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Die islamischen Ambitionen der Türkei haben Österreich fest im Griff

Posted by paulipoldie on April 25, 2010

CBN news 8 April 2010
Von Erick Stakelbeck
Übersetzung: LIZ für EuropeNews

Franz Geffels, Entsatzschlacht von Wien 1683, 17th century, Historisches Museum der Stadt Wien

WIEN – Die Türkei wird heute als aufsteigende Macht im Mittleren Osten und in Europa betrachtet. Nur einige Jahrhunderte ist es her, da beherrschten die Türken einen großen Teil beider Regionen unter dem Banner des Ottomanischen Reichs. Die türkisch geführten Truppen drangen bis tief nach Europa vor, standen sogar zwei Mal vor den Toren Wiens, bevor sie endgültig besiegt wurden.

Jetzt sind sie zurück.

Dank der zahlreichen Immigranten während der letzten vier Jahrzehnte, die sich auf etwa eine halbe Million Türken beläuft, die heute in Österreich leben, von denen viele in Wien leben.


Sie sind hier um zu herrschen

Wenn man an die Wiege der jüdisch-christlichen, westlichen Zivilisation denkt, dann steht Wien sicherlich ganz oben auf der Liste. Manche Einwohner sagen, dass sich die Stadt wandelt – und in steigendem Maße vom Islam beeinflusst wird.

„Sie sind hier um zu herrschen,“ sagt der in Wien lebende Counterjihad Aktivist Harald Fiegl. „Und wenn man natürlich ein wenig vom Islam versteht, dann kann man es dort nachlesen. Sie sind hier um die Welt zu beherrschen, nicht nur Europa.“

Fiegl beobachtet das Wachstum des Islams in Österreich. Er sagt, dass sich die türkischen muslimischen Immigranten nicht assimilieren.

„Was sie versuchen ist, sich abzugrenzen,“ erzählt er CBN News. „Die türkische nationale und religiöse Identität zu erhalten.“

Es scheint ein größeres Konzept hinter dieser Strategie zu stehen.


Eine globale Vision?

Die türkische Regierung ist die Heimat einer Behörde für religiöse Angelegenheiten, die sich „Diyanet“ nennt, und die Imame ernennt und den Moscheebau innerhalb der Türkei fördert.

Türkische Offizielle sagen, dass Diyanet eine „globale Vision“ habe. Ihr Einfluss auf die Gesellschaft der türkischen Immigranten in ganz Europa steigt an.

In Österreich hat die Diyanet einen österreichisch/türkischen Kulturverein namens ATIB gegründet, der direkt der türkischen Regierung untersteht.

„Das sind die Organisationen die die Moscheen in Österreich bauen,“ sagt Christian Zeitz vom Thinktank des Wiener Akademikerbunds. „Viele Moscheen werden von der ATIB organisiert.“


Eine Verletzung von österreichischem Recht?

Nach österreichischem Recht dürfen außenstehende Organisationen oder Rechtsgebilde den Islam in Österreich nicht einführen. CBN News hat aber herausgefunden, dass die ATIB eine mehrere Millionen Dollar teure Moschee in dem winzigen Örtchen Bad Voslau finanziert.

Sie steht auch hinter den Plänen, eine große Moschee in Wien zu erweitern.

„Deshalb sind die Aktivitäten von ATIB im Allgemeinen nicht kompatibel mit dem islamischen Recht Österreichs,“ sagt Zeitz.

Aber einige Mitglieder in offiziellen Kreisen berichten CBN News, dass die ATIB eine positive Rolle spielt.

„Die örtlichen Behörden arbeiten mit der ATIB ganz gut zusammen,“ sagt Andreas Khol, ehemaliger Präsident des österreichischen Parlaments. „Alles ist legal.“

Khol erzählt CBN News dass „der österreichische Staat die ATIB anerkennt. Und dieses gute Verhältnis zwischen Österreich und der Türkei schätzt.“


Eine strengere islamische Einstellung

Jedoch leugnet Khol nicht, dass die ATIB größere Ziele verfolge.

„ Sie sind darauf ausgerichtet eine Verbindung zwischen der türkischen Gesellschaft und dem türkischen Staat herzustellen,“ sagt er. „ Ihr Ziel ist es, die religiöse Lehre zu organisieren. Was in einem säkularen Staat eine komische Sache darstellt.“

Was aber gar nicht komisch ist, ist die strenge islamische Einstellung – und die Abkehr vom Säkularismus – die vom türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan eingenommen wird.

Erdogan hat Israel heftig kritisiert, während er sich dem Iran und Syrien angenähert hat, und er hat seinen Standpunkt über die türkischen Gemeinschaften in anderen Ländern klar zum Ausdruck gebracht.

Er nannte die Assimilation von Türken in westliche Länder „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Und erst kürzlich sagte er, dass man rein türkische Schulen für Immigranten in Deutschland eröffnen sollte.

Khol erzählte CBN News, dass er Erdogan getroffen habe und seine Initiative unterstütze.

„Ich denke, wir haben nichts zu befürchten von dieser milden Form der pro-islamischen, pro-religiösen Ansicht Erdogans,“ sagt er.


Muslimische Angelegenheiten in Wien

Aber einige muslimische Führer in Wien sind besorgt wegen des wachsenden Einflusses der türkischen Regierung in ihren Gemeinschaften.

„Die Frage ist fair – und ich möchte sie gerne stellen,“ sagt Carla [Amina] Baghajati von der islamischen Gemeinschaft in Österreich. „Ist es auf der einen Seite möglich, dass man Menschen beeinflusst, sich stark an die Türkei gebunden zu fühlen, aber andererseits damit ihre Integration unterstützen will?“

Bis jetzt haben sich die österreichischen Offiziellen noch nicht zum wachsenden Einfluss der türkischen Regierung geäußert.

„Sie verschließen ihre Augen, weil sie wiedergewählt werden wollen und die wachsende islamische Bevölkerung ist die Zielgruppe für sie bei der nächsten Wahl,“ sagt Zeitz.

Wenn man die türkische Geschichte mit Wien zu Grunde legt, die eine brutale Belagerung der Stadt im 18. Jahrhundert beinhaltete, dann empfinden es manche als hart, die gegenwärtige Wende des Schicksals zu akzeptieren.

„Es ist schwer zu glauben,“ sagt Fiegl. „Aber es ist eine gute Erklärung für das alles: wir sind gerade dabei uns geschlagen zu geben.“

http://europenews.dk/de/node/31072

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