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Historikerin Bat Ye’or zur “Revolution” in Ägypten

Posted by paulipoldie on March 26, 2011

Danke an PI

 

“Die Muslimbruderschaft wird nicht den Islam modernisieren, sie wird die Moderne islamisieren”, sagt die in Ägypten als Jüdin geborene berühmte Autorin und Historikerin Bat Ye’or (Foto) in einem Interview mit dem norwegischen Blog document.no, das wir nachfolgend in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Darin vergleicht die 77-Jährige die Ereignisse in ihrem Geburtsland mit denen der Revolution im Iran 1979.

Bat Ye’or, danke, dass Sie sich von Document.no interviewen lassen. Es gab vor kurzem eine Revolution in Ihrem Heimatland Ägypten. Alle waren offensichtlich vom Sturz des Mubarak-Regimes überrascht, Sie auch?

Ja, natürlich.

Die wenigsten Kommentatoren haben offenbar eine klare Vorstellung davon, wie es weitergeht mit Ägypten. Die jüngsten Ereignisse werden sowohl mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 als auch mit der Revolution im Iran 1979 verglichen. Auf welchem Weg ist das Land Ihrer Meinung nach?

Wir sind auf dem Weg zu Letzterem, fürchte ich, weil die Muslimbruderschaft die einzige gut organisierte und strukturierte Bewegung mit klaren Zielen und einer internationalen Machtbasis ist. Es scheint auch so, dass sie fast unbegrenzten Zugang zu Finanzierung hat. Ich bin der Meinung, dass jeder Vergleich mit westlichen Revolutionen überflüssig ist, weil wir es mit einer Scharia-Gesellschaft zu tun haben, die innerhalb einer Wirklichkeitsauffassung lebt, die unsere Grundauffassung ablehnt. Ich habe auch mit großer Sorge bemerkt, dass die Angriffe und Morde an Kopten zugenommen haben.

Ausländische Korrespondenten sagten, dass die Demonstrationen ein Schrei nach Gerechtigkeit waren, und sie erkannten Positives in dem Aufstand. Aber die Vorsichtigeren meinen, dass man darauf keine Gesellschaft bauen kann, da es leichter ist, sich gegen etwas zu versammeln, als den gemeinsamen weiteren Weg zu finden. Kann alle diese jugendliche Energie positive Auswirkungen haben, oder ist sie zu schlecht organisiert?

Ich stimme mit den Korrespondenten überein. Aber Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit und Arbeitsplätze können nur entwickelt werden, wenn sie die richtigen Institutionen entwickeln und Ökonomie Fuß fassen kann. Ägypten ist ein armes Land mit mehr als 80 Millionen Einwohnern, von denen sind ein großer Prozentsatz Analphabeten und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gewachsen. Ich zweifle nicht an den Fähigkeiten der Bildungselite, aber die sozialen Probleme sind so riesig. Der allgemeine Trend hin zu einer traditionell religiösen Gesellschaft, die auf den Koran baut, wird auch nicht zur Modernisierung beitragen.

Wünschen sich die ägyptischen Massen Demokratie im tieferen Sinn des Wortes oder fehlt es ihnen an Wissen, worum es sich dabei handelt?

Ganz sicher wünschen sie sich Demokratie, aber wenn man ihnen zuhört, wirkt es so, als wenn sie etwas greifen und mit sich nehmen wollen, und nicht, dass es eine abstrakte Idee ist, die Zeit braucht und Anstrengungen erfordert, damit eine ganze Nation sie verwirklichen kann. Demokratie ist nicht nur die Herrschaft der Mehrheit. Sie enthält eine politische Unabhängigkeit der Justiz, gleiches Recht für alle – auch für Nicht-Muslime und nicht-arabische Minderheiten wie Kurden, Assyrer und Berber – mitsamt der Meinungsfreiheit und die Akzeptanz des Pluralismus und der Kritik. Aber all dies wird sowohl durch die Scharia als auch durch die Kairoer Erklärung der Menschenrechte von 1990 im Islam verboten. Um die Demokratie zu erreichen, muss man zuerst die Scharia beseitigen.

Professor Bernard Lewis sagt, dass es etwas in der muslimischen Tradition gibt, das vage an die Demokratie erinnert, also diese beratenden Gruppen bestehend aus Schlüsselpersonen, Clanführer etc. Ist ein solches Kompromiss-Modell das Beste, worauf man hoffen kann?

Solche Treffen, wo ausgewählte Stammesführer ihre Entscheidungen treffen, haben nichts mit einer modernen Demokratie, wie wir sie kennen, zu tun.

Die Kopten waren nicht sehr zufrieden mit der Wahl des Führers des Verfassungsausschusses. Befürchten Sie, dass die Verfassungsänderungen den Weg für die Bruderschaft ebnen werden?

Bereits im Jahr 1971 verdeutlichte der Artikel 2 der ägyptischen Verfassung, dass die Prinzipien der islamischen Rechtsgrundsätze eine der Hauptquellen der Gesetzgebung sind. Dieses Prinzip wurde am 30. April 1980 verstärkt, als das Parlament es dahingehend änderte, dass die Scharia die Hauptquelle der Gesetzgebung ist. Ägypten behielt viele islamische Gesetze bei: Polygamie, die Diskriminierung von Frauen, die fehlende Anerkennung der Bahai als Religion, Strafe für Apostasie und Blasphemie sowie Einschränkungen der religiösen und zivilen Rechte von Christen. Ich bin sicher, dass der Einfluss der Bruderschaft sowohl den Christen als auch liberalen Muslimen ein noch schwierigeres Leben bereiten wird, wenn sie ins Parlament kommen. Im übrigen wird es keine Demokratie geben ohne die volle Anerkennung von Israel in seiner historischen Heimat, oder wenn der ideologische Jihad gegen Nicht-Muslime nicht aufhört.

Besteht die Gefahr, dass sie hoch gewinnen können in einer baldigen Wahl?

Ja, denn die anderen in der Opposition sind eine amorphe Masse ohne Führer, und die politischen Diskussionen zeigen bisher keine Anzeichen von modernen Vorstellungen von Regierung, Institutionen oder Geopolitik.

In Europa wird die Bruderschaft hin und wieder als eine relativ moderate Bewegung dargestellt, weil sie eine weniger gewaltsame Rhetorik gewählt haben. Nach dem Angriff auf die koptische Kirche nach Neujahr hörte man sogar, dass einige ihrer Mitglieder sich als menschliche Schutzschilder außerhalb der Kirche anboten. Ist das ein taktisches Manöver, oder gibt es eine Chance, dass die Bruderschaft ihre Ideen verändern werden?

Hier handelt es sich um die persönlichen Neigungen einzelner Mitglieder. Die Bruderschaft hat ein politisches Programm: die Umsetzung der Scharia in der ganzen Welt, beginnend in den muslimischen Ländern, und wir wissen, was die Scharia ist. Die Gläubigen behaupten, dass sie perfekt ist, weil es Gottes Wille ist, und ist daher ohne Änderung und ohne Kritik anzuwenden. In der globalen Politik verfolgt die Bruderschaft eine Jihad-Theologie.

Wie gefährlich ist die Bruderschaft?

Sie ist sehr gefährlich, denn sie hat sich eine westliche Sprache angeeignet, um den Westen zu unterminieren. Ihr Ziel ist es, die Moderne zu islamisieren, nicht den Islam zu modernisieren. Ihre Gründer und Führer fördern den Jihad zur Einführung der Scharia, von der sie glauben, dass sie alle Aspekte des Lebens, persönliche sowie soziale und politische, umfassen soll.

Hier und da sagt man, dass das Militär ein Garant gegen die Islamisierung ist. Aber das kann doch nicht ohne Islamisten in seinen Reihen sein? Könnte das Militär in einer nationalen Krise gespalten werden?

Das sagte man auch über die Türkei, aber dort wurde eine islamistische Regierung gewählt, die es sich zum Ziel machte, das Militär zu schwächen. Diese ägyptische Revolution verursachte ja eine nationale Krise, aber selbst wenn das Militär Islamisten in seinen Reihen hat, spaltete es sich nicht. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Scharia-Schulen, Medien und Filme schon Generationen mit Hass gegen den Westen vergiftet haben, gegen Israel, das das Herz der westlichen Werte ist, und gegen die Bibel, die die westliche Spiritualität und Zivilisation geformt hat.

Gibt es etwas, das der Westen tun kann, um auf das, was jetzt in Ägypten geschieht, konstruktiv Einfluss auszuüben?

Ja, der Westen kann die Unterdrückung der Kopten und anderer Minderheiten verurteilen und sollte die großzügige finanzielle Unterstützung an Bedingungen knüpfen, damit das Land reelle demokratische Strukturen aufbaut und mit der Hasskultur gegen Israel aufhört, die ein Indikator für eine mörderische Intoleranz gegen Juden, Christen und andere darstellt. Die Gesellschaften im Westen sollten diese Dinge von ihren Regierungen verlangen, weil es ihre Steuergelder sind, die in die arabischen Länder fließen.

Die Verfolgung von Minderheiten, einschließlich der Christen, hat eine ziemlich lange und oft vergessene Geschichte in Ägypten, aber jetzt ist das Phänomen zumindest Anlass für eine internationale Besorgnis. Europa und der Rest der Welt betrachtet Ägypten mit mehr Aufmerksamkeit, wohlwissend, dass es sich um einen Zivilisationskonflikt handelt, den wir auch im eigenen Land haben. Vielleicht könnte das die Situation der ägyptischen Minderheiten verbessern?

Es ist schwer zu sagen. Europa hat schon lange die Verfolgung von indigenen und nicht-muslimischen Minderheiten ignoriert und so getan, als ob es Israels Schuld wäre, wenn Muslime die Christen verfolgen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind nun verpflichtet, den Christen eine gewisse Aufmerksamkeit zu widmen, denn der Öffentlichkeit ist bewusst geworden, was da vorgeht. Das Thema wurde im Internet diskutiert, lange bevor die Medien es aufgriffen, Jahrzehnte wurde es geheimgehalten. Als ich begann, darüber zu schreiben, wurde ich heftig kritisiert, sogar bestraft und verleumdet. Das Problem ist vor allem, dass die Christen in muslimischen Ländern wie Geiseln gehalten werden. Wenn sie (die Muslime) das Gefühl bekommen, dass der Westen versucht, sie zu schützen, wird es von Seiten der Fanatiker noch mehr Angriffe geben. Der Westen hat seit langem eine nachgiebige und unterwürfige Haltung gegenüber der muslimischen Welt gehabt, und es wird nicht leicht sein, jetzt Muskeln zu zeigen. Dies hat auch dazu beigetragen, Europa in Eurabia zu verwandeln. Indem man Israel verraten hat, hat man Europa verraten. Weder die Obama-Regierung noch die politische Klasse, die wir im Moment in Europa haben, können eine neue, härtere Politik einsetzen. Was wir brauchen, ist ein Bündnis von muslimischen Kräften, die den Fundamentalismus ablehnen, die den Minderheiten religiöse und nationale Rechte für Gleichheit und Autonomie einräumen, und den Pluralismus in einem Nahen Osten, der vom Islam und Jihad kolonisiert wurde, akzeptiert. Das sind die Voraussetzungen für einen globalen Frieden.

Lassen Sie uns zum Schluss etwas mehr über Europa reden. Um Ihre Terminologie zu verwenden, bekam dieser Teil der Welt eine Art Dhimmistatus, den die Öffentlichkeit kaum bemerkte. Aber jetzt, da die drei mächtigsten Führer in Europa den Multikulturalismus für tot erklärt haben, und David Cameron sogar den islamischen Extremismus als ein großes Problem benannt hat, kann es da sein, dass reelle Veränderungen in der alten Welt stattfinden?

Das bleibt abzuwarten. Es wird sich zeigen, ob diese Aussagen nur benutzt wurden, um die allgemeine Unzufriedenheit zu besänftigen und um ihre Stimmen zu behalten oder ob sie durch konkrete Maßnahmen den Europäern ihre Meinungsfreiheit, Sicherheit und Würde zurückgeben werden, indem man von allen, einschließlich Migranten, Respekt vor den Gesetzen und der Kultur der Länder, in die sie einwandern, einfordert, anstelle mit Hilfe des Multikulturalismus zu islamisieren. Es muss betont werden, dass Europas Dhimmstatus durch die Politik der Weltregierenden entstanden ist. Sie hätten sich weigern können, auf etwas einzugehen, das unsere ganze Kultur erschüttert hat, wo die Wahrheit durch die Lüge ersetzt wurde, um unseren Untergang vorzubereiten. Viele muslimische Einwanderer haben auch unter dieser unverantwortlichen Politik gelitten, zumindest diejenigen, die in den Westen geflohen sind, weil sie dessen Kultur und universielle Werte schätzen.

Sie sind ein genauer Beobachter von Frankreich. Umfragen dort deuten darauf hin, dass Marine Le Pen die erste Runde der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2012 gewinnen könnte, obwohl sie am Ende kaum gewinnen wird. Das bedeutet wohl, dass die französischen Wähler mit Sarkozys Einsatz nicht zufrieden sind. Wird er in der Wählergunst dadurch scheitern, dass er sich nur rhetorisch der Front National annähert? Verlieren die Franzosen ihre Geduld und verlangen echte Veränderungen?

Frankreich war der Motor in der islam-freundlichen und anti-israelischen Mittelmeer-Politik. Das Land hat zusammen mit Deutschland die ganze EU in diese Dhimmikultur hineingeführt. Als Resultat hat es auch die größte muslimische Einwanderung. Die Franzosen rebellieren jetzt gegen die allgegenwärtige Islamisierung der Schulen, der Wirtschaft – ich denke an das Scharia-Banking-System – der Lebensmittel d.h. Halal-Fleisch, Verlust der Meinungsfreiheit, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Krankenhäusern, Ehrenmorde, Blasphemie-Gesetze, Zensur der Medien, fehlende Sicherheit und andere soziale Konflikte. Also ja, die Franzosen sind dabei, genau wie andere Europäer die Geduld zu verlieren.

Viele sind zu Recht entsetzt über die antisemitischen Äußerungen, die der alte Le Pen in seiner Zeit tätigte. Könnte seine Tochter in der Lage sein, die Nationale Front zu einer reifen und glaubwürdigen politischen Partei zu machen, die die Leute aus Verzweiflung mangels anderer Alternativen wählen?

Sie muss zuerst die Rassisten loswerden, die die Partei beschädigt haben. Aber es gibt viele Elemente in der Sozialistischen Partei, Kommunistischen Partei und den Extrem Linken Parteien, die genauso rassistisch, antisemitisch und gefährlich sind.

(Übersetzung: Alster)

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