Christenheit eine Rückeroberung  eines urchristlichen Gebiets versucht hat. Wenn auch die Methoden grausam waren, hat mir noch nie jemand erklären können, was eigentlich der Unterschied  ist zwischen dem  letztlich missglückten Versuch, Jerusalem zurückzuerobern, und dem geglückten Versuch, 1944 Paris von den Nazis zurückzuerobern.

Schon heute verlangt nach einer neuen Studie die Mehrheit der hiesigen Moslems ein Einfließen der Scharia in das österreichische Recht. Wie lange werden eigentlich noch die feigen Weichspüler in Kirche wie Politik und die kulturell entwurzelten Laizisten die wirklichen Realitäten verdrängen? Wie lange werden wir noch islamische Religionslehrer dafür bezahlen, dass sie dem politischen Islam den Weg bereiten?

Ein erster Anfang ist es immerhin, dass Akademikerbund und Politische Akademie es gewagt haben, die Christenverfolgungen zu artikulieren. Und damit auch den hier lebenden orientalischen Christen einen Andockplatz gegeben haben.

Nachträgliche Ergänzung: Und im übrigen empfiehlt sich ein Blick auf einen von einem User zugesandten Video-Link.

pro-medienmagazin: Schirrmacher: Christenverfolgung wird ignoriert(Gastbeitrag von ESW, Wien)

http://www.pi-news.net/2009/11/christenverfolgung-hat-einen-namen-islam/#more-100318

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